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Saugroboter ohne Absaugstation: 6 Geräte im Vergleich

Wer ohne Absaugstation sucht, meint meistens: kein Turm im Flur. Er bekommt aber vier verschiedene Bauarten — von einem Gerät ganz ohne Station bis zu einem, das den Staub im Roboter zusammenpresst. Und ausgerechnet die Größe, die dann den Alltag bestimmt, veröffentlicht nur die Hälfte der Häuser vollständig.

Dr. Michael NiestrojVeröffentlicht 16. September 2026Aktualisiert 16. September 202612 Min. Lesezeit
Dreame D20 Saugroboter Schwarz (RLD35GA)
Bild: Dreame (Herstellerbild)
Kurz gesagt

Unsere Empfehlung

Dreame D20 Saugroboter Schwarz (RLD35GA)

Gewinnt an genau der Frage dieser Liste: Er ist das einzige Gerät, bei dem alle vier Größen dastehen, die den Aufwand ohne Station bestimmen. 700 Milliliter Staubbehälter — das Doppelte des Severin, das 2,3-Fache des Medion —, 285 Minuten Laufzeit, rund sechs Stunden Ladezeit, und als einziges Haus schreibt Dreame hin, was danach passiert: „Bei geringer Akkuladung fährt der Saugroboter zum Aufladen automatisch zur Station und setzt die Reinigung danach fort.“ Dazu die vollständigste Auskunft des Feldes — eine Wartungstabelle, die Reinigen von Ersetzen trennt, Einsatzgrenzen bis zum Betriebstemperaturbereich, der Laser nach IEC/EN 60825-1 eingeordnet, und eine Datentabelle, die sogar eine Zeile für eine Funktion führt, die das Gerät nicht hat. Zwei Haken: Die 13.000 Pa sind die höchste und zugleich am dünnsten belegte Zahl des Vergleichs, und beim größten Behälter der Liste nennt der Hersteller ausgerechnet kein Entleerungsintervall.

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Kaufen, wenn: du ohne Absaugstation auskommen willst, ohne dafür bei den Zahlen im Dunkeln zu tappen. Dieses Gerät ist das einzige der fünf, bei dem alle vier Größen dastehen, die den Aufwand ohne Station bestimmen: 700 ml Behälter, 285 Minuten Laufzeit, rund sechs Stunden Ladezeit und die Zusage, dass der Roboter nach dem Laden weitermacht. 700 ml sind das doppelte Volumen des flachsten Geräts dieses Vergleichs, und die Anleitung sagt in einer Tabelle, wann welches Teil zu reinigen und wann es zu ersetzen ist. Wenn dir außerdem wichtig ist, dass ein Hersteller seine Einsatzgrenzen vor dem Kauf hinschreibt — Wohnräume, 0 bis 40 °C, keine Steine, kein Gewerbe —, ist das hier die vollständigste Auskunft der Klasse, und sie kostet 100–250 €.

Preisklasse 100–250 € · Zur vollständigen Bewertung

Die Rangfolge

6 Geräte · Note aus gewichteten Kriterien · zu den Bewertungen ↓

  1. 1Dreame D20 Saugroboter Schwarz (RLD35GA)Unsere Empfehlung100–250 €bei Amazon71Gut
  2. 2Medion Saugroboter X41 SW (MD 11916)Als Einziger nachrüstbar50–100 €bei Amazon59Befriedigend
  3. 3AEG 7000 Saugroboter Lidar AR71HW1DG (Dark Grey)Beste Ersatzteillage im Feld250–500 €bei Amazon56Befriedigend
  4. 4Xiaomi Robot Vacuum S20 (D106)Einziger mit Messverfahren100–250 €bei Amazon51Ausreichend
  5. 5iRobot Roomba 205 DustCompactor Combo (L121040)Station im Gerät250–500 €bei Amazon46Ausreichend
  6. 6Severin Saugroboter „chill“ RB 7025Ohne jede Station100–250 €bei Amazon30Mangelhaft
Inhalt · 10 Abschnitte
  1. 01Vier Antworten auf dieselbe Frage
  2. 02Nur ein Haus lässt die Entscheidung offen
  3. 03Die Größe, um die es geht, fehlt am häufigsten
  4. 04Die höchste Zahl hat die dünnste Begründung
  5. 05Was sonst niemand hinschreibt
  6. 06Was in diesem Vergleich zählt — und was nicht
  7. 07Warum das Gerät mit der besten Antwort auf Platz fünf liegt
  8. 08Welches Gerät zu welcher Wohnung passt
  9. 09Die Fragen zu diesem Vergleich
  10. 10So haben wir bewertet

Eine Absaugstation ist ein Turm neben der Kommode. Wer sie nicht will, sucht nach „Saugroboter ohne Absaugstation“ und erwartet dasselbe Gerät ohne diesen Turm. Genau das gibt es nicht.

Was es gibt, sind vier verschiedene Bauarten, die alle unter dieselbe Suchanfrage fallen und im Alltag entgegengesetzte Folgen haben. Ein Haus sagt das selbst — AEG beantwortet die Frage in der FAQ seiner Kategorieseite: „Die Roboter ohne Absaugstation sind beutellos.“ Die übrigen fünf überlassen es dem Käufer, den Unterschied im Lieferumfang zu finden.

Vier Antworten auf dieselbe Frage

GerätWas im Karton liegtWas daraus folgt
Severin RB 7025 „chill“gar keine Station — auch kein LadedockNetzteil von Hand anstecken; das Gerät fährt nicht zurück
iRobot Roomba 205Ladedock; der Verdichter sitzt im RoboterSchmutz wird an Bord gepresst, „bis zu 60 Tage“
Medion X41 SWLadestation; Absaugstation einzeln nachrüstbarEntscheidung bleibt offen — die Station kostet extra
Xiaomi Robot Vacuum S20Ladestation (CDZD106)Absaugung nur in einer anderen Baureihe
Dreame D20Ladestation (RCS0)Absaugung nur im D20 Pro Plus oder D20 Air Plus
AEG 7000 AR71HW1DGLadestationAbsaugung nur im Schwestergerät AR71UW2SW

Bilder: AEG (Herstellerbild) · Dreame (Herstellerbild) · iRobot (Herstellerbild) · Medion (Herstellerbild) · Severin (Herstellerbild) · Xiaomi (Herstellerbild)

Das Wichtigste in Kürze

Bauarten hinter „ohne Absaugstation“
4
Geräte ohne jede Station
1 von 6
Häuser, bei denen sich die Station nachrüsten lässt
1 von 6
Häuser im Vergleich
6

Der Unterschied zwischen Zeile eins und Zeile zwei ist der größte dieser Liste, und beide tragen dieselbe Bezeichnung. Beim Severin heißt „ohne Station“ wörtlich: kein Dock, kein Stellplatz, kein Zurückfahren. Die Anleitung beschreibt, was stattdessen passiert — das Gerät reinigt, bis der Behälter voll ist oder der Akku leer, hält dann an und piept jede Minute, bis jemand den Schalter umlegt. Danach 6,5 Stunden laden, für 90 Minuten Arbeit.

Beim iRobot heißt derselbe Satz das Gegenteil: Die Station ist ins Gehäuse gewandert. Der Hersteller schreibt „Weg mit dem Dock“ und „Die Verdichtung an Bord und das Abfallmanagement machen eine separate Entleerungsstation überflüssig“ — und legt trotzdem ein Ladedock bei, zu dem der Roboter selbst zurückfährt. Die Zeile ist nicht falsch, sie meint nur die Entleerungsstation.

Nur ein Haus lässt die Entscheidung offen

Für die meisten Käufer ist das die eigentliche Frage: Wenn mich das Entleeren nach einem halben Jahr nervt — kann ich dann nachrüsten?

Bei fünf der sechs Häuser lautet die Antwort Nein, und zwar endgültig. Xiaomi, Dreame und AEG führen die Absaugung in einem anderen Gerät: Dreame trennt die drei Ausbaustufen sauber im Namen (D20 mit Ladestation, D20 Pro Plus mit „5-Liter-Staubbeutel“, D20 Air Plus mit „120 Tage Staubsaugen ohne manuelle Staubbeutelleerung“), AEG stellt neben unser Gerät den AR71UW2SW mit Entleerungsstation, Xiaomi nennt dasselbe Bauteil erst beim X20 Max „Omni-Station“. Im gesamten deutschen Dreame-Zubehör steht keine Station als einzeln bestellbares Teil, und ein anderer Hersteller derselben Klasse schreibt die Regel wörtlich hin:

Bitte beachten Sie, dass die Dockingstation des Q7 L5+ nicht separat erhältlich ist.
Roborock, FAQ zum Q7 L5 (Gerät nicht in dieser Liste)

Medion ist die Ausnahme. Das Haus verkauft im eigenen Shop die „Absaugstation MD 12035 für Saugroboter MEDION X41 SW (MD 11916)“ mit 2 Litern Fassungsvermögen und automatischem Entleeren, sofort verfügbar, und nennt dabei genau unser Modell. Wer dort ohne Station kauft, entscheidet sich nicht gegen sie, sondern noch nicht für sie.

Die Größe, um die es geht, fehlt am häufigsten

Ohne Absaugstation entscheidet eine einzige Zahl über den Alltag: Wie oft muss jemand hingehen? Dafür braucht man zwei Angaben — das Behältervolumen und die Fläche, für die das Gerät gedacht ist. Beide zusammen veröffentlichen zwei von sechs Häusern.

GerätStaubbehälterFläche laut HerstellerBehälter je m²Entleerungsintervall
Dreame D200,7 lkeine Angabenicht bildbarkeine Angabe
Xiaomi S200,4 l (mit Messverfahren)keine Angabenicht bildbar„Einfach am Wochenende leeren“
Severin RB 70250,35 l100 m²3,5 ml/m²keines — das Gerät hält an, wenn der Behälter voll ist
Medion X41 SW0,3 lkeine Angabenicht bildbar„nach jeder Benutzung“
AEG AR71HW1DG0,28 l140 m²2,0 ml/m²keine Angabe
iRobot Roomba 205keine Angabekeine Angabenicht bildbar„bis zu 60 Tage“

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Das Wichtigste in Kürze

Geräte mit veröffentlichtem Behältervolumen
5 von 6
Geräte mit einer Flächenangabe in m²
2 von 6
Geräte, bei denen sich Behälter je Fläche bilden lässt
2 von 6
Entleerungsintervalle mit einer Bedingung
0 von 6

Die unterste Zeile ist die bemerkenswerteste. Der iRobot ist das einzige Gerät dieses Vergleichs, dessen ganzes Verkaufsargument der Staubbehälter ist — und sein Volumen steht weder auf der deutschen noch auf der amerikanischen Produktseite. Die „bis zu 60 Tage“ stehen damit ohne jede Größe da, aus der man sie nachrechnen könnte: kein Volumen, keine Wohnungsfläche, keine Staubmenge, kein Verdichtungsfaktor, keine Fußnote. Beim selben Hersteller trägt die Kartierungsdauer eine („10 Minuten“, Fußnote: „93 m² Fläche“) — die Disziplin ist also da, nur nicht an dieser Stelle.

Die beiden Häuser, bei denen die Rechnung aufgeht, liefern dafür das schlechteste Ergebnis dort, wo man es am wenigsten erwartet: AEG kommt aus 0,28 Litern und ausgelobten 140 m² auf 2,0 Milliliter Behälter je Quadratmeter — der dünnste Wert, der sich hier bilden lässt, bei einem Gerät der oberen Preisklasse. Severin schafft mit einem älteren, viel einfacheren Roboter das 1,75-Fache.

Die höchste Zahl hat die dünnste Begründung

Vier der sechs Häuser beziffern eine Saugleistung in Pascal. Zwischen der höchsten und der niedrigsten liegt der Faktor 3,25 — und die Qualität des Belegs läuft genau andersherum.

GerätSaugleistungWas der Hersteller dazu schreibt
Dreame D2013.000 Pa„basierend auf Daten aus unserem internen Labor. Die tatsächliche Leistung kann abweichen.“ Kein Messpunkt, kein Messgerät
Medion X41 SW8.000 Panichts. Das Wort „Motorsaugleistung“ sagt: gemessen ist der Motor, nicht die Düse — in der eigenen 162-seitigen Anleitung kommt der Wert null Mal vor
Xiaomi S205.000 Padas vollständige Verfahren: Messpunkt an der Einlassöffnung, Vakuummeter 0–35 kPa, Genauigkeit 0,01 kPa, „Das höchste Ergebnis war 5000 Pa“
AEG AR71HW1DG4.000 Pa„interner Test im Max Mode“, dazu die einzige Norm des Feldes: IEC 60312-1, „auf kleinste, mittlere und große Partikel auf Teppichen und Hartböden“
iRobot Roomba 205keine„70-fach stärkere Saugkraft“ gegenüber der Roomba-600-Serie — deren Grundwert steht nirgends
Severin RB 7025keinenur 17 W Leistungsaufnahme, also was aus der Steckdose kommt

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Das Wichtigste in Kürze

Geräte mit einer Saugleistung in Pascal
4 von 6
davon mit genanntem Messverfahren oder Norm
3 von 4
Geräte mit einer benannten Prüfstelle
1 von 6
Zertifikatsnummern im ganzen Feld
0 von 6

Wer nach der größten Zahl kauft, kauft hier die am wenigsten belegte. Das ist kein Vorwurf an das Gerät — der Dreame ist die Empfehlung dieser Liste, und zwar aus anderen Gründen. Es ist ein Befund über die Klasse: Pascal ist die Einheit, in der alle werben, und niemand außerhalb des eigenen Hauses hat sie je nachgemessen. Die einzige benannte Prüfstelle des Vergleichs ist Dreames „Vom TÜV SÜD zertifiziert“ — sie betrifft die Bürste, nicht die Saugwirkung, und trägt keine Zertifikatsnummer.

