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Kontaktgrill für Steaks: 4 Geräte im Vergleich

Vier Kontaktgrills, die alle mit Steaks werben — und nur einer nennt auf seiner Produktseite, wie heiß die Platte überhaupt wird. Entscheidend war nicht die Wattzahl, sondern was nach dem Auflegen mit der Temperatur passiert.

Dr. Michael NiestrojVeröffentlicht 30. August 2026Aktualisiert 30. August 20266 Min. Lesezeit
Rommelsbacher Kontaktgrill KG 2025
Bild: Rommelsbacher (Herstellerbild)
Kurz gesagt

Unser Favorit

Rommelsbacher Kontaktgrill KG 2025

Das einzige Gerät im Feld, das beide Hälften der entscheidenden Frage beantwortet: 3 cm dicke Alu-Druckgussplatten und eine Temperatur in Grad statt in Stufen. Aufgeklappt lassen sich beide Flächen getrennt regeln — anbraten bei 230 °C, fertig ziehen bei 120 °C, ohne umzuräumen. Was fehlt, ist ein Sensor; den Garpunkt bestimmst du selbst.

84

Gut

84 von 100

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Kaufen, wenn: du die Temperatur selbst bestimmen willst — 230 °C zum Anbraten, dann herunter auf 120 °C: Genau diesen Ablauf beschreibt Rommelsbacher in der eigenen Anleitung für Rinderfilet.

Preisklasse 100–250 € · Zur vollständigen Bewertung

Der Handel stellt die falsche Frage. Er fragt: wie viel Watt? Und liefert die Antwort gleich mit — 2.000, 2.100, 2.200. Diese Zahlen liegen bei allen vier Geräten in diesem Vergleich so eng beieinander, dass sie gar nichts entscheiden können.

Die richtige Frage lautet: Was passiert in den zwanzig Sekunden, nachdem ein kaltes Steak auf der Platte liegt? Die Platte kühlt ab. Wie weit sie abkühlt und wie schnell sie zurückkommt, hängt an zwei Dingen — an der Masse, in der Wärme gespeichert ist, und an der Leistung, die nachschiebt. Ein schwerer Druckguss mit 2.000 W bringt mehr Kruste zustande als ein dünnes Blech mit 2.200 W.

Dazu kommt die Mechanik. Legt sich die obere Platte plan auf ein ungleich dickes Stück, oder kippt sie und berührt nur die höchste Stelle? Und lässt sich das Gerät flach aufklappen, wenn zwei Steaks nebeneinander liegen sollen statt eins dazwischen? Erst danach kommt die Sensorik. Sie ist in diesem Vergleich das zweitwichtigste Unterscheidungsmerkmal — nicht das erste.

Das Wichtigste in Kürze

Verglichene Geräte
4
Höchstes Gewicht
Hitzereserve aus Leistung je Fläche und Plattenmasse (27 %)
Zweithöchstes Gewicht
Plattenführung: planparallel und offene Fläche (23 %)
Datenstand
August 2026
Praxistest
Nein — Bewertung aus Herstellerangaben, Gebrauchsanweisungen und einem Fremdtest

Ein Gerät, das mit „Steakhouse-Kruste“ wirbt oder sich „einen der heißesten Kontaktgrills“ nennt, ohne eine einzige Temperatur zu veröffentlichen, verlangt Vertrauen statt Nachprüfbarkeit. Deshalb wiegt die Vollständigkeit der Herstellerangaben hier mit 14 Prozent mit: Eine fehlende Zahl ist eine echte Information.

Die Entscheidung in vier Fragen

  1. 1

    Wie dick sind deine Steaks?

    Über 4 cm weist die Tefal-Anleitung Grillgut ausdrücklich ab. WMF nennt 5 cm als Obergrenze und empfiehlt Fleischscheiben von höchstens 3,5 cm. Steba und Rommelsbacher nennen keine Grenze. Wer Rumpsteak am Stück auflegen will, sollte das vor dem Kauf lesen.

  2. 2

    Willst du den Garpunkt abgeben oder selbst bestimmen?

