2 weitere Fragen dazu
Inhalt · 6 Abschnitte
Die Frage wird fast immer als Preisfrage gestellt und lässt sich nur als Platzfrage beantworten.
Von den vier Siebträgern, die wir verglichen haben, bringt genau einer ein Mahlwerk mit:
Das Wichtigste in Kürze
- Geräte mit Mahlwerk
- 1 von 4
- Geräte mit E.S.E.-Pad-Einsatz
- 1 von 4
Was das Mahlwerk tatsächlich leistet
Beim Espresso entscheidet der Mahlgrad über das Ergebnis, und zwar deutlicher als bei jeder anderen Zubereitungsart. Das Wasser steht nur Sekunden mit dem Pulver in Kontakt, und in dieser Zeit muss alles herausgelöst werden. Ist zu grob gemahlen, rauscht das Wasser durch und der Espresso ist dünn und sauer. Ist zu fein gemahlen, kommt kaum etwas an und schmeckt bitter.
Ein integriertes Mahlwerk nimmt einem diese Abstimmung nicht ab — es macht sie überhaupt erst möglich. Der Gastroback Barista Pro hat dafür 30 Mahlgradeinstellungen und mahlt direkt in den eingesetzten Siebträger.
Fertiges Pulver aus der Packung hat dagegen genau einen Mahlgrad, und der ist ein Kompromiss für alle Maschinen dieser Welt. Man kann damit guten Kaffee machen. Man kann ihn nur nicht anpassen.
Die Rechnung, die oft nicht aufgeht
„Ohne Mahlwerk ist billiger“ stimmt beim Kauf und kann danach kippen. Drei Punkte gehören in die Rechnung:
- Die Mühle kommt dazu. Wer frisch mahlen will, kauft sie separat — mit eigenem Preis, eigenem Stromanschluss und eigener Stellfläche.
- Der Platzvorteil verschwindet. Das schmalste Gerät in unserem Vergleich ist 150 Millimeter breit. Eine Handmühle braucht wenig, eine elektrische Espressomühle ungefähr so viel wie die Maschine selbst. Dann steht man wieder bei der Grundfläche des Geräts mit eingebautem Mahlwerk.
- Ein Arbeitsgang mehr. Mahlen, umfüllen, tampern statt mahlen-in-den-Siebträger, tampern. Klingt klein, entscheidet aber darüber, ob morgens tatsächlich frisch gemahlen wird.
Die vier Wege zum Mahlgut in unserem Feld
| Gerät | Weg zum Mahlgut | Zu Amazon |
|---|---|---|
Gastroback Barista Pro | Kegelmahlwerk aus Edelstahl, 30 Mahlgrade, mahlt direkt in den Siebträger | nur beim Hersteller |
Gastroback Piccolo Pro | Pulver oder E.S.E.-Pads — der Einsatz liegt bei | nur beim Hersteller |
Severin KA 5997 | Pulver; Siebe für 1 und 2 Tassen, Kaffeelöffel mit Tamper | nur beim Hersteller |
Severin KA 5978 | Pulver; Filtereinsatz und Messlöffel, kein Tamper | nur beim Hersteller |
Bilder: Gastroback (Herstellerbild, Ausschnitt) · Gastroback (Herstellerbild) · Severin (Herstellerbild)
Die zweite Zeile ist der interessante Fall. Ein E.S.E.-Pad ist ein vorportioniertes Kaffeepad aus Filterpapier — es kommt in den normalen Siebträger und danach in den Biomüll. Wer wegen der Bequemlichkeit von Kapseln kommt, hat damit eine zweite Betriebsart für Tage, an denen es schnell gehen muss, ohne auf ein Kapselsystem festgelegt zu sein.
Der Tamper ist kein Zubehör
Ein Punkt, der bei Geräten ohne Mahlwerk wichtiger wird: Wenn das Pulver nicht direkt in den Siebträger gemahlen wird, muss es umgefüllt und angedrückt werden — und die Andruckkraft ist ein echter Faktor.
Genau ein Hersteller in unserem Feld nennt dazu eine Zahl. In der Anleitung des Barista Pro steht: „Das Kaffeepulver sollte mit einer Kraft von 12-13 kg angedrückt werden.“ Das ist deutlich mehr, als die meisten intuitiv aufwenden.
Drei der vier Geräte legen einen Tamper bei, eines nicht. Wo keiner dabei ist, gehört er auf die Einkaufsliste — mit dem Plastiklöffel aus der Packung wird das nichts.
Wann du ohne Mahlwerk kaufen solltest
- Du hast schon eine Mühle. Dann ist die Entscheidung getroffen.
- Der Platz ist der Engpass. 150 Millimeter Breite bekommt man mit eingebautem Mahlwerk nicht.
- Du willst erst herausfinden, ob Siebträger überhaupt dein Ding ist. Mit Pulver oder Pads anzufangen und die Mühle später zu ergänzen, ist ein vernünftiger Weg.
Wann du mit Mahlwerk kaufen solltest
- Du willst eine Maschine, nicht zwei. Bohne rein, Espresso raus.
- Du wechselst die Bohnen. Verschiedene Röstungen brauchen verschiedene Mahlgrade, und daran wird eine Packung fertiges Pulver nie mitkommen.
- Du hast den Platz. Das Gerät mit Mahlwerk in unserem Vergleich ist 322 Millimeter breit und wiegt 8,2 Kilogramm.
Alle vier Geräte mit Noten und vollständiger Matrix stehen in der Bestenliste der Espressomaschinen ohne Kapseln. Was beim ersten eigenen Siebträger tatsächlich über das Ergebnis entscheidet, klärt der Ratgeber für Einsteiger.
Häufige Fragen
Ist eine Espressomaschine ohne Mahlwerk schlechter?
Kann ich fertig gemahlenen Kaffee für den Siebträger nehmen?
Was sind E.S.E.-Pads und sind das Kapseln?
Lohnt sich eine separate Kaffeemühle oder besser ein Gerät mit Mahlwerk?
Brauche ich einen Tamper?

Verantwortlich für diese Seite
Herausgeber & verantwortlicher Redakteur
Michael verantwortet Warenrat redaktionell und technisch. Sein Ansatz kommt aus der Softwareentwicklung und der Datenanalyse: Eine Kaufempfehlung ist nur so viel wert wie die Rechnung dahinter. Deshalb steht bei jedem Gerät offen, welche Kriterien mit welchem Gewicht in die Note eingeflossen sind und woher jede Zahl kommt — Herstellerangabe, Norm, Bedienungsanleitung, zitierter Fremdtest oder eigene Messung. Und wenn eine Einschätzung falsch war, wird sie sichtbar korrigiert statt still überschrieben.
Bewertungsgrundlage: Datenanalyse aus Herstellerangaben, Bedienungsanleitungen, Normwerten und ausgewerteten Fremdtests — kein eigener Praxistest. Deshalb schreiben wir „Empfehlung“ und nicht „Testsieger“.
KI-Transparenz: Recherche, Datenaufbereitung und Textentwurf entstanden mit KI-Unterstützung und wurden anschließend redaktionell geprüft und verantwortet. Details
Fehler gefunden oder neue Information? Schreib an redaktion@warenrat.de — wir korrigieren und vermerken die Änderung im Beitrag.