Was die vier Zahlen bedeuten und warum sich Pascal und Air Watt nicht ineinander umrechnen lassen, steht im Ratgeber zu Air Watt, Watt und Pascal.

Was sonst niemand hinschreibt

Drei Lücken ziehen sich durch fast alle sechs Häuser, und zwei davon überraschen:

  • Lautstärke: ein Haus von sechs nennt Zahlen. Medion staffelt sie sogar nach vier Betriebsmodi — 60 dB leise, 62 Standard, 65 mittel, 72 hoch — und ist damit das einzige Gerät, bei dem sich beantworten lässt, was leises Saugen kostet: eine Stufe Saugkraft. Es steht allerdings im Abschnitt „Technische Daten“ einer Anleitung, die die Produktseite nicht verlinkt; dort verkürzt Medion es auf den ungünstigsten der vier Werte. Die übrigen fünf nennen keinen Wert, AEG umschreibt ihn („besonders geräuscharm“), Severin wirbt mit „Extra leise“. Wer bei Dreame in der Anleitung nach „dB“ sucht, findet „< 20 dBm“ — die Funkleistung des WLAN-Moduls, kein Schallwert.
  • Laufzeit: vier von sechs. Dreame nennt 285 Minuten, AEG als einziges Haus drei Werte nach Stufe getrennt (125 Minuten normal, 35 im Highspeed, bis zu 175 im Quiet Mode), Medion bis zu 240 mit ausgeschriebenem Vorbehalt, Severin 90. iRobot und Xiaomi veröffentlichen für ihre akkubetriebenen Geräte weder eine Laufzeit noch eine Ladezeit.
  • Maße und Gewicht: fünf von sechs. Ausgerechnet das Gerät der oberen Preisklasse nennt beides nicht — bei AEG stehen Durchmesser, Höhe und Kilogramm in keiner der drei Hausquellen. Ob es unter die Kommode passt, ist beim Hersteller nicht zu erfahren.

Dass zwei Häuser für denselben Akku zwei verschiedene Kapazitäten angeben und die größere bewerben — Xiaomi 2.900 gegen 3.200 mAh, Dreame 4,8 gegen 5,2 Ah —, ist kein Widerspruch, sondern Mindest- gegen Typwert. Warum diese beiden Zahlen auseinandergehen, erklärt der Ratgeber zu Amperestunden. Und dass Lücken im Datenblatt kein Einzelfall dieser Klasse sind, zeigt der Ratgeber zu fehlenden Herstellerangaben.

Was in diesem Vergleich zählt — und was nicht

Was ohne Station an Handgriffen bleibt, trägt 24 Prozent. Navigation und Flächenabdeckung 20, die Bezifferung der Reinigungswirkung 16, das Verhältnis Behälter zu Fläche 12, Ersatzteile und Reparierbarkeit 12, die Einsatzgrenzen 8 und die Vollständigkeit der Herstellerangaben 8 Prozent.

Warum die Handgriffe so schwer wiegen. Das ist die Frage dieser Liste. Bewertet wird nicht, ob ein Gerät bequem ist — das wäre eine Messung, und wir messen nicht —, sondern was der Verzicht auf die Station konkret verlangt: Muss jemand zum Laden hin? Wie groß ist der Behälter, und sagt der Hersteller, wie oft er zu leeren ist? Lässt sich das Gerät ohne Smartphone starten?

Warum die Ersatzteile ein eigenes Kriterium sind. Ein Roboter ohne Station hat weniger Teile, die kaputtgehen können — dafür sitzt alles im Gerät. Bürste, Filter, Rad, Akku: Wer sie nicht nachkaufen kann, kauft ein Gerät mit eingebautem Ende. Der Abstand ist hier größer als bei jedem anderen Kriterium, und er verläuft quer zur Preisklasse.

Was hier ausdrücklich nicht bewertet wird: die Wischfunktion und der Kaufweg. Fünf der sechs Geräte wischen, eines nicht — das ist eine andere Frage und ein anderer Schnitt. Und kein Gerät verliert Punkte dafür, dass es keine Station hat; das ist die Bedingung, unter der alle sechs hier stehen.

Und: Wir haben nichts gemessen und keines der sechs Geräte benutzt.

Dreame D20 Saugroboter Schwarz (RLD35GA)
Bild: Dreame (Herstellerbild)
Platz 1Unsere Empfehlung100–250 €

Dreame D20 Saugroboter Schwarz (RLD35GA)

71

Gut

71 von 100

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Unser Urteil: Gewinnt an genau der Frage dieser Liste: Er ist das einzige Gerät, bei dem alle vier Größen dastehen, die den Aufwand ohne Station bestimmen. 700 Milliliter Staubbehälter — das Doppelte des Severin, das 2,3-Fache des Medion —, 285 Minuten Laufzeit, rund sechs Stunden Ladezeit, und als einziges Haus schreibt Dreame hin, was danach passiert: „Bei geringer Akkuladung fährt der Saugroboter zum Aufladen automatisch zur Station und setzt die Reinigung danach fort.“ Dazu die vollständigste Auskunft des Feldes — eine Wartungstabelle, die Reinigen von Ersetzen trennt, Einsatzgrenzen bis zum Betriebstemperaturbereich, der Laser nach IEC/EN 60825-1 eingeordnet, und eine Datentabelle, die sogar eine Zeile für eine Funktion führt, die das Gerät nicht hat. Zwei Haken: Die 13.000 Pa sind die höchste und zugleich am dünnsten belegte Zahl des Vergleichs, und beim größten Behälter der Liste nennt der Hersteller ausgerechnet kein Entleerungsintervall.

Technische Daten
Bauart
Scheibenförmiger Saug- und Wischroboter mit LADEstation, ohne Absaugstation. Der Lieferumfang nennt „1 x Ladestation“ (Modell RCS0, 130 × 126 × 93 mm, 0,37 kg, Nennausgang 19,8 V / 1 A) — ein flacher Ladeteller ohne Beutel und ohne Absaugung. Der Roboter kehrt selbst zurück und macht danach weiter: „Bei geringer Akkuladung fährt der Saugroboter zum Aufladen automatisch zur Station und setzt die Reinigung danach fort.“
Was „ohne Station“ bei Dreame heißt
der sauberste Fall dieses Vergleichs, weil das Haus denselben Roboter in drei Ausbaustufen führt und sie im Namen unterscheidet: D20 (diese Fassung, nur Ladestation) · D20 Pro Plus (Werbezeile „5-Liter-Staubbeutel“) · D20 Air Plus (Werbezeile „120 Tage Staubsaugen ohne manuelle Staubbeutelleerung“). Nachrüsten geht trotzdem nicht: Im gesamten Saugroboter-Zubehör des deutschen Dreame-Shops (91 Artikel durchgesehen) steht keine Station als einzeln bestellbares Teil. Wer die Absaugung will, kauft ein anderes Gerät — wie bei Xiaomi, anders als bei Medion
Saugleistung
13.000 Pa („Vormax™-Saugsystem“), die höchste Zahl dieses Vergleichs. Der Beleg ist dünner als die Zahl groß ist: Die Fußnote der Produktseite sagt nur „13.000 Pa, saugt 100 % der großen Partikel auf: basierend auf Daten aus unserem internen Labor. Die tatsächliche Leistung kann abweichen.“ Messpunkt, Messgerät und Messbedingung nennt Dreame nicht — anders als Xiaomi, das für seine kleinere Zahl das ganze Verfahren abdruckt. Fünf einstellbare Saugstufen; welche Stufe welchen Wert liefert, steht nirgends
Prüfstelle
eine, und es ist die erste benannte in diesem Vergleich: „100 % verhedderungsfrei: Vom TÜV SÜD zertifiziert.“ Sie betrifft die Bürste (HyperStream™ Detangling DuoBrush), nicht die Saugleistung, und sie trägt **keine Zertifikatsnummer** — Roborock nennt für dieselbe Eigenschaft eine (CN251UKF 001, TÜV Rheinland). Nachprüfbar ist die Zusage damit nicht, benannt ist sie
Laufzeit
285 Minuten, mit Fußnote: „basierend auf Daten aus unserem internen Labor im Saug- und Wischmodus“. Das ist die längste Laufzeit dieses Vergleichs, mehr als das Dreifache des Severin-Geräts (90 min) — und die Fußnote lässt offen, auf welcher der fünf Saugstufen sie gilt. Dass ausgerechnet der kombinierte Saug- und Wischmodus als Bedingung genannt wird, ist ungewöhnlich
Ladezeit
ca. 6 Stunden (Spezifikationstabelle der Anleitung). Auf 285 Minuten Arbeit kommen damit rund 360 Minuten Laden — ein Verhältnis von 1 : 1,26 gegenüber 1 : 4,3 beim Severin-Gerät dieses Vergleichs. Und weil der Roboter selbst zurückfährt, fällt dafür kein Handgriff an
Dafür
  • Das einzige Gerät dieses Vergleichs, bei dem alle vier Größen dastehen, die den Aufwand ohne Station bestimmen: 700 ml Staubbehälter, 285 Minuten Laufzeit, rund 6 Stunden Ladezeit — und die Zusage, dass der Roboter nach dem Laden dort weitermacht, wo er aufgehört hat
  • 700 ml sind das doppelte Bordvolumen des Severin-Geräts und das 2,3-Fache des Medion. Wer ohne Absaugstation von Hand entleert, greift entsprechend seltener ein
  • Zu jeder beworbenen Zahl steht eine Fußnote mit ihrer Herkunft. Dass dort „unser internes Labor“ steht und nicht ein Prüfinstitut, ist eine Schwäche — dass es überhaupt dasteht, unterscheidet Dreame von zwei anderen Häusern dieses Vergleichs
  • Die erste benannte Prüfstelle des Vergleichs: „100 % verhedderungsfrei: Vom TÜV SÜD zertifiziert“. Ohne Zertifikatsnummer, aber mit Namen
  • Die Anleitung ist vom Hersteller verlinkt, 98 Seiten stark und ein echtes Text-PDF. Sie enthält als einzige dieses Vergleichs eine Wartungstabelle, die Reinigungs- und Austauschintervalle trennt — Wischpad alle 3 bis 6 Monate, Hauptbürsten alle 6 bis 12 Monate, Filter alle 3 bis 6 Monate
  • Die Einsatzgrenzen sind vollständig und konkret, bis hin zum Betriebstemperaturbereich (0 bis 40 °C) und dem Rat, die Ladestation auf Fliesen statt auf Holz oder Teppich zu stellen
  • Als einziges Gerät ist der Laser mit Norm eingeordnet (IEC/EN 60825-1, Klasse 1, EN 50689:2021), und die Produktseite trägt einen vollständigen Block „Produktsicherheitsinformationen“ mit Modellnummer und Herstelleranschrift
  • Die Datentabelle führt sogar eine Zeile für eine Funktion, die das Gerät NICHT hat: „Ausfahrbare Seitenbürste ד
Dagegen
  • 13.000 Pa ist die höchste Zahl des Vergleichs und die am dünnsten belegte ihrer Klasse: „basierend auf Daten aus unserem internen Labor“, ohne Messpunkt, Messgerät oder Messbedingung. Das Xiaomi-Gerät dieses Vergleichs nennt für eine deutlich kleinere Zahl das vollständige Verfahren
  • Die 285 Minuten stehen ohne Saugstufe da. Auf welcher der fünf Stufen sie gelten, sagt der Hersteller nicht — und dass ausgerechnet der kombinierte Saug- und Wischmodus als Bedingung genannt wird, macht die Zahl nicht plausibler
  • Kein Entleerungsintervall. Beim größten Behälter des Feldes sagt der Hersteller nicht, für wie lange er reicht; die Wartungstabelle führt ihn unter „nach Bedarf“
  • Keine Flächenangabe in m², keine Kartierungsdauer, keine Aussage zur Abdeckung. Die Navigation ist mit drei verschiedenen Namen beworben (Smart Pathfinder, LDS, LIDAR NAVIGATION) und mit keiner Zahl belegt
  • Kein dB-Wert. Wer in der Anleitung nach „dB“ sucht, findet „< 20 dBm“ — das ist die Funk-Ausgangsleistung des WLAN-Moduls, kein Schallwert
  • Zwei der fünf Ersatzteile sind im eigenen Shop ausverkauft, und es sind die beiden, die die eigene Wartungstabelle am häufigsten vorsieht: der Filter (alle 3 bis 6 Monate) und die Seitenbürsten (monatliche Pflege). Ein Akku ist nicht gelistet
  • Die Anleitung widerspricht sich beim Akku: Erst dürfen ihn „nur qualifiziertes Fachpersonal oder der Kundendienst“ tauschen, zwölf Seiten später steht eine Ausbauanleitung für den Besitzer
  • Der Akku trägt zwei Kapazitätsangaben (4,8 Ah Bemessung, 5,2 Ah typisch); beworben wird die größere. Erklärt wird der Unterschied nicht
  • Wischen auf Teppich wird vom Hersteller selbst nicht empfohlen, und eine automatische Teppicherkennung oder Mopp-Anhebung beschreibt er für dieses Gerät nicht
  • Kein Praxistest von uns: Wir haben dieses Gerät nicht benutzt

Kaufen, wenn

du ohne Absaugstation auskommen willst, ohne dafür bei den Zahlen im Dunkeln zu tappen. Dieses Gerät ist das einzige der fünf, bei dem alle vier Größen dastehen, die den Aufwand ohne Station bestimmen: 700 ml Behälter, 285 Minuten Laufzeit, rund sechs Stunden Ladezeit und die Zusage, dass der Roboter nach dem Laden weitermacht. 700 ml sind das doppelte Volumen des flachsten Geräts dieses Vergleichs, und die Anleitung sagt in einer Tabelle, wann welches Teil zu reinigen und wann es zu ersetzen ist. Wenn dir außerdem wichtig ist, dass ein Hersteller seine Einsatzgrenzen vor dem Kauf hinschreibt — Wohnräume, 0 bis 40 °C, keine Steine, kein Gewerbe —, ist das hier die vollständigste Auskunft der Klasse, und sie kostet 100–250 €.