    Nur ein Gerät im Feld misst die Dicke des Fleisches und zeigt blutig, medium und durchgebraten an. Die anderen drei halten eine eingestellte Temperatur und überlassen dir den Rest — kein Mangel, sondern eine andere Arbeitsweise.

  3. 3

    Brauchst du die offene Fläche?

    Aufgeklappt verdoppelt sich der Platz, aus dem Kontaktgrill wird ein Tischgrill. Drei der vier Geräte können das. Das vierte kann es nicht, und zwar laut eigenem Datenblatt: „Tischgrillfunktion: Nein“.

  4. 4

    Wie oft grillst du hintereinander?

    Bei einem Gerät ist Vorheizen vor jedem Garvorgang Pflicht — auch vor dem zweiten Steak, das steht so in der Anleitung. Wer für vier Personen nacheinander grillt, wartet mehrfach.

Die Geräte im Überblick

Vergleich aller empfohlenen Modelle
ModellPunkteLeistungTemperaturregelungZu Amazon
1. Rommelsbacher Kontaktgrill KG 2025100–250 € · Unser Favorit84/100
230 V, 1830–2200 Welektronisch in 15 Stufen: 60, 80, 100 °C sowie 120 bis 230 °C in 10-Grad-SchrittenPreis prüfenAnzeige
2. Steba PG 4.4100–250 € · Für dicke Steaks72/100
2000 W (230 V~)Preis prüfenAnzeige
3. Tefal OptiGrill Elite GC750D100–250 € · Wenn der Garpunkt zählt71/100
2000 W, Bandbreite 1830–2180 WPreis prüfenAnzeige
4. WMF Lono Kontaktgrill 2in1100–250 € · Für die offene Küche55/100
2.100 W laut Produktseite, 1800–2100 W laut Gebrauchsanweisungstufenlos, Stufen 1 bis 5 — ohne jede GradangabePreis prüfenAnzeige

Seitlich scrollen für weitere Werte — die Modellspalte bleibt stehen. Alle Daten stehen außerdem in den Produktkarten darunter.

Die Geräte im Einzelnen

Rommelsbacher Kontaktgrill KG 2025
Bild: Rommelsbacher (Herstellerbild)
Platz 1Unser Favorit100–250 €

Rommelsbacher Kontaktgrill KG 2025

84

Gut

84 von 100

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Unser Urteil: Das einzige Gerät im Feld, das beide Hälften der entscheidenden Frage beantwortet: 3 cm dicke Alu-Druckgussplatten und eine Temperatur in Grad statt in Stufen. Aufgeklappt lassen sich beide Flächen getrennt regeln — anbraten bei 230 °C, fertig ziehen bei 120 °C, ohne umzuräumen. Was fehlt, ist ein Sensor; den Garpunkt bestimmst du selbst.

Technische Daten
Leistung
230 V, 1830–2200 W
Temperaturregelung
elektronisch in 15 Stufen: 60, 80, 100 °C sowie 120 bis 230 °C in 10-Grad-Schritten
Grillplatten
je 29 × 23,5 × 3 cm, Alu-Druckguss, eine geriffelt, eine glatt, herausnehmbar
Antihaftbeschichtung
Keramik, laut Hersteller PFAS-frei
Stellungen
geschlossen als Kontaktgrill, 5-fach höhenverstellbar zum Überbacken, aufgeklappt als Tischgrill mit zwei getrennt regelbaren Flächen
Bedienung
LED-Display, zwei Drehknebel, Timer bis 60 Minuten, Restwärmeanzeige
Dafür
  • Einziges Gerät hier, das die Plattentemperatur auf der Produktseite nennt: 15 Stufen, ab 120 °C in 10-Grad-Schritten bis 230 °C
  • 3 cm dicke Alu-Druckgussplatten — die einzige veröffentlichte Plattendicke im ganzen Vergleich
  • Aufgeklappt zwei getrennt regelbare Flächen: links bei 230 °C anbraten, rechts bei 120 °C ziehen lassen
  • Keramikbeschichtung, laut Hersteller PFAS-frei — die Frage nach der Beschichtung erledigt sich damit konstruktiv
Dagegen
  • Kein Sensor: Das Gerät hält die Temperatur, misst aber nicht das Fleisch — der Garpunkt bleibt deine Aufgabe
  • Produktseite und Gebrauchsanweisung nennen unterschiedliche Gewichte (4,10 gegen 4,8 kg) und unterschiedliche Maße
  • Keine Vorheizzeit angegeben; die 10 Minuten in der Anleitung betreffen das Einbrennen vor dem ersten Gebrauch
  • Im ETM-Messtest 4/2026 nur Rang 6 von 12 — die Redaktion misst Grillergebnisse, wir bewerten die Datenlage

