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Fondue für Schoko und Käse: Welches Gerät beides wirklich erklärt

Käse bei rund 90 Grad, Schokolade bei rund 45: Ein Gerät, das beides können soll, muss zwei sehr verschiedene Dinge tun. Fünf Hersteller werben damit, zwei erklären es — und dort, wo Mengen stehen, unterscheiden sie sich um das Doppelte.

Dr. Michael NiestrojVeröffentlicht 17. September 2026Aktualisiert 17. September 20268 Min. Lesezeit
Gehört zum VergleichFondue für 6 Personen: 6 elektrische Sets im Vergleicheine weitere Frage dazu am Ende des Beitrags
Inhalt · 6 Abschnitte
  1. 01Fünf werben damit, zwei erklären es
  2. 02WMF ist der ehrliche Fall
  3. 03Die Programmnamen sind Temperaturbereiche, keine Zubereitungen
  4. 04Wie viel Käse, wie viel Schokolade? Zwei Antworten, Faktor zwei
  5. 05Der Wechsel am selben Abend — hier trennen sich die beiden
  6. 06Was das für die Kaufentscheidung heißt

Ein Fondue-Abend läuft selten einspurig: erst Käse, später Schokolade zum Nachtisch, oder Öl für die Runde und danach Obst in geschmolzene Kuvertüre. Die Frage, mit der die meisten in den Laden gehen, lautet deshalb nicht „welches Fondue“, sondern: Kann ein Gerät beides?

Werben tun damit fast alle. Wir haben bei sechs elektrischen Fondue-Sets aus sechs Häusern nachgesehen, was die Hersteller zu Käse und Schokolade tatsächlich hinschreiben — auf der Produktseite und in der Bedienungsanleitung. Das Ergebnis ist ein Gefälle.

Fünf werben damit, zwei erklären es

Auf der Verkaufsseite ist die Sache eindeutig. Tefal verspricht ein „einstellbares Thermostat für die perfekte Wärmeregulierung und jede Art von Fondue (Käse, Öl, Schokolade…)“. Kela nennt sein Gerät einen „echten Allrounder“ für „Öl-, Käsefondue oder Fleischfondue oder ob es doch lieber ein Schokofondue sein soll“. Klarstein wirbt mit „Käsefondue mit Freunden, Schokoladenfondue zum Dessert oder herzhaftes Fleischfondue“.

Schlägt man dann die Bedienungsanleitung auf, sieht es anders aus:

GerätProduktseite wirbt mit Käse und SchokoAnleitung erklärt beidesMengen genanntZu Amazon
Rommelsbacher F 1200jaja — eigene Programme und RezeptejaPreis auf Amazon prüfenAnzeige
Spring ELEKTRO LINE PROFESSIONALjaja — eigene Kapitel und RezeptejaPreis auf Amazon prüfenAnzeige
Kela Simplon 66980janein — kein Vorkommen auf 64 SeitenneinPreis auf Amazon prüfenAnzeige
Klarstein Bambus Fonduejanein — kein Vorkommen auf 28 SeitenneinPreis auf Amazon prüfenAnzeige
Tefal EF2658javor dem Kauf nicht lesbarPreis auf Amazon prüfenAnzeige
WMF Lononeinnein — kein Vorkommen auf 37 SeitenneinPreis auf Amazon prüfenAnzeige

Bilder: Keck & Lang GmbH / kela (Herstellerbild) · Klarstein / Chal-Tec GmbH (Herstellerbild) · Rommelsbacher ElektroHausgeräte (Herstellerbild) · Spring International / Küchenprofi Group (Herstellerbild) · Tefal / Groupe SEB (Herstellerbild) · WMF Business Unit Consumer GmbH (Herstellerbild)

Das Wichtigste in Kürze

Häuser, die mit Käse und Schokolade werben
5 von 6
Häuser, deren Anleitung beides beschreibt
2 von 6
Anleitungsseiten ohne ein einziges Vorkommen
129

Die 129 Seiten sind die Summe der drei vollständig durchsuchten Anleitungen, in denen weder Käse noch Schokolade vorkommen: WMF 37, Kela 64, Klarstein 28. Gesucht wurde nicht nur im deutschen Teil, sondern über dreizehn Sprachwurzeln — neben „Käse“ und „Schokolade“ auch cheese, fromage, formaggio, queso, queijo, kaas, chocolate, chocolat und cioccolato. Gegengeprüft mit einer Kontrollsuche nach „Fondue“, „Brühe“ und „Öl“, die in denselben Dateien 225, 198 und 10 Treffer findet: Der Text ist also angekommen; die Wörter fehlen.