Nicht kaufen, wenn

du die Werbezahl für bare Münze nehmen willst. 13.000 Pa ist die höchste Angabe dieses Vergleichs und beruht laut Fußnote auf „Daten aus unserem internen Labor“ — ohne Messpunkt, ohne Messgerät, ohne Bedingung; dasselbe gilt für die Volumina und für die 285 Minuten, bei denen nicht einmal die Saugstufe dabeisteht. Nicht geeignet ist das Gerät außerdem, wenn du hauptsächlich Teppich wischen willst: Der Hersteller rät selbst davon ab, und eine Mopp-Anhebung beschreibt er nicht. Und wenn du den Verschleiß zuverlässig beim Hersteller nachkaufen möchtest, sieh vorher nach — die beiden Teile, die die eigene Wartungstabelle am häufigsten vorsieht, Filter und Seitenbürsten, sind im Dreame-Shop derzeit ausverkauft, und einen Akku führt er gar nicht. Eine Absaugstation lässt sich nicht nachrüsten; dafür gibt es im selben Haus den D20 Pro Plus oder den D20 Air Plus.

Medion Saugroboter X41 SW (MD 11916)
Bild: Medion (Herstellerbild)
Platz 2Als Einziger nachrüstbar50–100 €

Medion Saugroboter X41 SW (MD 11916)

59

Befriedigend

59 von 100

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Unser Urteil: Das Gerät der niedrigsten Preisklasse dieses Vergleichs, und für viele Haushalte die vernünftigere Wahl als der Sieger. Es ist das einzige, bei dem die Entscheidung gegen die Absaugstation umkehrbar ist: Medion verkauft die MD 12035 mit 2 Litern und automatischem Entleeren einzeln und nennt dabei genau dieses Modell. Dazu drei Dinge, die sonst niemand liefert — die Lautstärke nach vier Betriebsmodi gestaffelt (60 / 62 / 65 / 72 dB), der Akku bis zu Zellmodell und Zellhersteller offengelegt, und eine Fernbedienung im Karton, mit der das Gerät ohne Konto und ohne Smartphone läuft. Laser-Kartierung mit mehreren Etagen und No-Go-Bereichen gibt es obendrauf. Platz eins kostet ihn der Alltag: 0,3 Liter Behälter, und die eigene Anleitung verlangt, ihn nach jeder Benutzung zu leeren. Die 8.000 Pa der Verkaufsseite kommen ohne Messbedingung und stehen in der 162-seitigen Anleitung kein einziges Mal.

Technische Daten
Bauart
Scheibenförmiger Saug- und Wischroboter mit Ladestation, ohne Absaugstation — und als einziges Gerät dieses Vergleichs mit der Möglichkeit, das nachzuholen: Medion verkauft unter der Bezeichnung „Absaugstation MD 12035 für Saugroboter MEDION X41 SW (MD 11916)“ eine passende Station einzeln (2 Liter Fassungsvermögen, automatisches Entleeren). Wer ohne Station kauft, legt sich hier also nicht fest
Lieferumfang
Saugroboter X41 SW (MD11916), 1 × Ladestation, 1 × Wassertank, 2 × Wischaufsätze, 2 × Filter (einer als Ersatz), 1 × Hauptbürste, 2 × Seitenbürsten (eine als Ersatz), 1 × Fernbedienung inkl. 2 × AAA-Batterien, 1 × Reinigungspinsel. Die Fernbedienung ist in dieser Klasse ungewöhnlich: Sie macht das Gerät ohne Smartphone bedienbar
Wischfunktion
vorhanden, über einen aufsteckbaren Wassertank: „2in1-Funktion: durch den aufsteckbaren Wassertank wird in einem Schritt gesaugt und gewischt“. Wischfeuchte in zwei Stufen (normal, stark), wahlweise an der Fernbedienung
Navigation
Laser-Kartierung, benannt als „Präzise Laser-Kartierung und Navigation“, mit Speichern mehrerer Etagen, raumspezifischen Reinigungsplänen und per App gesetzten No-Go- und Go-Bereichen. Dazu Anti-Sturzsensoren gegen Treppenstürze. Was Medion nicht nennt: eine Flächenangabe in m², eine Aussage zur Abdeckung und die Zahl der Sensoren
Saugleistung
„8.000 Pa Motorsaugleistung“ — der Wert steht im Eigenschaftenblock der Produktseite und im beigelegten Produktinformations-PDF. In der 162-seitigen Bedienungsanleitung kommt er kein einziges Mal vor, und eine Messbedingung nennt Medion nirgends. Das Wort „Motorsaugleistung“ ist dabei die genauere Angabe als die bloße Zahl: Gemessen ist der Motor, nicht die Düse
Saugstufen
zwei. Die Anleitung beschreibt an der Fernbedienung eine Taste, um „die Saugleistung (normal, stark) einzustellen“ — mehr Stufen kennt sie nicht. Die Produktseite nennt keine Stufenzahl, sondern nur die 8.000 Pa
Dafür
  • Das einzige Gerät dieses Vergleichs, bei dem die Entscheidung gegen die Station umkehrbar ist: Medion verkauft die passende Absaugstation MD 12035 mit 2 Litern einzeln und nennt dabei ausdrücklich unser Modell. Roborock beantwortet dieselbe Frage für sein Einstiegsgerät mit Nein
  • Die einzige nach Betriebsmodi gestaffelte Lautstärkeangabe der ganzen Klasse: 60 / 62 / 65 / 72 dB. Damit lässt sich zum ersten Mal beantworten, was „leise saugen“ tatsächlich kostet — nämlich eine Stufe Saugkraft
  • Der Akku ist offengelegt wie bei keinem zweiten Gerät hier: 14,4 V, 5.200 mAh, 72 Wh, Ladedauer unter 6 Stunden, dazu Zellmodell und Zellhersteller mit Namen
  • Eine Fernbedienung liegt bei. Das Gerät lässt sich vollständig ohne Smartphone und ohne Konto starten, anhalten, punktuell reinigen und in der Saugstärke verstellen — die App erweitert, sie ist keine Voraussetzung
  • Ladestation mit automatischem Zurückfahren, 240 Minuten ausgelobte Laufzeit und Laser-Kartierung mit mehreren Etagen und No-Go-Bereichen: Die Ausstattung eines Mittelklassegeräts zu einem Preis in der untersten Klasse dieses Vergleichs
  • Die Anleitung ist konkreter als die Verkaufsseite und widerspricht ihr an den richtigen Stellen — vier statt einer Lautstärke, „nicht für Langflor-Teppiche“, „Bürsten vor dem Gebrauch auf Teppichen entfernen“, „Staubbehälter nach jeder Benutzung leeren“
  • Vier durchnummerierte Zubehörsets für genau dieses Modell im Herstellershop, dazu eine Service-Seite je Artikelnummer
Dagegen
  • Die 8.000 Pa sind ein reiner Verkaufswert: Sie stehen im Eigenschaftenblock des Shops, in der 162-seitigen Anleitung aber kein einziges Mal, und eine Messbedingung nennt Medion nirgends. Das Wort „Motorsaugleistung“ sagt zudem, dass der Motor gemessen ist und nicht die Düse
  • Zwei Stufen an der Fernbedienung („normal, stark“) gegen eine einzige beworbene Spitzenzahl — was in der Stufe „normal“ ankommt, ist nicht veröffentlicht
  • Keine Flächenangabe, nirgends. Weder m² je Ladung noch eine Abdeckungsaussage; die 240 Minuten lassen sich deshalb in keine Wohnungsgröße übersetzen
  • 0,3 l Staubbehälter, und die Anleitung verlangt, ihn „nach jeder Benutzung“ zu leeren. Ohne Absaugstation ist das der Handgriff, der bleibt — die nachrüstbare Station ist die eigentliche Antwort darauf, und sie kostet extra
  • Dasselbe Gerät liegt zweimal im Shop des Herstellers, mit zwei Artikelnummern und zwei Preisen in zwei verschiedenen Preisklassen; einer der beiden Einträge ist ausverkauft. Welcher Betrag der gültige ist, sagt Medion nicht
  • Die Bedienungsanleitung ist von der Produktseite aus nicht verlinkt und über die Service-Suche nicht auffindbar — sie liegt auf einem Downloadserver unter einem Namensmuster, das man kennen muss. Genau dort stehen Lautstärke, Akkudaten und Einsatzgrenzen
  • Das Aufmacherbild der Produktseite trägt im Dateinamen die Artikelnummer des Schwestergeräts mit Absaugstation (MD 14841). Das Bild zeigt beim Hinsehen unser Gerät, aber wer sich auf Dateinamen verlässt, greift daneben
  • Für Langflor-Teppich ausdrücklich nicht geeignet, und für kurzflorigen müssen die Bürsten von Hand abgezogen werden
  • Kein Praxistest von uns: Wir haben dieses Gerät nicht benutzt

Kaufen, wenn

du einen vollwertigen Saugroboter mit Laser-Kartierung willst, ohne dich heute schon gegen eine Absaugstation zu entscheiden. Das ist die Besonderheit dieses Geräts: Medion verkauft die passende Station mit 2 Litern einzeln und nennt dabei genau dieses Modell — du kannst also klein anfangen, den Behälter eine Weile selbst leeren und später umbauen, statt beim Kauf eine endgültige Entscheidung zu treffen. Dazu kommt die offenste Datenlage dieses Vergleichs: Lautstärke nach vier Betriebsmodi gestaffelt, Akku mit Spannung, Kapazität, Wattstunden und Zellhersteller, Ladedauer und eine vollständige Liste dessen, was das Gerät nicht darf. Und weil eine Fernbedienung beiliegt, funktioniert es auch in einem Haushalt, der kein weiteres Gerät ins WLAN hängen möchte.

Nicht kaufen, wenn

du auf Hochflor- oder Langflor-Teppich saugen willst — die Anleitung schließt das ausdrücklich aus, und für kurzflorigen Teppich müssen die Bürsten von Hand abgezogen werden. Ebenso wenig, wenn du die Saugkraft vergleichen möchtest: Die 8.000 Pa stehen im Shop, in der 162-seitigen Anleitung kommen sie null Mal vor, eine Messbedingung gibt es nicht, und die Fernbedienung kennt nur zwei Stufen. Auch keine Wahl, wenn du wenig Lust auf tägliche Handgriffe hast: 0,3 Liter Behälter, und der Hersteller verlangt, ihn nach jeder Benutzung zu leeren — ohne die separat zu kaufende Station bleibt das an dir. Und rechne damit, für die wichtigen Angaben die Anleitung selbst suchen zu müssen; die Produktseite verlinkt sie nicht.

AEG 7000 Saugroboter Lidar AR71HW1DG (Dark Grey)
Bild: AEG (Herstellerbild)
Platz 3Beste Ersatzteillage im Feld250–500 €

AEG 7000 Saugroboter Lidar AR71HW1DG (Dark Grey)

56

Befriedigend

56 von 100

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Unser Urteil: Der höchste Einzelwert der ganzen Liste steht hier: 88 Punkte bei den Ersatzteilen, und zwar auf einer anderen Grundlage als bei allen anderen. Nicht ein Shopsortiment, sondern eine Pflichtveröffentlichung nach der EU-Ökodesign-Verordnung führt 32 Positionen mit Materialnummer — Akkupack, Ladestation, beide Bürstenmotoren, Stoßfänger samt Feder, Lidar-Abdeckung, drei Räder, HEPA-Filter. Bei zwei anderen Häusern dieses Vergleichs ist der Akku überhaupt nicht gelistet, hier ist er im eigenen Shop als verfügbar ausgewiesen. Dazu die einzige Norm des Feldes für die Reinigungswirkung (IEC 60312-1, allerdings im eigenen Haus geprüft), die Laufzeit als einzige nach Stufen getrennt (125 Minuten normal, 35 im Highspeed, bis zu 175 im Quiet Mode) und eine Zusage zur Softwarelebensdauer, die sonst niemand macht. Was ihn auf Platz drei hält: 0,28 Liter sind der kleinste Behälter des Feldes, auf 140 m² gerechnet der dünnste Wert hier; Maße und Gewicht veröffentlicht AEG nicht; und die „Bedienungsanleitung“ ist ein zweiseitiges Piktogramm-Faltblatt ohne einen Verbotssatz.