Kaufen, wenn

du die Temperatur selbst bestimmen willst — 230 °C zum Anbraten, dann herunter auf 120 °C: Genau diesen Ablauf beschreibt Rommelsbacher in der eigenen Anleitung für Rinderfilet.

Nicht kaufen, wenn

du den Garpunkt an das Gerät abgeben willst — hier misst nichts die Dicke des Fleisches, Zeit und Temperatur entscheidest du.

Steba PG 4.4
Bild: Steba (Herstellerbild)
Platz 2Für dicke Steaks100–250 €

Steba PG 4.4

72

Gut

72 von 100

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Unser Urteil: 6,4 kg, die größte Fläche im Vergleich und als Einziger ein ausdrücklich selbstjustierendes Scharnier: Für ungleich dicke Stücke ist das die richtige Mechanik. Bedienung und Datenlage sind dafür rudimentär — ein Schieber von 1 bis 5, keine Anzeige, keine veröffentlichte Temperatur auf der Produktseite und kein Auffangbehälter.

Technische Daten
Leistung
2000 W (230 V~)
Temperaturstufen
stufenlos 1 bis 5; laut Gebrauchsanweisung Stufe 1 ca. 150 °C, Stufe 5 ca. 230 °C
Grillfläche
2 × 37 × 23 cm
Grillplatten
wendbare Antihaft-Druckgussplatten, geriffelte Seite laut Hersteller für Steaks, glatte Seite für Gemüse
Scharnier
selbstjustierendes 3D-Scharnier; Scharnierhebel stellt zum Überbacken 4 cm Abstand ein
Stellungen
Kontaktgrillen, Überbacken, offen Grillen auf doppelter Fläche
Dafür
  • 6,4 kg und Platten von 2 × 37 × 23 cm: das höchste Gewicht und die größte Fläche im Vergleich — Masse ist genau das, was die Temperatur nach dem Auflegen hält
  • Selbstjustierendes 3D-Scharnier: Die obere Platte legt sich auf ungleich dickes Fleisch, statt darauf zu kippen
  • Aufgeklappt zwei volle Flächen, zusammen 1.702 cm² — mehr als jedes andere Gerät hier bietet
  • Steba führt Ersatzplatten in zwei Ausführungen selbst; das Gerät lässt sich zum Verstauen hochkant abstellen
Dagegen
  • Keine Auffangschale: Die Gebrauchsanweisung fordert, einen kleinen Teller unter den Fettablauf zu stellen
  • Weder Display noch Timer noch Temperaturanzeige — ein Schieber von 1 bis 5 und eine Kontrollleuchte, mehr gibt es nicht
  • Steba nennt das Gerät auf der Produktseite „einen der heißesten Kontaktgrills“ und veröffentlicht dort keine einzige Temperatur
  • 2,4 W je cm² Plattenfläche — der niedrigste Wert im Feld; die Fläche ist groß, die Leistung dafür nicht

Kaufen, wenn

du dicke und ungleichmäßige Steaks auflegst — 6,4 kg Gerätemasse und ein selbstjustierendes Scharnier sind dafür die härtere Währung als jede Programmliste.

Nicht kaufen, wenn

du eine Anzeige brauchst, die dir sagt, wo du stehst: Dieses Gerät hat eine Kontrollleuchte, sonst nichts.