Bei Kela und Klarstein steht in der Bedienung stattdessen genau ein Satz zur Befüllung. Klarstein: „Stellen Sie den mit Öl oder Brühe befüllten Topf auf die Heizplatte.“ Kela führt auf der Produktseite „ca. 1,7 Liter Öl oder Brühe“. Wer nach dem Kauf wissen will, wie man Käse hineinbekommt, findet dort nichts.

WMF ist der ehrliche Fall

Ein Ergebnis dieser Auszählung überrascht: Das einzige Haus, dessen Verkaufstext und Anleitung übereinstimmen, ist ausgerechnet das, das am wenigsten verspricht.

Der WMF Lono wirbt nicht mit Käse- oder Schokoladenfondue. Auf der Produktseite kommen die Wörter nicht vor, in der 37-seitigen Anleitung ebenso wenig. Was dort steht, ist konsequent durchgezogen: „Füllen Sie die gewünschte Menge Öl oder Brühe (Bouillon) in den Fonduetopf“, dazu eine Vorheizzeit von rund 20 Minuten — für Öl und Brühe. Das Gerät ist als Öl- und Brühfondue verkauft und als solches beschrieben.

Das ist keine Empfehlung gegen Käse, sondern eine Auskunft: Wer den Lono kauft, weiß, wofür der Hersteller einsteht. Kela und Klarstein bewerben beides und lassen den Käufer damit allein — und das ist der teurere Fall, weil sich die Erwartung an der Werbung bildet und nicht an dem Heft, das erst nach dem Kauf im Karton liegt.

Das Wichtigste in Kürze

Häuser, deren Werbung und Anleitung übereinstimmen
1 von 6
Häuser, die werben und in der Bedienung schweigen
2 von 6

Die Programmnamen sind Temperaturbereiche, keine Zubereitungen

Wer ein Gerät für Schoko und Käse sucht, sucht in der Praxis nach beschrifteten Tasten. Zwei Geräte haben sie: Rommelsbacher mit „Chocolate“, „Cheese“ und „Fondue“, Spring mit „Fondue“, „Käse“ und „Schokolade“. Was diese Tasten bedeuten, sagt nur eines der beiden — und die Antwort ist nicht die erwartete.

Rommelsbacher überschreibt das entsprechende Kapitel wörtlich mit „Programme – Temperaturbereiche“ und veröffentlicht fünfzehn Stufen in Grad:

ProgrammStufenVoreinstellung
Chocolate35 · 40 · 45 · 50 · 55 °Cca. 45 °C
Cheese70 · 80 · 90 · 100 · 110 °Cca. 90 °C
Fondue150 · 160 · 170 · 180 · 190 °Cca. 170 °C

Zwei Dinge daran sind aufschlussreich. Erstens empfiehlt der Hersteller selbst, die Namen zu ignorieren: „Durch den geschickten Wechsel zwischen den 3 Programmen/Temperaturbereichen können Sie die für Ihre Anwendung erforderliche Temperatur selbst bestimmen.“ Das Beispiel dazu betrifft kein Käsefondue, sondern ein zu heiß geratenes Öl- oder Brühfondue: „Sie haben das Programm ‚Fondue‘ mit Temperaturstufe ‚1‘ gewählt, der Inhalt kocht stark statt nur zu köcheln. Wechseln Sie in das Programm ‚Cheese‘ und wählen Sie die Temperaturstufe ‚4‘ oder ‚5‘.“

Zweitens funktioniert es umgekehrt genauso: Das Käserezept desselben Hauses beginnt im Programm „Fondue“, weil der Weißwein erst aufkochen muss — „höchste Stufe im Programm ‚Fondue‘“, also bei rund 190 Grad. Erst danach wird auf „Cheese“ gewechselt.