Technische Daten
Bauart
Scheibenförmiger Saug- und Wischroboter mit LADEstation, ohne Absaugstation. Der Lieferumfang nennt „Ladestation, zusätzliche Seitenbürste“; eine Absaugung, ein Beutel oder ein Schmutzwassertank kommen darin nicht vor. Der Roboter kehrt selbst zurück und macht danach weiter: „Der Staubsauger fährt automatisch zur Ladestation, wenn der Akku schwach ist. Nach dem Aufladen kehrt der Roboter zu dem Bereich zurück, in dem er aufgehört hat, und setzt die Reinigung fort.“
Was „ohne Station“ bei AEG heißt
Als einziges Haus dieses Vergleichs beantwortet AEG die Frage selbst, und zwar in der FAQ seiner Saugroboter-Kategorieseite: „Ob Sie einen Beutel für den Saugroboter benötigen, hängt von dem Modell ab: **Die Roboter ohne Absaugstation sind beutellos.** Die All-in-One Station nutzt einen 3l Staubbeutel für die Absaugung.“ Dieselbe FAQ trennt das Programm an derselben Linie: „Bei 6000 und 7000 Modellen fasst der Tank zwischen 200-300 ml, die manuell wieder befüllt werden müssen“, während allein der Trilobite einen 4-l-Frisch- und einen 3,2-l-Schmutzwassertank in der Station führt. Nachrüsten ist nicht vorgesehen — die Station gehört zum Gerät, nicht zum Zubehör. Fünf Saugroboter führt AEG in Deutschland (AR61UW1DG, AR71HW1DG, AR71UW2DG, AR71UW2SW, AR81UW3SW); dieser hier und der AR61 sind die beiden mit bloßer Ladestation, der AR71UW2SW hat eine Entleerungsstation mit 2,4-l-s-bag
Saugleistung
4.000 Pa — die **niedrigste Zahl dieses Vergleichs**, ein Drittel des Dreame-Werts und vier Fünftel des Xiaomi-Werts. Dafür trägt sie die einzige Normangabe zur Reinigungswirkung im ganzen Feld: „*Basierend auf einem internen Test im Max Mode. **Basierend auf einem internen Test nach IEC 60312-1 auf kleinste, mittlere und große Partikel auf Teppichen und Hartböden.“ Geprüft hat AEG also selbst, aber gegen eine veröffentlichte Norm und mit benannten Belägen und Partikelgrößen. Ein Prüfinstitut wird nicht genannt. **Achtung:** Die 4.000 Pa stehen NUR im Fließtext der Produktseite, nicht in der Datentabelle
Prüfstelle
keine. AEG nennt für die Reinigungswirkung eine Norm (IEC 60312-1), aber kein Institut und keine Zertifikatsnummer — der Test ist ausdrücklich ein „interner Test“. Damit steht AEG zwischen Dreame (TÜV SÜD benannt, aber für die Bürste und ohne Nummer) und Xiaomi (Verfahren vollständig abgedruckt, ebenfalls ohne Institut)
Laufzeit — drei Zahlen, getrennt nach Stufe
Als einziges Gerät dieses Vergleichs nennt der Hersteller die Laufzeit **je Stufe**: „Laufzeit Normalstufe 125 Min., Highspeed Stufe 35 Min.“ Dazu der Höchstwert 175 Minuten mit ausgeschriebener Bedingung: „*Interner Test im Quiet Mode ohne Wisch-Einstellung und mit leerem Wassertank.“ Dreame und Xiaomi nennen je eine Zahl ohne Stufe; hier steht die Spreizung (35 bis 175 Minuten, Faktor 5) offen da
Die Zahl 140 steht bei AEG für zweierlei
Die Produktseite wirbt mit einer Fläche: „Der leistungsstarke Saug-/Wischroboter saugt und wischt Flächen von bis zu 140 m².“ In AEGs eigener Ersatzteilliste heißt dasselbe Gerät dagegen **„7000 140 min Robot Cleaner“** — dort sind die 140 Minuten. Unter den drei veröffentlichten Laufzeiten (125 / 35 / 175 min) kommt eine 140 gar nicht vor. Wer aus Hausquellen zitiert, muss die Einheit mitführen
Dafür
  • Das einzige Haus dieses Vergleichs, das den Schnitt der Liste in der eigenen FAQ ausspricht: „Die Roboter ohne Absaugstation sind beutellos.“ Dieselbe FAQ trennt das Programm an derselben Linie — 6000er und 7000er mit Handbefüllung, nur der Trilobite mit All-in-One-Station
  • 32 Ersatzteile mit Materialnummer und Nettopreis in einer nach EU-Verordnung 2023/2533 geführten Liste — von der Lidar-Abdeckung über die Stoßfängerfeder bis zum Akkupack. Kein anderes Haus des Feldes kommt in die Nähe; Dreame führt fünf Positionen, Xiaomi drei
  • Der Akku ist beim Hersteller einzeln bestellbar (4055964847, 75,49 € inkl. MwSt., als „Verfügbar“ ausgewiesen). Bei Dreame und Xiaomi ist er gar nicht gelistet
  • Die Ladestation gibt es einzeln (4055966214, 21,08 € netto) — bei diesem Schnitt keine Nebensache, denn sie ist das einzige Zubehörteil, ohne das das Gerät stehen bleibt
  • Als einziges Gerät des Vergleichs nennt der Hersteller die Laufzeit je Stufe: 125 Minuten Normalstufe, 35 Minuten Highspeed, bis zu 175 Minuten im Quiet Mode ohne Wischen. Die Spreizung steht damit offen da statt hinter einer einzigen Bestzahl
  • Die einzige Normangabe zur Reinigungswirkung im ganzen Feld: „interner Test nach IEC 60312-1 auf kleinste, mittlere und große Partikel auf Teppichen und Hartböden“. Selbst geprüft, aber gegen einen veröffentlichten Maßstab und mit benannten Belägen
  • Jede beworbene Zahl trägt eine Fußnote mit ihrer Testbedingung — Modus, Wischeinstellung, Tankfüllung. Das ist dieselbe Disziplin wie bei Dreame und fehlt bei zwei anderen Häusern des Vergleichs ganz
  • Zusammen mit Severin eines von nur zwei Häusern, die eine Fläche in m² nennen (140 m²). Nur dadurch lässt sich das Verhältnis Behältervolumen je Quadratmeter überhaupt bilden
  • Eine Zusage zur Softwarelebensdauer, die sonst niemand macht: „mindestens 24 Monate garantierte Updates“ für app-gebundene Geräte
  • EAN und Produktnummer stehen beide im Klartext in der Datentabelle — die einfachste Belegkette des ganzen Vergleichs
Dagegen
  • 0,28 Liter Staubbehälter ist das kleinste Bordvolumen des Feldes — ein Fünftel des Dreame, weniger als Severin und Medion. Ausgerechnet bei einem Gerät ohne Absaugstation ist das die Größe, die den Alltag bestimmt
  • Auf 140 m² ausgelobter Fläche kommen damit 2,0 ml Behältervolumen je Quadratmeter. Das ist der dünnste Wert, der sich in diesem Vergleich überhaupt bilden lässt — Severin kommt auf 3,5 ml/m²
  • Kein Entleerungsintervall. Beim kleinsten Behälter des Feldes sagt der Hersteller nicht, für wie lange er reicht
  • Der Hersteller nennt kein Wassertankvolumen. Beworben wird ein „extragroßer Wassertank“, die Datentabelle hat dafür keine Zeile, und die einzige Zahl kommt aus der Kategorie-FAQ als Spanne fürs ganze Programm (200–300 ml). Der Amazon-Titel füllt die Lücke mit „Wassertank 0,28 l“ — das ist der Staubbehälterwert, falsch beschriftet
  • Weder Maße noch Gewicht: Durchmesser, Höhe und Kilogramm stehen in keiner der drei Hausquellen. Wer wissen will, ob das Gerät unter die Kommode passt, findet beim Hersteller nichts
  • Kein dB-Wert. AEG umschreibt die Lautstärke in der FAQ („besonders geräuscharm“) und nennt keine Zahl
  • 4.000 Pa ist die niedrigste Saugleistung des Vergleichs — und die Zahl steht nicht einmal in der Datentabelle, sondern nur im Werbetext
  • Die Anleitung ist ein zweiseitiges Piktogramm-Faltblatt mit rund 580 Zeichen Text. Verbote, Einsatzgrenzen und Wartungsintervalle in Worten gibt es nicht — die einzige echte Grenze, die AEG vor dem Kauf hinschreibt, ist „Nur zum Gebrauch in Innenräumen“ aus dem Sicherheitsblock der Produktseite
  • Das Datenblatt-PDF ist ein Misch-PDF: Die Sätze kommen ohne ihre Zahlen heraus, weil die Werte in Bildströmen sitzen. Neue Angaben gegenüber der Produktseite enthält es keine
  • Der beworbene Link zur Ersatzteil-Preisliste ist defekt — er endet auf `undefined00` statt auf der elfstelligen PNC. Die beste Ersatzteillage des Feldes ist über den vom Hersteller angebotenen Weg nicht erreichbar
  • Zwei Fußnoten an einem Satz, die nicht zusammenpassen: Zu „Hindernisse bis 20 mm“ gehört eine zweite Fußnote über „erkennbaren Höhenunterschied von über 10 cm“ — das Fünffache der Zahl im Satz
  • Für dieses Gerät beschreibt AEG weder eine Teppicherkennung noch eine Mopp-Anhebung. Die Kategorieseite behauptet beides pauschal für „AEG Staubsaugerroboter“; welche Modelle gemeint sind, steht dort nicht
  • Kein Praxistest von uns: Wir haben dieses Gerät nicht benutzt

Kaufen, wenn

du ein Gerät willst, das du in fünf Jahren noch reparieren kannst. Dieses hier ist im ganzen Vergleich das einzige, bei dem der Hersteller 32 Einzelteile mit Materialnummer und Preis veröffentlicht — Akkupack, Ladestation, Bürstenmotoren, Stoßfänger, sogar dessen Feder und die Lidar-Abdeckung —, und der Akku ist unter seiner Nummer im AEG-Shop tatsächlich als lieferbar ausgewiesen. Bei zwei anderen Häusern dieses Vergleichs ist der Akku gar nicht gelistet. Dazu passt, was AEG sonst noch hinschreibt und andere nicht: die Laufzeit getrennt nach Stufe (125 / 35 / 175 Minuten mit jeweiliger Bedingung), eine Norm für die Partikelprüfung (IEC 60312-1) und mindestens 24 Monate garantierte Software-Updates. Wenn du außerdem eine Wohnung mittlerer Größe hast, dich der Weg zur Steckdose nicht kümmert und du bereit bist, häufiger zu entleeren, bekommst du das in der Klasse 250–500 €.

Nicht kaufen, wenn

du selten entleeren willst. 0,28 Liter ist der kleinste Staubbehälter dieses Vergleichs — ein Fünftel des größten —, und auf die ausgelobten 140 m² gerechnet bleiben 2,0 Milliliter je Quadratmeter, der dünnste Wert, der sich hier überhaupt bilden lässt. Ein Entleerungsintervall nennt AEG nicht, und eine Absaugstation gibt es für dieses Gerät nicht zum Nachrüsten; wer sie will, kauft im selben Haus den AR71UW2SW. Ungeeignet ist das Gerät außerdem, wenn du vor dem Kauf wissen willst, worauf du dich einlässt: Maße, Gewicht, Lautstärke und Tankvolumen veröffentlicht AEG nicht, die Datentabelle hat dreizehn Felder, und die „Bedienungsanleitung“ ist ein Faltblatt aus Piktogrammen ohne Sätze. Und wenn dir die Saugleistung als Zahl wichtig ist: 4.000 Pa sind hier der niedrigste Wert des Feldes, und er steht nicht einmal in der Datentabelle.

Xiaomi Robot Vacuum S20 (D106)
Bild: Xiaomi (Herstellerbild)
Platz 4Einziger mit Messverfahren100–250 €

Xiaomi Robot Vacuum S20 (D106)

51

Ausreichend

51 von 100

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Unser Urteil: Das Gerät für alle, die wissen wollen, woher die beworbenen Zahlen kommen. Zu allen drei Kernwerten liefert Xiaomi das Verfahren mit: 5.000 Pa mit Messpunkt an der Einlassöffnung, Vakuummeter von 0 bis 35 kPa, Genauigkeit 0,01 kPa und der ehrlichen Einschränkung „Das höchste Ergebnis war 5000 Pa“; 400 Milliliter Staub und 270 Milliliter Wasser jeweils mit der Messvorschrift, aus der sie stammen. In einem Feld, in dem die größte Zahl auf „unserem internen Labor“ beruht, ist das der Unterschied zwischen einer Angabe und einer Behauptung. Dazu der zweitgrößte Behälter, LDS-Lasernavigation mit Zonen und virtuellen Wänden und die aufgeräumteste Spezifikationsseite des Vergleichs. Zurück wirft ihn die fehlende Zeitachse: weder Laufzeit noch Ladezeit stehen irgendwo. Und das Benutzerhandbuch, das die Einsatzgrenzen enthielte, ist zwar geführt, aber vor dem Kauf nicht zu öffnen — Filter und Bürsten sind auf der Zubehörseite beschrieben und im deutschen Shop nicht bestellbar.