Tefal OptiGrill Elite GC750D
Bild: Tefal (Herstellerbild)
Platz 3Wenn der Garpunkt zählt100–250 €

Tefal OptiGrill Elite GC750D

71

Gut

71 von 100

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Unser Urteil: Höchstnote beim Garpunkt und nur ein Punkt hinter Platz 2: Der Sensor misst das Fleisch und zeigt blutig, medium und durchgebraten an, das kann sonst keiner hier. Er klappt aber nicht flach auf, lehnt Grillgut über 4 cm ab und veröffentlicht weder Gewicht noch Plattendicke noch eine Temperatur im Datenblatt.

Technische Daten
Leistung
2000 W, Bandbreite 1830–2180 W
Grillfläche
600 cm², Plattenmaß 30 × 20 cm
Grillplatten
Aluguss, antihaftbeschichtet, herausnehmbar
Automatik
12 Programme, Sensor misst Dicke und Menge, Display zeigt blutig, medium und durchgebraten mit Countdown
Manueller Modus
vier Temperaturen: 120, 160, 200 und 240 °C (laut Gebrauchsanweisung)
Grillboost
Ja — zusätzliche Stufe für schärferes Anbraten
Dafür
  • Einziges Gerät hier, das den Garpunkt selbst bestimmt: Der Sensor misst Dicke und Menge, das Display zeigt blutig, medium oder durchgebraten
  • Grillboost als eigene Stufe fürs scharfe Anbraten — die einzige veröffentlichte Antwort auf die Frage, was beim Auflegen mit der Temperatur passiert
  • 3,3 W je cm² Plattenfläche, dazu 12 Programme und ein Gefriermodus
  • Tefal nennt eine Vorheizzeit (4 bis 7 Minuten) und weist das Gerät als 15 Jahre reparierbar aus
Dagegen
  • Klappt nicht flach auf: „Tischgrillfunktion: Nein“ steht so im Datenblatt — die offene Fläche gibt es in dieser Baureihe nur bei den 4in1-Modellen
  • Vorheizen ist vor jedem Garvorgang Pflicht, auch vor dem zweiten Steak — der Grill heizt zwischendurch neu hoch
  • Grillgut über 4 cm Dicke schließt die Anleitung ausdrücklich aus
  • Weder Gerätegewicht noch Plattendicke noch eine Temperatur stehen im Datenblatt; die vier manuellen Stufen findest du nur in der Anleitung

Kaufen, wenn

du das Raten aufgeben willst — kein anderes Gerät hier misst das Fleisch und sagt dir, wann medium erreicht ist.

Nicht kaufen, wenn

du dicke Stücke oder eine offene Fläche brauchst: über 4 cm ist Schluss, und flach aufklappen lässt sich dieses Modell gar nicht.

WMF Lono Kontaktgrill 2in1
Bild: WMF (Herstellerbild)
Platz 4Für die offene Küche100–250 €

WMF Lono Kontaktgrill 2in1

55

Befriedigend

55 von 100

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Unser Urteil: Der höchste Leistungswert je Fläche im Feld und ein sauber verarbeitetes Cromargan-Gehäuse, das 180 Grad öffnet. Die Note fällt trotzdem ab, weil sich über dieses Gerät fast nichts belegen lässt: keine Temperatur, kein Gewicht, keine Maße im Datenblatt — und die genannte Fläche geht mit dem Plattenmaß nicht zusammen.

