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Kalter Milchschaum ist nicht der heiße ohne Heizung. Es ist eine eigene Betriebsart: Der Rühreinsatz läuft, das Heizelement bleibt aus. Was dabei entsteht, ist feiner und weniger stabil als warmer Schaum — und für Eiskaffee, Cold Brew und Iced Latte genau richtig.
Alle vier Geräte aus unserem Vergleich können das. Wie sie es benennen, unterscheidet sich allerdings deutlich.
| Gerät | So heißt die Kaltfunktion beim Hersteller | Zu Amazon |
|---|---|---|
Severin Spuma 700 Plus | eigene Programme für „heißen und kalten Milchschaum“, dazu Boost | Preis auf Amazon prüfenAnzeige |
| Severin Spuma 700 | „kalt aufschäumen“ als eines von drei Programmen | |
WMF Lono Milk & Choc | „kalter Schaum“ als eine von vier Funktionen | Preis auf Amazon prüfenAnzeige |
Sage the Milk Café | Reglerstellung „Cold Stir“ — Rühren und Aufschäumen ohne Wärmezufuhr | Preis auf Amazon prüfenAnzeige |
Bilder: Sage (Herstellerbild) · Severin (Herstellerbild) · WMF (Herstellerbild)
Das Wichtigste in Kürze
- Geräte mit eigener Kaltfunktion
- 4 von 4
Der Unterschied liegt in der Bedienung, nicht im Können
Bei den drei Geräten mit Programmwahl ist Kaltschaum ein Knopfdruck. Bei der Sage ist es eine Stellung des Temperaturreglers: Ganz links, vor der ersten Gradmarke, steht „Cold Stir“. Das Gerät rührt und schäumt dann ohne Wärmezufuhr.
Praktisch heißt das: Wer regelmäßig kalt aufschäumt, greift bei der Sage jedes Mal an denselben Regler, mit dem er sonst die Temperatur wählt. Bei den anderen dreien liegt die Funktion auf einer eigenen Taste beziehungsweise einem eigenen Programm.
Was kein Hersteller sagt: Hafermilch
Hier wiederholt sich die Lücke, um die es in der ganzen Bestenliste der Milchaufschäumer für Hafermilch geht — und sie ist beim Kaltschaum genauso groß.
Severin führt beim Spuma 700 Plus ausdrücklich Programme für Pflanzendrinks auf: Soja, Cashew, laktosefrei. Hafer steht nicht dabei. WMF nennt in der Gebrauchsanweisung des Lono die zugelassenen Sorten — „frische Milch, H-Milch, laktosefreie Milch und Milch-Ersatz“ — und führt als Beispiel für Milch-Ersatz allein Soja an.
Das heißt nicht, dass Hafermilch nicht funktioniert. Es heißt, dass kein Hersteller in diesem Feld eine Aussage dazu trifft, an der man sich festhalten könnte. Wir behaupten deshalb weder das eine noch das andere.
Wie viel passt hinein — und warum das beim Kaltschaum zählt
Kalter Schaum fällt schneller zusammen als warmer. Wer ihn für mehrere Gläser auf einmal macht, sollte deshalb wissen, was in einem Durchgang möglich ist:
- Severin Spuma 700 und 700 Plus: ca. 120 bis 350 ml Milchschaum
- WMF Lono Milk & Choc: 150 bis 350 ml Milchschaum
- Sage the Milk Café: keine Millilitermenge angegeben — der Hersteller schreibt „für 3 Tassen aufgeschäumte Milch“
Drei von vier nennen eine Zahl, eines nennt eine Tassenzahl. Wer plant, für vier Personen Eiskaffee zu machen, kann das bei drei Geräten ausrechnen und beim vierten nicht.
Reinigung ist beim Kaltschaum einfacher
Ein Nebeneffekt, der selten erwähnt wird: Ohne Wärme brennt nichts an. Milchzucker karamellisiert erst beim Erhitzen; der kalt betriebene Behälter lässt sich deshalb meist mit klarem Wasser ausspülen.
Bei allen vier Geräten ist der Behälter beziehungsweise Krug spülmaschinengeeignet — bei Severin und WMF ausdrücklich als Edelstahl ausgewiesen, bei Sage als spülmaschinenfester Milchkrug.
Wo es weitergeht
Welches der vier Geräte insgesamt vorn liegt und wie die Temperaturangaben zu lesen sind, steht in der Bestenliste der Milchaufschäumer für Hafermilch.
Häufige Fragen
Können alle Milchaufschäumer kalte Milch aufschäumen?
Wird kalter Milchschaum genauso fest wie warmer?
Funktioniert Hafermilch im Milchaufschäumer?
Wie viel kalten Schaum schafft ein Gerät auf einmal?
Muss ich nach kaltem Aufschäumen anders reinigen?

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Michael verantwortet Warenrat redaktionell und technisch. Sein Ansatz kommt aus der Softwareentwicklung und der Datenanalyse: Eine Kaufempfehlung ist nur so viel wert wie die Rechnung dahinter. Deshalb steht bei jedem Gerät offen, welche Kriterien mit welchem Gewicht in die Note eingeflossen sind und woher jede Zahl kommt — Herstellerangabe, Norm, Bedienungsanleitung, zitierter Fremdtest oder eigene Messung. Und wenn eine Einschätzung falsch war, wird sie sichtbar korrigiert statt still überschrieben.
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