Technische Daten
Bauart
Scheibenförmiger Saug- und Wischroboter mit LADEstation, ohne Absaugstation. Die Ladestation ist als eigenes Bauteil mit Modellnummer ausgewiesen (CDZD106, 146 × 122 × 98 mm, 20 V ⎓ 0,6 A ein wie aus) — ein flacher Ladeteller, kein Turm mit Beutel. Das Gerät dockt selbst an: „Intelligentes Andocken zum Aufladen und weniger Navigationsfehler“
Was „ohne Station“ bei Xiaomi heißt
etwas anderes als bei den drei übrigen Häusern dieses Vergleichs, und das Pluszeichen im Modellnamen hilft dabei NICHT weiter: Auch der teurere S20+ hat laut eigener Spezifikationsseite nur eine „Ladestation“ (B108GL-JZ, 130 × 126 × 94 mm). Das Haus unterscheidet die Bauarten sehr wohl, nur an anderer Stelle — beim Robot Vacuum X20 Max heißt dasselbe Feld „Omni-Station“, und im Lieferumfang steht dort „1 Omni-Station (mit vormontiertem Staubbeutel, Frischwassertank, Schmutzwassertank und Waschbrett)“. Eine Absaugstation für den S20 gibt es damit weder beiliegend noch nachrüstbar; wer sie will, kauft eine andere Baureihe
Saugleistung
5.000 Pa — und als einziges Gerät dieses Vergleichs MIT Messverfahren. Die Fußnote der Produktseite nennt Messpunkt, Messgerät und Ergebnisart: „Um die Saugkraft an der Einlassöffnung des voll aufgeladenen Saugroboters zu testen, wurde ein Vakuummeter mit einem Messbereich von 0–35 kPa und einer Genauigkeit von 0,01 kPa verwendet. Das höchste Ergebnis war 5000 Pa.“ Dazu die Herkunft: „Die Daten stammen aus einem Labor von Shanchuan.“ Das ist keine unabhängige Prüfstelle und es ist ein Höchstwert, kein typischer — aber es ist die einzige Saugangabe des Feldes, bei der überhaupt steht, wo und womit gemessen wurde
Leistungsstufen
drei („drei Leistungsstufen“, Produktseite). Welche Stufe welchen Pa-Wert liefert, sagt Xiaomi nicht; die 5.000 Pa sind der Höchstwert
Staubbehälter und Wassertank
2-in-1-Einsatz: 400 ml Staub, 270 ml Wasser. Beide Werte tragen ein Messverfahren in der Fußnote — der Behälter wurde „mit kleinen Kunststoffpartikeln gefüllt, bis er überlief“, leer und voll gewogen, die Gewichtsdifferenz durch die Dichte geteilt („Alle Testergebnisse lagen bei ≥ 400 ml“); der Tank wurde in einen Messzylinder entleert, mit dem Zusatz, das Volumen könne fertigungsbedingt um bis zu 5 % abweichen. 400 ml ist der größte Behälter dieses Vergleichs (Severin 0,35 l, Medion 0,3 l, iRobot nennt keinen)
Entleerungsintervall
Xiaomi macht dazu genau eine Aussage, und sie steht im Werbetext, nicht in den Daten: „400 ml Staubbehälter: Einfach am Wochenende leeren.“ Eine Bedingung — Fläche, Belag, Verschmutzungsgrad — nennt der Hersteller dazu nicht, obwohl er für das Volumen selbst eine Messvorschrift veröffentlicht
Dafür
  • Als einziges Gerät dieses Vergleichs beziffert Xiaomi die Saugleistung UND sagt, wie gemessen wurde: Vakuummeter mit 0–35 kPa Messbereich und 0,01 kPa Genauigkeit, angesetzt an der Einlassöffnung des voll geladenen Geräts. Man muss der Zahl nicht glauben, aber man kann sie zum ersten Mal einordnen
  • Dasselbe bei den beiden Volumina: 400 ml Staub und 270 ml Wasser stehen nicht als Behauptung da, sondern mit dem Verfahren, mit dem sie ermittelt wurden — inklusive der Angabe, dass der Tank fertigungsbedingt um bis zu 5 % abweichen kann
  • 400 ml ist der größte Staubbehälter dieses Vergleichs, und das Gerät fährt zum Laden selbst zurück. Von den vier Geräten ohne Absaugstation verlangt dieses nach dem iRobot die wenigsten Handgriffe
  • Die Spezifikationsseite ist die aufgeräumteste des Feldes: Modellnummer, Maße, Nennleistung, Spannungen, Akku, Gewicht, Ladestationsdaten und ein elfteiliger Lieferumfang an einer Stelle — kein Raten von Dateinamen, keine Daten im JS-Payload
  • Die Ladestation ist als eigenes Bauteil mit Modellnummer und elektrischen Werten ausgewiesen (CDZD106). Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber genau die Angabe, die bei drei von vier Geräten dieses Vergleichs fehlt
  • LDS-Lasernavigation mit Karten, benutzerdefinierten Zonen und virtuellen Wänden — in dieser Preisklasse die vollständigere Ausstattung, und Xiaomi setzt selbst einen Vorbehalt darunter, statt den Vorteil als Tatsache zu verkaufen
Dagegen
  • Keine Laufzeit. Xiaomi nennt für dieses Gerät weder eine Betriebsdauer je Ladung noch eine Ladezeit — bei einem Gerät, dessen Käufer wissen will, ob eine Ladung für die Wohnung reicht, ist das die auffälligste Lücke. Aus 45 W Nennleistung und 3.200 mAh lässt sie sich nicht ausrechnen
  • Keine Flächenangabe in m². Zusammen mit der fehlenden Laufzeit heißt das: Von den drei Größen, aus denen man den Aufwand ohne Station abschätzt — Fläche, Laufzeit, Behälter —, veröffentlicht Xiaomi nur eine
  • „Einfach am Wochenende leeren“ steht ohne jede Bedingung da. Dasselbe Haus, das für die 400 ml eine Messvorschrift veröffentlicht, sagt beim Entleerungsintervall nicht, für welche Fläche und welchen Belag das gelten soll
  • Kein dB-Wert, nirgends — und anders als bei Severin nicht einmal ein Werbewort dazu
  • Der Filter ist auf Xiaomis eigener Zubehörseite beschrieben, im deutschen Xiaomi-Shop aber nicht bestellbar; dasselbe gilt für Seiten- und Hauptbürste. Kaufbar sind dort drei Positionen, von denen zwei Bürstenabdeckungen sind. Ein Akku fehlt ganz
  • Das Benutzerhandbuch steht in der Handbuchliste des Hauses, liegt aber hinter einem JavaScript-Betrachter ohne ladbare PDF-Adresse. Wer vor dem Kauf wissen will, wofür das Gerät nicht taugt, findet es bei Xiaomi nicht
  • Keine EAN, in keiner Hausquelle. Das ist die zweite Lücke dieses Clusters nach Vileda beim Dampfreiniger, die die Zuordnung zu einer Amazon-Nummer erschwert
  • Der Preis steht nicht auf der Produktseite. Er liegt nur in der Schnittstelle hinter der Kaufen-Schaltfläche, dort dann gleich in drei Feldern (169,99 / 129,99 / 114,99 €)
  • Ohne App bleibt wenig übrig: Karten, Zonen, virtuelle Wände und Zeitpläne laufen ausschließlich über Mi Home/Xiaomi Home
  • Kein Praxistest von uns: Wir haben dieses Gerät nicht benutzt

Kaufen, wenn

du ohne Absaugstation leben willst, aber nicht ohne Karte — und dir wichtig ist, dass die beworbenen Zahlen nachvollziehbar sind. Dieses Gerät ist das einzige der vier, bei dem der Hersteller zu seinen drei Kernzahlen (5.000 Pa, 400 ml, 270 ml) das Messverfahren mitliefert, samt Messgerät, Messpunkt und der ehrlichen Einschränkung „das höchste Ergebnis“. Dazu kommen LDS-Lasernavigation mit Kartenspeicher, virtuellen Wänden und Zonenreinigung, der größte Staubbehälter des Vergleichs und eine Ladestation, zu der es selbst am Ende zurückfährt. Für eine Wohnung mit mehreren Räumen, in der niemand zwischendurch ein Netzteil anstecken will, ist das die gangbarste der vier Bauarten — zum Preis einer 100–250-€-Klasse.

Nicht kaufen, wenn

du vor dem Kauf wissen willst, wie lange das Gerät fährt und wofür es nicht taugt. Eine Laufzeit veröffentlicht Xiaomi nicht, eine Ladezeit auch nicht, eine Fläche in m² ebenso wenig — und das Benutzerhandbuch, das die Einsatzgrenzen enthielte, liegt hinter einem JavaScript-Betrachter ohne ladbare Adresse. Wir sagen deshalb ausdrücklich nicht, der Hersteller schreibe keine Grenzen vor; wir sagen, dass sie vor dem Kauf nicht lesbar sind. Nicht geeignet ist das Gerät außerdem, wenn du den Verschleiß selbst nachkaufen willst: Filter, Seiten- und Hauptbürste sind auf der Zubehörseite beschrieben, im deutschen Xiaomi-Shop aber nicht bestellbar, und einen Akku führt der Hersteller gar nicht. Und wenn du den Roboter ohne Konto und ohne App betreiben willst, ist das hier das falsche Gerät — Karten, Zonen und Zeitpläne gibt es nur in Mi Home.

iRobot Roomba 205 DustCompactor Combo (L121040)
Bild: iRobot (Herstellerbild)
Platz 5Station im Gerät250–500 €

iRobot Roomba 205 DustCompactor Combo (L121040)

46

Ausreichend

46 von 100

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Unser Urteil: Die beste Antwort auf die Frage dieser Liste — und Platz fünf. Beim schwersten Kriterium holt er 72 Punkte, mehr als alle außer dem Sieger: Der Verdichter sitzt im Roboter, der Hersteller nennt bis zu 60 Tage bis zum Entleeren, ein Ladedock liegt bei, zu dem das Gerät selbst zurückfährt, und die Ausstattung ist die vollständigste hier — ClearView LiDAR mit bis zu drei Karten über mehrere Stockwerke, vier Saugstufen, drei Flüssigkeitsstufen, Teppicherkennung im Wischmodus, drei Bedienwege. Nach hinten bringt ihn nichts davon, sondern die Belegbarkeit. Für ein Gerät, dessen ganzes Argument der Staubbehälter ist, fehlt ausgerechnet dessen Volumen, auf der deutschen wie auf der amerikanischen Seite. Es gibt keine Laufzeit je Ladung, keine Saugleistung in Pascal (sondern „70-fach“ gegenüber einer Serie, deren Grundwert nirgends steht), keinen dB-Wert — und vor dem Kauf keine lesbare Anleitung: Der Support ist eine JavaScript-Anwendung, der PDF-Server sperrt, und das verlinkte „Sicherheitshandbuch“ enthält keinen einzigen Sicherheitshinweis. Mit 10,1 cm ist er außerdem das höchste Gerät des Vergleichs.