Das Wichtigste in Kürze

Einstellbare Stufen insgesamt
15
Grad zwischen „Cheese“ (max. 110) und „Fondue“ (min. 150)
40

Diese 40 Grad sind eine echte Lücke: Zwischen 110 und 150 Grad lässt sich an diesem Gerät nichts einstellen, zwischen 55 und 70 Grad ebenfalls nicht. Für Käse und Schokolade spielt das keine Rolle — beide liegen mitten in ihrem Bereich. Es zeigt nur, was die drei Tasten sind: drei Fenster auf einer Skala, nicht drei Rezeptautomaten.

Wie viel Käse, wie viel Schokolade? Zwei Antworten, Faktor zwei

Die praktischste Frage vor einem Abend mit zwei Gängen ist die nach der Menge. Genau zwei der sechs Häuser beantworten sie — und sie beantworten sie verschieden.

Rommelsbacher F 1200Spring PROFESSIONAL
Käsefondue500 g Käse, 200 ml Weißwein1.000 g Käse, 400 ml Weißwein
Schokoladenfondue300 g Schokolade, 200 ml Sahne800 g Schokolade, 500 ml Sahne
Bezugsgröße des Hauseskeine Personenzahl im ganzen Heft„(4-5 Personen)“ bzw. „(ca. 8 Personen)“
Mitgelieferte Gabeln66

Das Wichtigste in Kürze

Häuser mit einer Mengenangabe je Zubereitung
2 von 6
Verhältnis der Käsemengen bei gleicher Gabelzahl
2 zu 1
Verhältnis der Schokoladenmengen
rund 2,7 zu 1

Beide Geräte liefern sechs Gabeln. Trotzdem nennt Spring die doppelte Käse- und fast die dreifache Schokoladenmenge. Und Spring bezieht seine beiden Rezepte auf zwei verschiedene Personenzahlen — vier bis fünf beim Käse, rund acht bei der Schokolade —, von denen keine die Gabelzahl des eigenen Geräts ist. Rommelsbacher nennt überhaupt keine: In der 44-seitigen Anleitung steht zu keinem Rezept, für wie viele es gedacht ist.

Der naheliegende Einwand wäre, der Spring-Topf sei eben größer. Das lässt sich nicht sagen, und zwar aus einem Grund, der zum Muster dieser Geräteklasse gehört: Die beiden veröffentlichten Zahlen messen nicht dasselbe. Rommelsbacher weist 1,2 Liter als nutzbare Menge aus (bei 2,5 Litern Fassungsvermögen). Spring nennt 1,4 Liter „Inhalt“ und beziffert seine MAX-Markierung nirgends — die tatsächlich einfüllbare Menge liegt also darunter, um wie viel, sagt der Hersteller nicht. Sicher ist nur: Der Topf ist nicht doppelt so groß wie der andere, die genannte Käsemenge aber schon.

Die Portion ist bei Fondue keine Einheit. Sie hängt am Haus, nicht am Gerät — und wer eine Menge sucht, findet bei vier der sechs Hersteller gar keine. Wie dieselbe Frage bei der Füllmenge in Litern ausgeht, steht in der Bestenliste der Fondue-Sets für 6 Personen: Dort beziffern zwei von sechs Häusern, wie viel überhaupt in den Topf darf.

Der Wechsel am selben Abend — hier trennen sich die beiden

Bleiben die zwei Geräte, die Käse und Schokolade wirklich beschreiben. Zwischen ihnen liegt für einen Abend mit zwei Gängen der größte Unterschied dieses Vergleichs, und er steht in keiner Produktbeschreibung.

Rommelsbacher sieht den Wechsel im laufenden Betrieb ausdrücklich vor. Es gibt dafür einen eigenen Abschnitt, „Programm bzw. Temperaturbereich während des Betriebes wechseln“, und der Hersteller weist sogar darauf hin, dass gegen Ende nachzuregeln ist: „wenn die Flüssigkeit bzw. Käse- oder Schokomasse wesentlich weniger wird, ist meist ein Nachregulieren der Temperatur nach unten notwendig“. Geschmolzen wird im Gerät: Beim Schokoladenrezept wird die Sahne im Fonduetopf erhitzt und die Schokolade unter Rühren hineingegeben.