Technische Daten
Leistung
2.100 W laut Produktseite, 1800–2100 W laut Gebrauchsanweisung
Kochfläche
30 × 20 cm laut Datenblatt; 1.300 cm² in offener Stellung laut Produkttext
Grillplatten
Aluminium-Gussplatten mit Antihaftbeschichtung, abnehmbar
Temperaturregelung
stufenlos, Stufen 1 bis 5 — ohne jede Gradangabe
Stellungen
Kontaktgrill bei 90°, Tischgrill bei 180° mit ausklappbarem Standfuß
Vorheizen
ca. fünf Minuten (laut Gebrauchsanweisung)
Dafür
  • 3,5 W je cm² Plattenfläche — der höchste Wert in diesem Feld
  • Öffnet 180 Grad mit ausklappbarem Standfuß; laut Hersteller 1.300 cm² Grillfläche in offener Stellung
  • Abnehmbare Alu-Gussplatten und herausnehmbare Auffangschale, beide laut Anleitung spülmaschinentauglich
  • Cromargan-Gehäuse; die Anleitung weist die Kontaktgrill-Stellung ausdrücklich für Steaks und Burger-Patties aus
Dagegen
  • Nennt nirgends eine Temperatur — weder auf der Produktseite noch in der Gebrauchsanweisung, es gibt nur Stufe 1 bis 5
  • Die Datenblatt-Tabelle auf wmf.com hat zehn Zeilen und genau eine technische Zahl; Gewicht, Maße und Leistung fehlen dort
  • 30 × 20 cm mal zwei ergeben 1.200 cm², WMF nennt für die offene Stellung 1.300 cm² — die eigenen Zahlen gehen nicht auf
  • Die obere Platte hebst du laut Anleitung beim Schließen selbst auf die nötige Höhe; ein selbstjustierendes Scharnier beschreibt WMF nicht

Kaufen, wenn

dir Verarbeitung und ein Cromargan-Gehäuse auf der Arbeitsplatte wichtiger sind als ein Datenblatt — und du ohnehin nach Gefühl grillst.

Nicht kaufen, wenn

du wissen willst, wie heiß die Platte wird: Diese Zahl gibt es bei diesem Gerät an keiner Stelle.

Warum ein Gerät ohne Display auf Platz 2 steht

Die Reihenfolge folgt der Gewichtung, nicht dem Gefühl — und sie fällt anders aus, als eine Suche nach dem Stichwort Steak vermuten lässt.

Der Rommelsbacher KG 2025 gewinnt, weil er als einziges Gerät beide Hälften der entscheidenden Frage beantwortet. Er nennt die Plattendicke (3 cm Alu-Druckguss) und das Gewicht, er nennt die Temperatur in Grad statt in Stufen, und aufgeklappt lassen sich beide Flächen getrennt regeln. Rommelsbacher schreibt in die eigene Anleitung, wie man ein Rinderfilet behandelt: bei 230 °C anbraten, dann bei etwa 120 °C fertig ziehen. Auf diesem Gerät lässt sich das in einem Zug machen — links heiß, rechts mild.

Der Steba PG 4.4 landet auf Platz 2, obwohl er weder Display noch Timer hat und obwohl seine Leistung je Fläche mit 2,4 W je cm² die niedrigste im Feld ist. Der Grund ist Masse: 6,4 kg, gut zwei Kilo mehr als das nächstschwerere Gerät, in massiven Druckgussplatten. Dazu kommt das selbstjustierende 3D-Scharnier — die einzige ausdrückliche Herstellerangabe im ganzen Vergleich dazu, dass die obere Platte sich auf das Fleisch legt statt darauf zu kippen. Für ein Steak zählt beides mehr als eine Programmliste.

Zwischen Platz 2 und Platz 3 liegt genau ein Punkt. Wer die Sensorik höher gewichtet als die Mechanik, dreht die beiden um — und liegt damit nicht falsch, sondern hat andere Prioritäten.

Bewertungsmatrix

Steba PG 4.4

72

Gut

72 von 100

  • Hitzereserve aus Leistung je Fläche und PlattenmasseGewicht 27 %78

    2.000 W auf 851 cm² je Platte sind 2,4 W je cm² — der niedrigste Wert im Feld. Dagegen stehen 6,4 kg Gerätemasse, gut zwei Kilo mehr als beim Rommelsbacher, in massiven Druckgussplatten. Die Wärme kommt hier aus dem Material statt aus der Leistung. Eine Plattendicke nennt Steba nicht. (Berechnung)