Technische Daten
Bauart
Scheibenförmiger Saug- und Wischroboter ohne Absaugstation, aber MIT Ladedock. Der Verzicht ist hier keine Sparfassung, sondern die Bauart: Ein mechanischer Verdichter presst den aufgenommenen Schmutz im Gerät zusammen, „sodass er bis zu 60 Tage lang reinigen kann, bevor er geleert werden muss“. iRobot nennt das „Weg mit dem Dock“ und schreibt: „Die Verdichtung an Bord und das Abfallmanagement machen eine separate Entleerungsstation überflüssig“
Was im Karton liegt
„1 Roomba 205 DustCompactor Combo Roboter, 1 Ladedock, 1 Netzkabel, 1 Mikrofaser Wischtuch, 1 Kantenbürste“ (Spezifikationsblock der deutschen Produktseite). Ein Ladedock ist also dabei — die Werbezeile „Weg mit dem Dock“ meint die Entleerungsstation, nicht jedes Dock. Die US-Seite desselben Hauses führt an derselben Stelle „1 Extra Mop Pad“ statt des Wischtuchs
Wischfunktion
vorhanden, und sie ist Teil des Namens („Combo“ gegen „Vac“). Drei Reinigungsmodi laut FAQ: nur Saugen, nur Wischen, beides. Eine Mikropumpe hält das Wischpad gleichmäßig feucht; in den beiden Modi mit Wasser umfährt das Gerät Teppiche automatisch. Die Mikrofaser-Wischpads „können bis zu 30 Mal verwendet werden“
Entleerungsintervall
„bis zu 60 Tage“. Woraus sich das ergibt, sagt iRobot nicht: Es gibt keine Angabe zum Behältervolumen, keine zur Wohnungsgröße, keine zur Staubmenge und keine Messbedingung. Die Zahl trägt auf der deutschen Seite auch keine Fußnote — anders als die Kartierungszeit, die eine hat
Navigation
„ClearView LiDAR, das elegant im Inneren des Roboters verborgen ist“ — kartiert, umfährt Hindernisse, reinigt „in geraden Bahnen, sogar im Dunkeln“. Bis zu 3 Karten, auch über mehrere Stockwerke. Die Kartierung „dauert nur 10 Minuten“, und diese Angabe ist als einzige des Geräts mit einer Bedingung versehen: Fußnote 6 sagt „93 m² Fläche“. Eine Angabe zur Flächenabdeckung oder zur Wiederholrate gibt es nicht
Saugleistung
keine absolute Angabe. iRobot wirbt mit „70-fach stärkere Saugkraft“, Fußnote 1: „Im Vergleich zu den Robotern der Roomba 600-Serie“ — der Grundwert jener Serie steht nirgends, das Vielfache ist damit nicht auflösbar. Bemerkenswert ist, dass dasselbe Haus die Einheit sehr wohl benutzt: Im Navigationsband DERSELBEN Seite steht „Mit 30.000 Pascal extrastarker Saugleistung“ für den Max 775, und die Produktseite des Max 715 nennt die 30.000 Pascal viermal im eigenen Text
Dafür
  • Die Antwort dieses Geräts auf „ohne Absaugstation“ ist die einzige im Feld, die den Verzicht nicht in Handarbeit umlegt: Der Verdichter sitzt im Roboter, der Hersteller nennt bis zu 60 Tage bis zum Entleeren, und geladen wird über ein beiliegendes Dock ohne Zutun
  • Ein Ladedock liegt bei. Das Gerät fährt selbst zurück — der Unterschied zu einem Roboter ganz ohne Station ist nicht die Bequemlichkeit beim Entleeren, sondern dass überhaupt niemand an den Stecker muss
  • ClearView LiDAR mit bis zu drei Karten und mehreren Stockwerken, und als einzige Zahl des Geräts mit einer Bedingung versehen: 10 Minuten Kartierung, Fußnote „93 m² Fläche“. Wer eine ganze Wohnung abgedeckt haben will, bekommt hier wenigstens eine nachvollziehbare Größenordnung
  • Vier Saugstufen und drei Flüssigkeitsstufen, dazu automatische Teppicherkennung, die im Wischmodus Teppiche ausspart — das ist mehr Regelung, als die günstigeren Geräte dieses Vergleichs zusammen anbieten
  • Drei Bedienwege (Taste, App, Sprachassistent) und ein Zeitplan je Raum
  • Filter und Wischpads gibt es einzeln im Shop des Herstellers, mit Artikelnummer und Preis im Klartext
Dagegen
  • Für ein Gerät, dessen ganzes Argument der Staubbehälter ist, fehlt ausgerechnet dessen Volumen — auf der deutschen wie auf der amerikanischen Seite. Die „bis zu 60 Tage“ stehen damit ohne jede Größe da, aus der man sie nachrechnen könnte
  • Keine Laufzeit je Ladung, nirgends. Ob das Gerät eine Wohnung in einem Durchgang schafft, ist aus Herstellerangaben nicht zu beantworten
  • Keine Saugleistung in Pascal, sondern „70-fach“ gegenüber der Roomba-600-Serie, deren Wert nirgends steht. Dasselbe Haus beziffert auf derselben Seite 30.000 Pascal für ein teureres Modell — die Einheit fehlt nicht, sie wird hier nur nicht verwendet
  • „Weg mit dem Dock“ und „macht eine separate Entleerungsstation überflüssig“ stehen im selben Auftritt wie ein Lieferumfang, der ein Ladedock enthält. Die Zeile ist nicht falsch, aber sie liest sich als Versprechen auf gar kein Dock
  • Vor dem Kauf ist keine Anleitung lesbar: Der Support läuft über eine JS-Anwendung, der PDF-Host antwortet mit 401, und die verlinkte Seite „Roomba – Sicherheitshandbuch“ enthält keinen einzigen Sicherheitshinweis. Damit gibt es keine veröffentlichte Aussage darüber, wofür das Gerät nicht taugt
  • Kein dB-Wert und kein Wort zur Lautstärke
  • Die eigenen Seiten widersprechen sich in Kleinigkeiten: Akkutyp „LFP, Li-ion“ gegen „Lithium-ion“, Lieferumfang „Mikrofaser Wischtuch“ gegen „Extra Mop Pad“
  • Im Zubehörshop fehlt eine Bürste für genau dieses Modell, während sie für das Schwestermodell 105 gelistet ist; Akku und Verdichter sind gar nicht nachkaufbar
  • Mit 10,1 cm das höchste Gerät dieses Vergleichs — unter niedrige Möbel kommt es nicht
  • Kein Praxistest von uns: Wir haben dieses Gerät nicht benutzt

Kaufen, wenn

du „ohne Absaugstation“ suchst, weil du keinen Stellplatz für einen Turm hast — aber nicht bereit bist, dafür zweimal am Tag selbst hinzugehen. Dieses Gerät verlegt die Station ins Gehäuse: Der Schmutz wird beim Saugen verdichtet, der Hersteller nennt bis zu 60 Tage bis zum Entleeren, und ein Ladedock liegt bei, zu dem der Roboter selbst zurückfährt. Dazu kommt die vollständigste Ausstattung dieses Vergleichs — LiDAR mit drei Karten über mehrere Stockwerke, vier Saugstufen, drei Wassermengen, Teppicherkennung beim Wischen und drei Bedienwege. Wenn du eine größere Wohnung hast, App und Zeitpläne willst und der Stellplatz das eigentliche Problem ist, löst diese Bauart genau dein Problem.

Nicht kaufen, wenn

du vor dem Kauf nachlesen willst, was du kaufst. Bei diesem Gerät steht keine Anleitung zum Herunterladen bereit, die verlinkte Seite „Sicherheitshandbuch“ ist leer, und die Vergleichstabelle des Herstellers lädt nichts. Es fehlen das Behältervolumen, die Laufzeit je Ladung, jeder dB-Wert und jede Saugleistung in Pascal — bei den „60 Tagen“ und den „70-fach“ musst du dem Haus glauben, nachrechnen kannst du beides nicht. Auch nichts für flache Möbel: 10,1 cm Bauhöhe sind gut drei Zentimeter mehr als beim niedrigsten Gerät dieses Vergleichs. Und nicht, wenn du ohne App auskommen willst — ohne Konto und Smartphone lässt sich das Gerät nicht einmal einrichten.

Severin Saugroboter „chill“ RB 7025
Bild: Severin (Herstellerbild)
Platz 6Ohne jede Station100–250 €

Severin Saugroboter „chill“ RB 7025

30

Mangelhaft

30 von 100

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Unser Urteil: Der äußerste Punkt dieses Schnitts, und deshalb steht er hier: kein Dock, kein Ladedock, kein Stellplatz, kein WLAN, kein Konto. In 196 Anleitungsseiten kommen App, WLAN und Bluetooth null Mal vor, gestartet wird an einem Schalter, und mit 7 Zentimetern Bauhöhe kommt das Gerät unter Möbel, unter die keines der fünf anderen passt. Für ein einzelnes Zimmer mit Hartboden ist das eine sinnvolle Bauart — und Severin beschreibt genau diesen Einsatz in der eigenen Anleitung, die ehrlicher ist als die Verkaufsseite: beste Ergebnisse „in kleinen oder in sich geschlossenen Räumen“, während die Seite mit 100 m² wirbt. Fünf Ersatzteile mit Materialnummer gibt es im hauseigenen Shop, der Akku ist nicht darunter. Die 30 Punkte kommen daher, dass zur Navigation kein Verfahren genannt wird (das Fahrmuster steht als Zeichnung ohne einen Satz Text), zur Saugwirkung keine vergleichbare Größe existiert, und dass auf 90 Minuten Arbeit 6,5 Stunden Laden folgen — mit einem Handgriff am Anfang und am Ende.

Technische Daten
Bauart
Scheibenförmiger Saugroboter ohne jede Station — weder Absaugstation noch Ladestation. Die Anleitung beschreibt kein Zurückfahren zum Laden: Das Gerät reinigt, „bis der Staubbehälter voll ist“ oder „der Akku geladen werden muss“, hält dann an und piept jede Minute, bis man es am Schalter ausschaltet. Geladen wird über ein Netzteil, das am Gerät angesteckt wird
Wischfunktion
keine, und das ist hier belegt statt vermutet: In der 196-seitigen Anleitung über alle Sprachfassungen kommen „Wisch“, „Mopp“ und „mop“ null Mal vor. Die bestimmungsgemäße Verwendung nennt ausschließlich Trockenreinigung, und das Saugen von „Wasser und anderen Flüssigkeiten, z. B. feuchten Teppichreinigern“ ist ausdrücklich untersagt
Steuerung
Ein-/Aus-Schalter am Gerät, sonst nichts. Weder Produktseite noch Anleitung nennen App, WLAN, Wi-Fi, Bluetooth, Fernbedienung oder Zeitplanung — in 196 Anleitungsseiten null Treffer für „App“ (alle Fundstellen sind „appliance“ und „appendix“). Das Datenfeld „Elektronische Leistungsregulierung“ steht auf „nein“
Navigation
Severin nennt kein Navigationsverfahren. Die Anleitung sagt nur: Gerät in die Mitte des Raums stellen, einschalten, „The appliance will now clean the room according to the following pattern“ — und das Muster steht ausschließlich als Zeichnung da, ohne einen Satz Text. Kein LiDAR-Feld, keine Kartierung, kein Kamerafeld. Genannt sind drei Fallsensoren gegen Treppenstürze
Fallsensoren
drei Stück, von Hand in vier Stellungen zu bringen und alle gleichzeitig: „Bei hellen Böden und flachen Stufen Stellung 0 bis 1. Bei dunklen Böden und höheren Stufen Stellung 2 bis 3.“ Dazu der Hinweis: „Wenn der Roboter auf dunklen Böden andauernd rückwärts fährt, Einstellung 3 wählen.“ Eine Einstellung, die der Käufer selbst treffen muss und die das Gerät nicht selbst erkennt
Bodenanpassung
ebenfalls von Hand: „Wenn Hartböden gereinigt werden sollen, Rundbürsten anbringen. Wenn kurzflorige Teppiche gereinigt werden sollen, Bürsten abziehen.“ Zwischen Teppich und Hartboden wird also umgebaut, nicht umgeschaltet
Dafür
  • Der Schnitt stimmt hier wörtlich: keine Absaugstation, keine Ladestation, kein Dock, kein Stellplatz. Wer ohne Station sucht, bekommt bei diesem Gerät genau das — und nicht die Grundvariante eines Modells, das es auch mit Station gibt
  • Ohne App, ohne WLAN, ohne Konto: In 196 Anleitungsseiten kommt keines dieser Wörter vor, und das Gerät hat einen Ein-/Aus-Schalter. Für Haushalte, die kein weiteres vernetztes Gerät wollen, ist das keine Sparmaßnahme, sondern das Merkmal
  • 7 cm Bauhöhe. Das ist der niedrigste Wert, den wir in dieser Klasse bisher gesehen haben, und es ist der Wert, der darüber entscheidet, ob unter Bett und Sideboard überhaupt gereinigt wird
  • Die Anleitung ist ehrlicher als die Verkaufsseite: Sie grenzt das Gerät auf „kleine oder in sich geschlossene Räume“ ein und sagt, dass die Rundbürsten für Teppich abgezogen werden müssen. Solche Sätze findet man in dieser Klasse selten
  • Fünf Ersatzteile mit Materialnummer im hauseigenen Shop, darunter Staubbehälter, Ladegerät und ein Reinigungsset mit Filter — die Verschleißteile sind einzeln ersetzbar
  • Die Einsatzgrenzen stehen vollständig und konkret da, von Flüssigkeiten über Toner bis zu „Räumen, in denen zerbrechliche Gegenstände … stehen“
Dagegen
  • Severin nennt kein Navigationsverfahren — kein LiDAR, keine Kartierung, kein Sensortyp außer den drei Fallsensoren. Das Fahrmuster steht in der Anleitung ausschließlich als Zeichnung, ohne einen Satz Text. Ein Käufer kann nicht erfahren, ob und wie der Raum vollständig abgedeckt wird
  • Keine Saugleistung in Pa, nirgends. Die 17 W sind die Leistungsaufnahme des Geräts und sagen über die Saugwirkung nichts — vergleichbar ist dieser Wert mit keinem anderen Gerät der Klasse
  • „Saugstufen 3“ steht im selben Datenblatt wie „Elektronische Leistungsregulierung: nein“, und die Anleitung kennt nur einen Ein-/Aus-Schalter. Diesen Widerspruch löst keine Hausquelle auf
  • 6,5 Stunden Ladezeit für 90 Minuten Arbeit, und ohne Station heißt das: anstecken und abstecken von Hand. Das Gerät fährt nicht zurück, es hält an und piept jede Minute, bis jemand den Schalter umlegt
  • 100 m² Reichweite auf der Verkaufsseite gegen „beste Reinigungsergebnisse in kleinen oder in sich geschlossenen Räumen“ in der Anleitung. Beide Sätze stammen vom selben Haus und zeigen in verschiedene Richtungen
  • Der Akku ist im Ersatzteilshop nicht gelistet, obwohl die Anleitung sein Entnehmen beschreibt. Das Teil, dessen Alterung die Lebensdauer bestimmt, ist damit beim Hersteller nicht nachkaufbar
  • „Extra leise“ ohne einen einzigen dB-Wert. Die 65 dB, die man findet, stehen bei Amazon, nicht bei Severin
  • Die 196-seitige Anleitung hat keinen Abschnitt „Technische Daten“. Wer das Gerät nach dem Kauf nachschlagen will, findet dort weder Watt noch Volt noch Maße
  • Kein Praxistest von uns: Wir haben dieses Gerät nicht benutzt

Kaufen, wenn

du einen Saugroboter für eine kleine Wohnung oder ein einzelnes Zimmer willst, der ohne Station auskommt und ohne App funktioniert. Dieses Gerät ist der äußerste Punkt dieses Schnitts: Es gibt keinen Stellplatz für ein Dock, kein Konto, kein WLAN und keine Kartierung — man stellt es in die Raummitte und legt den Schalter um. Mit 7 cm Bauhöhe kommt es unter Möbel, unter die kaum ein Gerät mit Turm oder Laserdom passt, und Severin liefert Staubbehälter, Filter, Bürsten und Ladegerät einzeln nach. Für Hartboden in einem überschaubaren, aufgeräumten Raum ist das die passende Bauart — und genau diesen Einsatz beschreibt der Hersteller in der Anleitung auch selbst.

