Auf der Verpackung jedes Kontaktgrills steht „antihaftbeschichtet“. Das ist keine Materialangabe, sondern eine Eigenschaft — vergleichbar mit „wasserabweisend“ bei einer Jacke. Woraus die Schicht besteht, steht meist nicht dabei.
Ein Material in vier Datenblättern
Wir haben für unsere Bestenliste vier Kontaktgrills geprüft. So beschreiben sie ihre Platten:
| Gerät | Angabe zur Beschichtung |
|---|---|
| Rommelsbacher KG 2025 | Keramik, laut Hersteller PFAS-frei |
| Steba PG 4.4 | wendbare Antihaft-Druckgussplatten |
| Tefal OptiGrill Elite GC750D | Aluguss, antihaftbeschichtet |
| WMF Lono Kontaktgrill 2in1 | Aluminium-Gussplatten mit Antihaftbeschichtung |
Das Wichtigste in Kürze
- Genannte Beschichtungsmaterialien
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Drei der vier nennen das Trägermaterial — Aluminium beziehungsweise Alu-Druckguss —, aber nicht die Schicht darauf. Das Trägermaterial bestimmt die Wärmespeicherung, die Schicht bestimmt, was in dein Essen gelangt und wie lange die Platte hält. Es sind zwei verschiedene Fragen, und beantwortet wird meist nur die erste.
Warum das Material eine Rolle spielt
Es gibt im Wesentlichen zwei Wege, eine Fläche antihaftend zu machen:
- Fluorpolymere (die bekannteste Marke davon ist Teflon) gleiten ausgezeichnet und sind unempfindlich gegen Säuren. Sie gehören zur Stoffgruppe der PFAS — per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen —, die in der EU zunehmend im Regulierungsfokus steht. Bei sehr hoher Hitze und bei Beschädigung der Schicht können Bestandteile freigesetzt werden.
- Keramische Beschichtungen auf Silikatbasis enthalten keine Fluorpolymere. Sie sind hitzefester, aber empfindlicher gegen Abrieb: Sie verlieren ihre Gleiteigenschaft mit der Zeit schneller.
Für einen Kontaktgrill ist der Unterschied nicht theoretisch. Die Geräte in unserem Vergleich arbeiten bis 230 °C, eines bis 240 °C — also im oberen Bereich dessen, was Beschichtungen aushalten.
Der zweite blinde Fleck: die Spülmaschine
Bei einem Gerät, dessen Platten fettig werden, ist die Frage naheliegend — und sie wird noch seltener beantwortet als die nach dem Material:
- Tefal OptiGrill Elite GC750D: Platten und Saftauffangschale sind laut Datenblatt spülmaschinengeeignet. Das einzige Gerät im Feld mit ausdrücklicher Angabe.
- Rommelsbacher KG 2025: Platten werkzeuglos herausnehmbar, Schaber liegt bei — zur Spülmaschine sagt der Hersteller nichts.
- Steba PG 4.4: Platten rasten aus und lassen sich einzeln reinigen — zur Spülmaschine nichts.
Hier ist das Fehlen der Angabe praktisch folgenreich. Wer eine keramikbeschichtete Platte auf gut Glück in die Maschine legt, riskiert die Schicht: Reinigertabletten sind stark alkalisch und greifen Beschichtungen deutlich schneller an als Handspülmittel. Nichts zu sagen ist in diesem Fall nicht dasselbe wie zu erlauben.
So hält die Beschichtung länger
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Nur weich reinigen
Ein Kunststoffschaber und ein feuchtes Tuch, solange die Platte noch handwarm ist. Metallschwämme und Scheuermittel beenden jede Beschichtung — auch Keramik.
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Keine Metallwender benutzen
Eine einzige Kerbe reicht: Ab dort löst sich die Schicht weiter, und darunter liegt blankes Aluminium.
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Nicht heiß mit kaltem Wasser abschrecken
Der Temperatursprung arbeitet gegen die Haftung zwischen Schicht und Träger.
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Nicht leer auf höchster Stufe vorheizen
Bei Fluorpolymeren ist das der Zustand, in dem die Schicht am stärksten belastet wird. Tefal schreibt ohnehin ein Vorheizen von 4 bis 7 Minuten vor — mit Grillgut, nicht darüber hinaus.
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Ersatzplatten prüfen, bevor du kaufst
Rommelsbacher führt ein Grillplatten-Set und ein Waffelplatten-Set als Nachkauf, Steba glatte und Waffelplatten, Tefal Planchaplatten. Ein Gerät mit nachkaufbaren Platten ist reparierbar, eines ohne ist ein Verbrauchsgegenstand.
Was du im Regal fragen solltest
Die Reihenfolge nach Nützlichkeit: erst das Beschichtungsmaterial, dann die Spülmaschinentauglichkeit, dann die Nachkaufbarkeit der Platten. Alle drei entscheiden über die Lebensdauer, und alle drei sind bei der Mehrheit der Geräte nicht dokumentiert.
Dass genau dieses Muster — die kaufentscheidende Angabe fehlt, das Marketing füllt die Lücke mit einem Eigenschaftswort — kein Einzelfall der Kontaktgrills ist, zeigt der Ratgeber zu fehlenden Herstellerangaben. Welche Rolle Plattendicke und Gerätemasse für die Hitzereserve spielen, steht im Ratgeber zur Hitzereserve und in der Bestenliste der Kontaktgrills.
Das einzige Gerät im Feld, dessen Hersteller das Beschichtungsmaterial nennt:
Häufige Fragen
Ist die Antihaftbeschichtung eines Kontaktgrills gesundheitsschädlich?
Was bedeutet PFAS-frei bei Grillplatten?
Darf ich Grillplatten in die Spülmaschine geben?
Keramik oder Teflon — was hält länger?
Kann ich Grillplatten nachkaufen?

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