  • Plattenführung: planparallel und offene FlächeGewicht 23 %92

    Als Einziger im Feld nennt der Hersteller ein selbstjustierendes 3D-Scharnier — genau die Eigenschaft, die entscheidet, ob die obere Platte auf einem ungleich dicken Steak plan aufliegt. Dazu Scharnierhebel für 4 cm Überbackenabstand und volle Aufklappung auf doppelte Fläche. Bestwert hier. (Herstellerangabe)

  • Garpunkt treffenGewicht 18 %50

    Ein stufenloser Schieber von 1 bis 5, kein Display, kein Timer, keine Temperaturanzeige. Welche Stufe welche Temperatur bedeutet, steht ausschließlich in der Gebrauchsanweisung (Stufe 5 ca. 230 °C). Für den Garpunkt bleibt der Grillkompass auf dem Deckel — Richtwerte in Minuten. (Herstellerangabe)

  • Vollständigkeit der HerstellerangabenGewicht 14 %52

    Die Produktseite nennt Leistung, Gewicht, Maße, Grillfläche, Gehäuse, Artikelnummer und EAN — aber keine Temperatur, keine Plattendicke, keinen Timer und keine Vorheizzeit, während sie das Gerät als eines der heißesten bewirbt. Die Stufenwerte in Grad stehen nur in der Anleitung. Abzug genau dafür: Werbung mit Hitze ohne veröffentlichte Zahl. (Datenlage)

  • Reinigung und ErsatzplattenGewicht 9 %74

    Platten rasten aus und lassen sich einzeln reinigen, Ersatzplatten führt Steba selbst (glatt und Waffel). Punktabzug für den fehlenden Auffangbehälter — laut Anleitung stellst du einen Teller unter den Fettablauf. Zur Spülmaschinentauglichkeit sagt Steba nichts. (Herstellerangabe)

  • Preisklasse zur gebotenen SubstanzGewicht 9 %76

    Gleiche Preisklasse wie die anderen drei. Dafür gibt es die größte Fläche, das höchste Gewicht und Fertigung in Deutschland — aber die dünnste Ausstattung. Wer Elektronik will, zahlt hier für Blech und Guss. (Marktbeobachtung)

Gesamtnote = gewichteter Mittelwert, auf ganze Punkte gerundet. Die Gewichte gelten für alle Geräte einer Kategorie gleich und stehen in der Methodik.

Der Tefal OptiGrill Elite GC750D ist das einzige Gerät hier, das den Garpunkt selbst bestimmt, und bekommt dafür die Höchstnote im Kriterium Garpunkt. Er verliert an zwei Stellen: Er klappt nicht flach auf, und er sagt nichts über seine eigene Wärme. Kein Gewicht, keine Plattendicke, keine Temperatur im Datenblatt. Dass er über 4 cm dickes Fleisch ablehnt und vor jedem Garvorgang neu vorheizt, steht ebenfalls nur in der Anleitung.

Warum Platz 4 trotzdem für jemanden richtig sein kann

Der WMF Lono Kontaktgrill 2in1 hat in diesem Feld den höchsten Wert bei der Leistung je Fläche — 3,5 W je cm² — und wird trotzdem Letzter. Das liegt nicht an einem gemessenen Mangel, sondern daran, dass sich über dieses Gerät fast nichts belegen lässt.

Bewertungsmatrix

WMF Lono Kontaktgrill 2in1

55

Befriedigend

55 von 100

  • Hitzereserve aus Leistung je Fläche und PlattenmasseGewicht 27 %62

    2.100 W auf 600 cm² sind 3,5 W je cm² — der höchste Wert im Feld. Zur Masse gibt es nichts: WMF veröffentlicht weder Gerätegewicht noch Plattendicke, weder auf der Produktseite noch in der Anleitung. Die Hälfte der Frage ist damit nicht beantwortbar, und dafür gibt es Abzug. (Datenlage)

  • Plattenführung: planparallel und offene FlächeGewicht 23 %68

    Öffnet laut Anleitung um volle 180 Grad, mit ausklappbarem Standfuß, und ist damit ein echter Tischgrill. Zum Kontaktgrillen heißt es dort aber wörtlich, man solle die obere Grillplatte bis zur benötigten Höhe anheben — die Anpassung an die Dicke ist Handarbeit, kein Mechanismus. (Herstellerangabe)