Nicht kaufen, wenn

du eine ganze Wohnung in einem Durchgang erwartest. Die 100 m² der Verkaufsseite stehen gegen den Satz der eigenen Anleitung, die besten Ergebnisse gebe es „in kleinen oder in sich geschlossenen Räumen“ — und ohne Kartierung gibt es keine Zusicherung, dass eine Fläche vollständig abgefahren wird. Ebenso wenig, wenn du zwischen Teppich und Hartboden wechselst: Dafür werden die Rundbürsten von Hand abgezogen und wieder angebracht. Und nicht, wenn du selten daran denken willst — nach 90 Minuten hält das Gerät an, piept im Minutentakt und wartet darauf, dass jemand es ausschaltet und ansteckt; 6,5 Stunden später ist es wieder bereit. Wer eine Saugleistung in Pa vergleichen möchte, findet bei Severin keine.

Warum das Gerät mit der besten Antwort auf Platz fünf liegt

Der Dreame D20 gewinnt mit 71 Punkten, und er gewinnt an der Stelle, an der es diese Liste verlangt: Er ist das einzige Gerät, bei dem alle vier Größen dastehen, die den Aufwand ohne Station bestimmen. 700 Milliliter Behälter — das Doppelte des Severin, das 2,3-Fache des Medion —, 285 Minuten Laufzeit, rund sechs Stunden Ladezeit, und die Zusage, dass der Roboter nach dem Laden dort weitermacht, wo er aufgehört hat. Dazu die vollständigste Auskunft des Feldes: eine Wartungstabelle, die Reinigen und Ersetzen trennt, Einsatzgrenzen bis zum Betriebstemperaturbereich, der Laser mit Norm eingeordnet, und eine Datentabelle, die sogar eine Zeile für eine Funktion führt, die das Gerät nicht hat. Was ihm fehlt, ist ausgerechnet das Intervall: Beim größten Behälter der Liste sagt der Hersteller nicht, für wie lange er reicht.

Der Medion X41 SW auf Platz zwei kommt aus der niedrigsten Preisklasse dieses Vergleichs und ist für viele Haushalte die vernünftigere Wahl als der Sieger. Er ist das einzige Gerät, bei dem die Entscheidung gegen die Station umkehrbar ist, das einzige mit einer nach Modi gestaffelten Lautstärke, das einzige mit einer Fernbedienung im Karton — das Gerät funktioniert also ohne Konto und ohne App — und das Haus legt seinen Akku bis zum Zellhersteller offen. Was ihn Platz eins kostet, ist der Alltag, um den es hier geht: 0,3 Liter Behälter, und die eigene Anleitung verlangt, ihn nach jeder Benutzung zu leeren.

Der AEG 7000 (56) ist das Gerät für die lange Frist. Er holt beim Kriterium Ersatzteile 88 Punkte, den höchsten Einzelwert der ganzen Liste, und zwar auf einer anderen Grundlage als alle anderen: Nicht ein Shopsortiment, sondern eine Pflichtveröffentlichung nach der EU-Ökodesign-Verordnung führt 32 Positionen mit Materialnummer — Akkupack, Ladestation, beide Bürstenmotoren, Stoßfänger samt Feder, Lidar-Abdeckung, Räder. Bei Dreame und Xiaomi ist der Akku überhaupt nicht gelistet, hier ist er im eigenen Shop als verfügbar ausgewiesen. Drei Dinge halten ihn auf Platz drei: der kleinste Behälter des Feldes, fehlende Maße und Gewichte — und eine „Bedienungsanleitung“, die ein zweiseitiges Piktogramm-Faltblatt ohne Verbotssätze ist.

Dahinter liegen zwei Geräte, die für bestimmte Leser die bessere Wahl sind als alles davor:

  • Der Xiaomi S20 (51) ist das Gerät für alle, die Zahlen nachvollziehen wollen. Er ist das einzige, das zu seinen drei Kernzahlen das Messverfahren mitliefert — 5.000 Pa, 400 ml Staub, 270 ml Wasser, jeweils mit Messgerät, Messpunkt und der ehrlichen Einschränkung „das höchste Ergebnis“. Dazu die aufgeräumteste Spezifikationsseite des Feldes und der zweitgrößte Behälter. Zurück wirft ihn, dass die Zeitachse ganz fehlt: weder Laufzeit noch Ladezeit, und das Handbuch mit den Einsatzgrenzen ist vor dem Kauf nicht zu öffnen.
  • Der iRobot Roomba 205 (46) gibt die beste Antwort auf die Frage dieser Liste und liegt trotzdem auf Platz fünf. Beim schwersten Kriterium holt er 72 Punkte, mehr als alle außer dem Sieger: Der Verdichter sitzt im Gerät, der Hersteller nennt bis zu 60 Tage bis zum Entleeren, ein Ladedock liegt bei, und die Ausstattung ist die vollständigste hier — LiDAR mit drei Karten über mehrere Stockwerke, vier Saugstufen, drei Wassermengen, Teppicherkennung. Was ihn nach hinten zieht, ist nichts davon, sondern die Belegbarkeit: kein Behältervolumen, keine Laufzeit, keine Saugleistung, kein dB-Wert, und vor dem Kauf keine lesbare Anleitung. Wer seiner Marke vertraut, bekommt hier die bequemste Bauart des Feldes. Wer nachrechnen will, findet nichts zum Nachrechnen.

Der Severin RB 7025 (30) ist der äußerste Punkt dieses Schnitts. Kein Dock, kein WLAN, kein Konto: In 196 Anleitungsseiten kommen App, WLAN und Bluetooth null Mal vor, das Gerät hat einen Ein-/Aus-Schalter, und mit 7 Zentimetern Bauhöhe kommt es unter Möbel, unter die keines der fünf anderen passt. Für ein einzelnes Zimmer mit Hartboden ist das eine sinnvolle Bauart — und der Hersteller beschreibt genau diesen Einsatz in der Anleitung auch selbst. Seine 30 Punkte kommen daher, dass er zur Navigation kein Verfahren nennt, zur Saugwirkung keine vergleichbare Größe, und dass zwischen zwei Ladungen von 6,5 Stunden 90 Minuten Arbeit stehen, die jemand von Hand anstoßen muss.

Vergleich aller empfohlenen Modelle
ModellPunkteBauartWas „ohne Station“ bei Dreame heißtZu Amazon
1. Dreame D20 Saugroboter Schwarz (RLD35GA)100–250 € · Unsere Empfehlung
71/100
Scheibenförmiger Saug- und Wischroboter mit LADEstation, ohne Absaugstation. Der Lieferumfang nennt „1 x Ladestation“ (Modell RCS0, 130 × 126 × 93 mm, 0,37 kg, Nennausgang 19,8 V / 1 A) — ein flacher Ladeteller ohne Beutel und ohne Absaugung. Der Roboter kehrt selbst zurück und macht danach weiter: „Bei geringer Akkuladung fährt der Saugroboter zum Aufladen automatisch zur Station und setzt die Reinigung danach fort.“der sauberste Fall dieses Vergleichs, weil das Haus denselben Roboter in drei Ausbaustufen führt und sie im Namen unterscheidet: D20 (diese Fassung, nur Ladestation) · D20 Pro Plus (Werbezeile „5-Liter-Staubbeutel“) · D20 Air Plus (Werbezeile „120 Tage Staubsaugen ohne manuelle Staubbeutelleerung“). Nachrüsten geht trotzdem nicht: Im gesamten Saugroboter-Zubehör des deutschen Dreame-Shops (91 Artikel durchgesehen) steht keine Station als einzeln bestellbares Teil. Wer die Absaugung will, kauft ein anderes Gerät — wie bei Xiaomi, anders als bei MedionPreis prüfenAnzeige
2. Medion Saugroboter X41 SW (MD 11916)50–100 € · Als Einziger nachrüstbar
59/100
Scheibenförmiger Saug- und Wischroboter mit Ladestation, ohne Absaugstation — und als einziges Gerät dieses Vergleichs mit der Möglichkeit, das nachzuholen: Medion verkauft unter der Bezeichnung „Absaugstation MD 12035 für Saugroboter MEDION X41 SW (MD 11916)“ eine passende Station einzeln (2 Liter Fassungsvermögen, automatisches Entleeren). Wer ohne Station kauft, legt sich hier also nicht festPreis prüfenAnzeige
3. AEG 7000 Saugroboter Lidar AR71HW1DG (Dark Grey)250–500 € · Beste Ersatzteillage im Feld
56/100
Scheibenförmiger Saug- und Wischroboter mit LADEstation, ohne Absaugstation. Der Lieferumfang nennt „Ladestation, zusätzliche Seitenbürste“; eine Absaugung, ein Beutel oder ein Schmutzwassertank kommen darin nicht vor. Der Roboter kehrt selbst zurück und macht danach weiter: „Der Staubsauger fährt automatisch zur Ladestation, wenn der Akku schwach ist. Nach dem Aufladen kehrt der Roboter zu dem Bereich zurück, in dem er aufgehört hat, und setzt die Reinigung fort.“Preis prüfenAnzeige
4. Xiaomi Robot Vacuum S20 (D106)100–250 € · Einziger mit Messverfahren
51/100
Scheibenförmiger Saug- und Wischroboter mit LADEstation, ohne Absaugstation. Die Ladestation ist als eigenes Bauteil mit Modellnummer ausgewiesen (CDZD106, 146 × 122 × 98 mm, 20 V ⎓ 0,6 A ein wie aus) — ein flacher Ladeteller, kein Turm mit Beutel. Das Gerät dockt selbst an: „Intelligentes Andocken zum Aufladen und weniger Navigationsfehler“Preis prüfenAnzeige
5. iRobot Roomba 205 DustCompactor Combo (L121040)250–500 € · Station im Gerät
46/100
Scheibenförmiger Saug- und Wischroboter ohne Absaugstation, aber MIT Ladedock. Der Verzicht ist hier keine Sparfassung, sondern die Bauart: Ein mechanischer Verdichter presst den aufgenommenen Schmutz im Gerät zusammen, „sodass er bis zu 60 Tage lang reinigen kann, bevor er geleert werden muss“. iRobot nennt das „Weg mit dem Dock“ und schreibt: „Die Verdichtung an Bord und das Abfallmanagement machen eine separate Entleerungsstation überflüssig“Preis prüfenAnzeige
6. Severin Saugroboter „chill“ RB 7025100–250 € · Ohne jede Station
30/100
Scheibenförmiger Saugroboter ohne jede Station — weder Absaugstation noch Ladestation. Die Anleitung beschreibt kein Zurückfahren zum Laden: Das Gerät reinigt, „bis der Staubbehälter voll ist“ oder „der Akku geladen werden muss“, hält dann an und piept jede Minute, bis man es am Schalter ausschaltet. Geladen wird über ein Netzteil, das am Gerät angesteckt wirdPreis prüfenAnzeige

Seitlich scrollen für weitere Werte — die Modellspalte bleibt stehen. Alle Daten stehen außerdem in den Produktkarten darunter.

Wo jedes Gerät stark ist

Dieselben Kriterien für alle Geräte, mit dem Gewicht, das sie in der Gesamtnote haben. Der beste Wert je Zeile ist hervorgehoben.

Punkte je Kriterium für alle verglichenen Geräte, mit dem Gewicht des Kriteriums
Kriterium1. DreameD20 Saugroboter Schwarz (RLD35GA)2. MedionSaugroboter X41 SW (MD 11916)3. AEG7000 Saugroboter Lidar AR71HW1DG (Dark Grey)4. XiaomiRobot Vacuum S20 (D106)5. iRobotRoomba 205 DustCompactor Combo (L121040)6. SeverinSaugroboter „chill“ RB 7025
Was ohne Station an Handgriffen bleibt: Laden, Entleeren, StartenGewicht 24 %80 — Bestwert dieser Zeile
60
62
58
72
22
Navigation und Flächenabdeckung: benannt oder beziffert?Gewicht 20 %65 — Bestwert dieser Zeile
60
58
55
58
12
Reinigungswirkung: welche Größe wird überhaupt beziffert?Gewicht 16 %65
52
63
70 — Bestwert dieser Zeile
30
15
Staubbehälter im Verhältnis zur ausgelobten FlächeGewicht 12 %50 — Bestwert dieser Zeile
38
28
45
25
30
Ersatzteile und ReparierbarkeitGewicht 12 %76
75
88 — Bestwert dieser Zeile
35
45
55
Einsatzgrenzen: sagt der Hersteller, wofür das Gerät nicht taugt?Gewicht 8 %85 — Bestwert dieser Zeile
78
26
18
20
72
Vollständigkeit und Auffindbarkeit der HerstellerangabenGewicht 8 %85 — Bestwert dieser Zeile
55
46
50
35
48

Seitlich scrollen — die Kriterienspalte bleibt stehen.