Spring ist ein Rechaud — es hält warm und heizt nach, es kocht nicht auf. Für Käse und Schokolade heißt das: beides wird vorher woanders geschmolzen. Die Anleitung verlangt, „Käse oder Schokolade auf dem Herd zu einer homogenen Masse“ zu bringen; das Schokoladenrezept schickt die Schokolade sogar über ein Wasserbad und die Sahne in einen zweiten Topf. Auf dem Gerät gilt dann an vier Stellen dieselbe Regel: Die Masse „darf nicht kochen“.

Dazu kommt die Programmwahl. Ein Wechsel im Betrieb ist bei Spring nicht vorgesehen — für eine andere Fondue-Variante muss das Gerät aus- und wieder eingeschaltet werden, und beim Wechsel von Fett oder Brühe auf Schokolade verlangt der Hersteller zusätzlich eine Pause:

Die ideale Temperatur für Fondue mit Fett oder Brühe ist wesentlich höher als für Schokoladenfondue. Falls das Rechaud bereits für Fondue aufgeheizt hat und Sie dann zu Schokoladenfondue wechseln möchten, schalten Sie das Gerät zunächst aus und warten Sie ein paar Minuten, bis es sich abgekühlt hat.
Spring International, Gebrauchsanweisung ELEKTRO LINE PROFESSIONAL

Bemerkenswert daran ist der erste Satz: Der Hersteller macht den Temperaturunterschied selbst zum Thema — und beziffert ihn nicht. In 84 Seiten und sechs Sprachfassungen steht kein einziger Gradwert, obwohl das Gerät als einziges des Vergleichs eine eigene Temperaturanzeige hat. Sie zeigt Balken. Wie sich das im ganzen Feld verteilt, ist in der Bestenliste ausgezählt; dieselbe Quote findet sich in der Nachbarklasse, wenn man fragt, welches Raclette richtig heiß wird.

Was das für die Kaufentscheidung heißt

Drei Fälle, und sie sind sauber getrennt:

  • Käse und Schokolade sollen nacheinander in denselben Topf, ohne Umbau. Dann bleibt von den sechs Geräten eines, bei dem beides vor dem Kauf nachzulesen ist und der Programmwechsel im Betrieb vorgesehen ist: der Rommelsbacher F 1200.
  • Ein Rechaud ist in Ordnung, und der Herd ist ohnehin in der Nähe. Dann liefert Spring die mit Abstand ausführlichste Anleitung — eigene Kapitel für Käse- und Schokoladenfondue, Rezepte mit Mengen, Hinweise zur Kuvertüre. Nur die Grade fehlen, und geschmolzen wird vorher am Herd.
  • Es bleibt bei Öl und Brühe. Dann ist die Frage dieses Ratgebers gegenstandslos, und die Auswahl entscheidet sich an Füllmenge, Unterlagen und Ausstattung. Das steht in der Bestenliste.

Was in keinem der drei Fälle trägt, ist die Werbeaussage „für jede Art von Fondue“. Sie steht bei fünf von sechs Häusern auf der Seite, und bei dreien ist sie das Einzige, was zum Thema dasteht.