  • Garpunkt treffenGewicht 18 %42

    Stufen 1 bis 5, stufenlos, ohne jede Gradangabe. Die Rezepte in der Anleitung arbeiten mit „Stufe 4“ und „Stufe 5“; was das in Grad bedeutet, sagt WMF nicht. Kein Display, kein Timer, kein Sensor. Niedrigster Wert im Feld. (Herstellerangabe)

  • Vollständigkeit der HerstellerangabenGewicht 14 %30

    Die Datenblatt-Tabelle auf wmf.com hat zehn Zeilen und genau eine technische Zahl: Kochfläche 30 × 20 cm. Die Leistung steht nur im Werbetext und in der Anleitung. Es fehlen Gewicht, Abmessungen, Plattendicke und jede Temperatur. Dazu widersprechen sich 30 × 20 cm und die genannten 1.300 cm². Schlechteste Datenlage im Vergleich. (Datenlage)

  • Reinigung und ErsatzplattenGewicht 9 %70

    Abnehmbare Platten und herausnehmbare Auffangschale stehen im Datenblatt; laut Anleitung dürfen beide in die Spülmaschine, WMF empfiehlt aber Handwäsche, um die Beschichtung zu schonen. Ersatzplatten führt die Produktseite nicht, nur einen allgemeinen Ersatzteil-Service. (Herstellerangabe)

  • Preisklasse zur gebotenen SubstanzGewicht 9 %55

    Gleiche Preisklasse wie die anderen drei, aber der dünnste Datensatz und die wenigsten belegbaren Eigenschaften. Du zahlst hier für Cromargan und Formgebung, nicht für nachprüfbare Technik. (Marktbeobachtung)

Gesamtnote = gewichteter Mittelwert, auf ganze Punkte gerundet. Die Gewichte gelten für alle Geräte einer Kategorie gleich und stehen in der Methodik.

Trotzdem gibt es Leute, für die er die richtige Wahl ist: Er öffnet vollständig auf 180 Grad mit ausklappbarem Standfuß, er ist aus Cromargan gebaut, Platten und Auffangschale sind abnehmbar, und die Anleitung nennt die Kontaktgrill-Stellung ausdrücklich für Steaks und Burger-Patties. Wer ohnehin nach Gefühl grillt und ein Gerät sucht, das auf der Arbeitsplatte gut aussieht, verliert mit ihm nichts — nur die Möglichkeit nachzurechnen.

Und in diesem Punkt ist die Bewertung ehrlicherweise streng: Ein Abzug für „Datenlage“ bedeutet nicht, dass die Platte zu kühl ist. Er bedeutet, dass niemand weiß, wie heiß sie wird.

So haben wir gerechnet

Die Leistung je cm² Plattenfläche ist die einzige Kennzahl, die sich aus veröffentlichten Herstellerangaben für alle vier Geräte tatsächlich bilden lässt. Sie sagt, wie viel Heizleistung auf jeden Quadratzentimeter Kontaktfläche entfällt — der eine Teil der Hitzereserve.

GerätLeistung laut HerstellerFläche je PlatteLeistung je cm²Gerätegewicht
WMF Lono Kontaktgrill 2in12.100 W600 cm²3,5 Wnicht veröffentlicht
Tefal OptiGrill Elite GC750D2.000 W600 cm²3,3 Wnicht veröffentlicht
Rommelsbacher KG 2025bis 2.200 W681,5 cm²3,2 W4,10 kg
Steba PG 4.42.000 W851 cm²2,4 W6,4 kg

Diese Tabelle ist die genaue Umkehrung unserer Rangfolge, und das ist Absicht. Der zweite Teil der Hitzereserve ist die Masse — und die Spalte ganz rechts zeigt, warum eine Bewertung allein nach Watt in die Irre führt: Bei der Hälfte der Geräte ist sie leer.

Was ein Fremdtest gemessen hat

Wir testen nicht selbst. Umso wichtiger ist, was Redaktionen mit Messgeräten herausgefunden haben — hier in eigenen Worten, mit Quelle und Abrufdatum:

Unser Erstplatzierter kam bei ETM auf Rang 6 von 12 — das ist kein Widerspruch, sondern eine andere Frage. ETM misst, was beim Grillen herauskommt, quer über alle Anwendungen von Panini bis Gemüse. Wir bewerten, wie belegbar ein Gerät für Steaks ist. Wer eine Rangfolge nach gemessenen Grillergebnissen sucht, ist bei ETM richtig; wer wissen will, welcher Hersteller seine Zahlen offenlegt, hier.

So haben wir bewertet

Alle Geräte einer Liste werden mit identischen Kriterien und identischen Gewichten bewertet. Die Note ist ein gewichteter Mittelwert, auf ganze Punkte gerundet — sie wird berechnet, nicht vergeben.

KriteriumGewichtWas hineinfließt
Hitzereserve aus Leistung je Fläche und Plattenmasse27 %Leistung je cm², Plattendicke und -material, Gerätegewicht
Plattenführung: planparallel und offene Fläche23 %Scharnierbauart, Höhenverstellung, 180-Grad-Stellung, Dickengrenze
Garpunkt treffen18 %Sensorik oder Temperatur in Grad, Display, Timer, getrennte Zonen
Vollständigkeit der Herstellerangaben14 %Welche Zahlen veröffentlicht sind — und wo sie stehen
Reinigung und Ersatzplatten9 %Herausnehmbare Platten, Auffangschale, Nachkauf von Platten
Preisklasse zur gebotenen Substanz9 %Verhältnis von Preisklasse zu belegbarer Technik

Fehlt eine Herstellerangabe, gibt es Punktabzug statt einer Schätzung. Genau deshalb liegt ein Gerät mit dem höchsten Leistungswert im Feld auf dem letzten Platz. Die vollständigen Regeln stehen in der Methodik.

Beschichtung: eine Frage, die hier mitspielt

Von den vier Geräten nennt nur Rommelsbacher den Beschichtungstyp ausdrücklich — Keramik, laut Hersteller PFAS-frei. Die anderen drei schreiben „Antihaftbeschichtung“ und lassen offen, worum es sich handelt. Was PFAS, PTFE und Teflon voneinander unterscheidet und warum die Auskunft mehr wert ist als das Werbewort, steht im Ratgeber zur Beschichtung. Wie beschichtete Platten sauber bleiben, ohne dass die Schicht leidet, erklärt der Ratgeber zur Reinigung — die Regeln gelten für Grillplatten genauso.

Warum die Wattzahl ohne die Grillfläche nichts aussagt und woran die Kruste wirklich hängt, steht im Ratgeber zur Hitzereserve.

Dr. Michael Niestroj, Herausgeber & verantwortlicher Redakteur

Verantwortlich für diese Seite

Dr. Michael Niestroj

Herausgeber & verantwortlicher Redakteur

Michael verantwortet Warenrat redaktionell und technisch. Sein Ansatz kommt aus der Softwareentwicklung und der Datenanalyse: Eine Kaufempfehlung ist nur so viel wert wie die Rechnung dahinter. Deshalb steht bei jedem Gerät offen, welche Kriterien mit welchem Gewicht in die Note eingeflossen sind und woher jede Zahl kommt — Herstellerangabe, Norm, Bedienungsanleitung, zitierter Fremdtest oder eigene Messung. Und wenn eine Einschätzung falsch war, wird sie sichtbar korrigiert statt still überschrieben.

Wie dieses Urteil entstanden ist

Bewertungsgrundlage: Datenanalyse aus Herstellerangaben, Bedienungsanleitungen, Normwerten und ausgewerteten Fremdtests — kein eigener Praxistest. Deshalb schreiben wir „Empfehlung“ und nicht „Testsieger“.

KI-Transparenz: Recherche, Datenaufbereitung und Textentwurf entstanden mit KI-Unterstützung und wurden anschließend redaktionell geprüft und verantwortet. Details

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