Häufige Fragen

Kann man in einem Fondue-Set Käse und Schokolade machen?
Technisch ja — es geht um Temperatur, und beide liegen weit unter der von Öl. Die Frage ist, ob der Hersteller es erklärt. Von sechs elektrischen Fondue-Sets in unserem Vergleich werben fünf mit Käse- und Schokoladenfondue, aber nur zwei beschreiben es in der Bedienungsanleitung: der Rommelsbacher F 1200 mit eigenen Programmen „Cheese“ und „Chocolate“ samt Gradwerten, und das Spring ELEKTRO LINE PROFESSIONAL mit eigenen Kapiteln und Rezepten. Bei WMF, Kela und Klarstein kommen die Wörter Käse und Schokolade auf zusammen 129 Anleitungsseiten kein einziges Mal vor; dort ist ausschließlich von Öl und Brühe die Rede. Bei Tefal ist vor dem Kauf keine gerätebezogene Anleitung abrufbar.
Bei welcher Temperatur schmilzt man Käse und Schokolade im Fondue?
Veröffentlicht wird das im Feld von genau einem Haus. Rommelsbacher stellt für das Programm „Chocolate“ ca. 45 °C ein und für „Cheese“ ca. 90 °C, jeweils als Werkseinstellung mit je zwei Stufen darüber und darunter — die volle Skala reicht von 35 bis 55 °C für Schokolade und von 70 bis 110 °C für Käse. Zum Vergleich: Für Fett und Brühe sind ca. 170 °C voreingestellt. Der Hersteller schränkt selbst ein, dass die Werte „je nach Inhalt im Topf“ abweichen können. Bei den anderen fünf Geräten lässt sich die passende Einstellung nicht nachlesen; das Spring-Gerät hat zwar eine Temperaturanzeige, sie zeigt aber Balken statt Zahlen.
Wie viel Käse braucht man für ein Fondue?
Darauf gibt es im Feld zwei Antworten, und sie unterscheiden sich um das Doppelte. Rommelsbacher nennt in seinem Käserezept je 250 Gramm Emmentaler und Greyerzer, also 500 Gramm, dazu 200 Milliliter trockenen Weißwein — ohne zu sagen, für wie viele Personen. Spring nennt für sein Käsefondue 900 Gramm Gruyère und 100 Gramm Appenzeller, also 1.000 Gramm, dazu 400 Milliliter Weißwein, und schreibt „(4-5 Personen)“ dazu. Beide Geräte liefern sechs Gabeln. Eine verbindliche Menge je Person gibt es also nicht — sie hängt am Hersteller, nicht am Gerät, und vier der sechs Häuser nennen gar keine.
Kann man am selben Abend von Käse auf Schokolade wechseln?
Das ist der größte Unterschied zwischen den beiden Geräten, die es überhaupt beschreiben. Rommelsbacher sieht den Wechsel im laufenden Betrieb ausdrücklich vor und hat dafür einen eigenen Abschnitt in der Anleitung; geschmolzen wird im Gerät. Beim Spring-Rechaud ist ein Wechsel im Betrieb nicht vorgesehen: Für eine andere Variante muss das Gerät aus- und wieder eingeschaltet werden, und beim Wechsel von Fett oder Brühe auf Schokolade verlangt der Hersteller zusätzlich eine Abkühlpause. Dazu kommt, dass Käse und Schokolade dort ohnehin vorher auf dem Herd geschmolzen werden — das Rechaud hält nur warm.
Warum werben Hersteller mit Käsefondue, ohne es zu erklären?
Eine Begründung dafür gibt keines der Häuser. Auffällig ist das Muster: Kela nennt sein Gerät auf der Produktseite einen „echten Allrounder“ für Öl-, Käse-, Fleisch- und Schokofondue, und in 64 Seiten Anleitung kommen Käse und Schokolade nicht vor; bei Klarstein steht die Werbung mit „Käsefondue mit Freunden, Schokoladenfondue zum Dessert“ gegen 28 Seiten, in denen die Bedienung nur „Öl oder Brühe“ kennt. Der Gegenfall ist WMF: Das Haus wirbt als einziges nicht mit Käse oder Schokolade — und beschreibt es entsprechend auch nicht. Es ist damit das einzige der sechs, bei dem Verkaufstext und Anleitung dasselbe sagen.
Was bedeuten die Programmtasten „Cheese“ und „Chocolate“?
Sie sind Temperaturbereiche, keine Rezeptprogramme — und das sagt der einzige Hersteller, der sie beziffert, selbst. Rommelsbacher überschreibt das Kapitel „Programme – Temperaturbereiche“ und empfiehlt, zwischen ihnen zu wechseln, um „die für Ihre Anwendung erforderliche Temperatur selbst zu bestimmen“. Sein Beispiel betrifft ein zu stark kochendes Öl- oder Brühfondue, für das er das Programm „Cheese“ auf Stufe 4 oder 5 vorschlägt. Umgekehrt startet sein eigenes Käserezept im Programm „Fondue“ auf höchster Stufe, weil der Wein erst aufkochen muss. Wer also „Cheese“ drückt, wählt rund 70 bis 110 Grad — nicht ein Käseprogramm.
Gehört zum VergleichFondue für 6 Personen: 6 elektrische Sets im VergleichAlle sechs Geräte werben mit geregelter Hitze. Nachlesen kann man sie bei genau einem. Sechs elektrische Fondue-Sets aus sechs Häusern — und die Frage, wie viel für sechs Personen wirklich in den Topf darf, beantworten nur zwei davon.Zum Vergleich

Eine weitere Frage dazu

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