Welches Gerät zu welcher Wohnung passt

Die Note beantwortet die Frage „Wie gut belegt der Hersteller, was das Gerät ohne Station verlangt?“ — nicht die Frage „Was soll ich kaufen?“. Die zweite Antwort hängt an der Wohnung:

Wenn bei dir …dann …weil
eine größere Wohnung am Stück drankommt und du selten entleeren willstDreame D20700 ml Behälter, 285 Minuten, fährt zum Laden und macht danach weiter
du dir die Absaugstation offenhalten willstMedion X41 SWdie passende Station gibt es einzeln, mit ausdrücklicher Nennung dieses Modells
das Gerät in fünf Jahren noch laufen sollAEG 7000 AR71HW1DG32 Ersatzteile mit Materialnummer, Akku und Ladestation einzeln bestellbar
du wissen willst, wie die beworbenen Zahlen zustande kommenXiaomi Robot Vacuum S20einziges Gerät mit vollständigem Messverfahren zu Saugleistung und Volumen
der Stellplatz das Problem ist, nicht der PreisiRobot Roomba 205die Station sitzt im Roboter — bis zu 60 Tage ohne Entleeren, aber unbelegt
ein einzelnes Zimmer mit Hartboden gereinigt wird, ohne App und ohne KontoSeverin RB 70257 cm Bauhöhe, ein Schalter, kein WLAN — dafür jeder Handgriff von Hand

Jede Produktkarte oben trägt dieselbe Aufteilung noch einmal ausführlich: „Kaufen, wenn …“ und „Nicht kaufen, wenn …“.

Die Fragen zu diesem Vergleich

Zu jeder Frage, die im Radar zu Saugrobotern auf hoher Priorität steht, gehört ein eigener Ratgeber mit einem eigenen Herstellerbefund:

  1. Ohne Wischfunktion? — von zwölf Häusern führt noch eines ein Gerät, das weder wischt noch eine Station braucht. Und „Saugroboter“ oder „Robot Vacuum“ im Produktnamen heißt bei vier von sechs Geräten: wischt trotzdem. Saugroboter ohne Wischfunktion

So haben wir bewertet

Alle sechs Geräte werden mit identischen Kriterien und identischen Gewichten bewertet. Die Note ist ein gewichteter Mittelwert, auf ganze Punkte gerundet — sie wird berechnet, nicht vergeben.

KriteriumGewichtWas hineinfließt
Was ohne Station an Handgriffen bleibt: Laden, Entleeren, Starten24 %Fährt das Gerät zum Laden zurück? Wie groß ist der Behälter, wie oft ist er zu leeren? Geht Starten ohne App? Und sind Laufzeit und Ladezeit überhaupt beziffert?
Navigation und Flächenabdeckung: benannt oder beziffert?20 %Verfahren benannt? Karten, Zonen, Sensoren? Und hängt an alldem eine Zahl — Fläche, Kartierungsdauer, Schwellenhöhe?
Reinigungswirkung: welche Größe wird überhaupt beziffert?16 %Pascal-Wert vorhanden? Mit Messpunkt, Messgerät, Norm oder Prüfstelle? Saugstufen zugeordnet? Lautstärke genannt?
Staubbehälter im Verhältnis zur ausgelobten Fläche12 %Stehen Volumen UND Fläche beim Hersteller? Geht die Rechnung auf? Nennt er ein Entleerungsintervall — und mit welcher Bedingung?
Ersatzteile und Reparierbarkeit12 %Verschleißteile einzeln bestellbar? Mit Nummer und lieferbar? Gibt es den Akku? Nennt der Hersteller Wartungsintervalle?
Einsatzgrenzen: sagt der Hersteller, wofür das Gerät nicht taugt?8 %Verbotsliste, Bodenarten, Temperaturbereich, Raumbedingungen — und ob das vor dem Kauf lesbar ist
Vollständigkeit und Auffindbarkeit der Herstellerangaben8 %Wie viele Datenfelder? Anleitung lesbar und verlinkt? Sagen Produktseite und Anleitung dasselbe? Stehen EAN und Modellnummer da?

Diese Matrix bewertet die Unterlage, nicht den sauberen Boden. Wie gut ein Gerät saugt, wissen wir nicht — wir hatten keines davon in der Hand, und niemand hier hat etwas gemessen. Was wir wissen, ist, was der Hersteller vor dem Kauf zu belegen bereit ist. Fehlt eine Angabe, gibt es Punktabzug statt einer Schätzung. Und wo eine Unterlage gar nicht erst zu öffnen ist — wie bei iRobot und Xiaomi —, zählt das als Lücke in der Auskunft, nicht als Beweis, dass der Hersteller schweigt.

So sieht die Rechnung für den Erstplatzierten im Einzelnen aus, jedes Kriterium mit Gewicht, Punktzahl und Methode:

Bewertungsmatrix

Dreame D20 Saugroboter Schwarz (RLD35GA)

71

Gut

71 von 100

  • Was ohne Station an Handgriffen bleibt: Laden, Entleeren, StartenGewicht 24 %80

    Das höchste Gewicht, weil es die Frage dieses Vergleichs ist — und hier steht das beste Ergebnis des Feldes, weil Dreame als einziges Haus alle Zahlen liefert, die man dafür braucht. Laden: Eine Ladestation liegt bei, sie ist mit Modell (RCS0), Maßen, Gewicht und elektrischen Werten ausgewiesen, der Roboter fährt selbst zurück, und die Anleitung verspricht mehr als nur das Andocken: „Bei geringer Akkuladung fährt der Saugroboter zum Aufladen automatisch zur Station und setzt die Reinigung danach fort.“ Keines der vier anderen Geräte sagt diesen Satz. Dazu die Zeitachse, die bei zwei Geräten dieses Vergleichs komplett fehlt: 285 Minuten Laufzeit, rund 6 Stunden Ladezeit — ein Verhältnis von 1 : 1,26 gegenüber 1 : 4,3 beim Severin-Gerät, und zwar ohne einen einzigen Handgriff, weil niemand ein Netzteil anstecken muss. Entleeren: 700 ml, das größte Bordvolumen des Feldes, doppelt so viel wie beim Severin und 2,3-mal so viel wie beim Medion. Drei Abzüge halten die Note unter 90. Erstens nennt Dreame ausgerechnet kein Entleerungsintervall — bei dem Volumen wäre es die einfachste Übung, und Xiaomi wie iRobot trauen sich eine Aussage zu. Zweitens steht die Laufzeit ohne Saugstufe da, was den Wert praktisch unbrauchbar macht, sobald man auf Stufe vier oder fünf fährt. Drittens kommt der Wassertank als zweiter Anlass dazu: 350 ml nachfüllen, und das Wischpad ist laut eigener Tabelle nach jedem Gebrauch zu reinigen. (Herstellerangabe)

  • Navigation und Flächenabdeckung: benannt oder beziffert?Gewicht 20 %65

    Benannt so gut wie bei keinem anderen Gerät, beziffert genauso wenig wie bei allen anderen. Dreame nennt das Verfahren dreifach und mit drei verschiedenen Wörtern — „Smart Pathfinder™-Navigation“ auf der Produktseite, „Laserdistanzsensor (LDS)“ in der Anleitung, „LIDAR NAVIGATION“ aufgedruckt auf dem Turm des Geräts. Das ist Marketing-Unordnung, aber die Substanz dahinter ist die belegteste des Feldes: Der Laser ist mit Norm eingeordnet („entspricht der Norm IEC 60825-1:2014/EN 60825-1:2014/A11:2021 für Laserprodukte der Klasse 1“, dazu EN 50689:2021) — die einzige Normangabe in diesem ganzen Vergleich. Dazu sind die übrigen Sensoren einzeln benannt und in der Wartungstabelle mit Intervall geführt: Randsensor, Klippensensoren, Stoßfänger, omnidirektionales Rad. Und es gibt eine Zahl, die sonst niemand nennt: die maximal überwindbare Türschwellenhöhe von 20 mm. Was fehlt, ist dasselbe wie bei den vier anderen: keine Fläche in m², keine Kartierungsdauer (iRobot nennt als einziges eine, 10 Minuten für 93 m²), keine Aussage zur Abdeckung oder Wiederholrate. Punkte für die Norm, die Sensorliste und die Schwellenhöhe; Abzug dafür, dass die Leistung der Navigation selbst wieder nur beschrieben wird. (Herstellerangabe)

  • Reinigungswirkung: welche Größe wird überhaupt beziffert?Gewicht 16 %65

    Beziffert wird hier viel, belegt wenig — genau umgekehrt zum Xiaomi-Gerät dieses Vergleichs. Die Zahl ist mit 13.000 Pa die höchste des Feldes, das Zweieinhalbfache des Xiaomi und mehr als das Anderthalbfache des Medion. Ihr Beleg ist eine Fußnote, die nur die Herkunft nennt und keine Bedingung: „13.000 Pa, saugt 100 % der großen Partikel auf: basierend auf Daten aus unserem internen Labor. Die tatsächliche Leistung kann abweichen.“ Kein Messpunkt, kein Messgerät, kein Messbereich — Xiaomi liefert für 5.000 Pa all das. „100 % der großen Partikel“ ist dabei die eigentlich interessante Aussage und zugleich die ungenaueste: Was ein großer Partikel ist, definiert Dreame nicht. Dafür steht an anderer Stelle die erste benannte Prüfstelle dieses Vergleichs: „100 % verhedderungsfrei: Vom TÜV SÜD zertifiziert“ — allerdings ohne Zertifikatsnummer, während Roborock für dieselbe Eigenschaft eine nennt, und die Zusage betrifft die Bürste, nicht die Saugwirkung. Fünf Saugstufen sind genannt, ohne Zuordnung zu Werten. Die Bemessungsleistung von 75 W steht in der Anleitung; sie sagt über die Saugwirkung nichts. Kein dB-Wert, keine Arbeitsbreite. Punkte für Umfang, Bürstentyp und die benannte Prüfstelle; Abzug dafür, dass die größte Zahl des Feldes die schwächste Fußnote trägt. (Herstellerangabe)

  • Staubbehälter im Verhältnis zur ausgelobten FlächeGewicht 12 %50

    Das beste Ergebnis dieses Kriteriums im Feld, und es reicht trotzdem nur bis in die Mitte — weil wieder die halbe Rechnung fehlt. Belegt: 700 ml, mit der Fußnote „basierend auf Daten aus unserem internen Labor“. Das ist das doppelte Volumen des Severin-Geräts (0,35 l), das 2,3-Fache des Medion (0,3 l), 300 ml mehr als beim Xiaomi — und beim iRobot, dessen ganzes Verkaufsargument der Behälter ist, steht überhaupt keines. Wer ohne Absaugstation von Hand entleert, greift hier am seltensten ein. Fehlend: die Bezugsgröße. Eine Flächenangabe in m² gibt es weder auf der Produktseite noch in den 98 Seiten der Anleitung, also ist das Verhältnis Behältervolumen je Quadratmeter — beim Severin-Gerät aus 0,35 l und 100 m² zu 3,5 ml/m² bildbar — hier gar nicht zu bilden. Und Dreame macht aus dem Volumen auch keine Zeitaussage: Kein Entleerungsintervall, nirgends; die Wartungstabelle führt den Staubbehälter unter „nach Bedarf reinigen“. Das ist bemerkenswert, weil Häuser mit kleineren Behältern sich hier etwas trauen — Xiaomi sagt „am Wochenende“, iRobot „bis zu 60 Tage“. Der Hersteller mit dem besten Wert macht daraus als einziger keine Aussage. Punkte für das Volumen und die 285 Minuten, die immerhin eine Zeitachse liefern; Abzug für die fehlende Fläche und das fehlende Intervall. (Berechnung)

  • Ersatzteile und ReparierbarkeitGewicht 12 %76

    Knapp das beste Ergebnis des Feldes, und es wackelt an einer Stelle, die sich täglich ändern kann. Dreame führt im eigenen deutschen Shop fünf Positionen mit Artikelnummer, die dieses Modell im Titel nennen: Hauptpinsel (20010100001362, 44,99 €), Wassertank-Mopp (20010100001780, 16,99 €), Zubehörset für D20 (20010100001777, 64,99 €), Filter im Zweierpack (20010100000133, 7,80 €) und Seitenbürsten im Zweierpack (20010100000717, 15,99 €). Dazu kommt, was sonst kein Haus dieses Vergleichs liefert: eine Wartungstabelle, die Pflege und Austausch trennt und beides beziffert — Wischpad nach jedem Gebrauch reinigen und alle 3 bis 6 Monate tauschen, Hauptbürsten alle 2 Wochen reinigen und alle 6 bis 12 Monate tauschen, Filter alle 3 bis 6 Monate tauschen. Ein Käufer weiß damit vor dem Kauf, was ihn laufend kostet. Drei Abzüge. Erstens sind am 12.09.2026 ausgerechnet die beiden Teile ausverkauft, die die eigene Tabelle am häufigsten vorsieht: Filter und Seitenbürsten, und es sind zugleich die beiden mit den kleinsten Beträgen. Zweitens ist der Akku nicht bestellbar, obwohl er in der Anleitung mit zwei Modellbezeichnungen, Spannung, Kapazität und Wattstunden vollständig benannt ist. Drittens widerspricht sich die Anleitung bei ihm: Die Sicherheitshinweise erlauben den Tausch nur „vom qualifizierten Fachpersonal oder dem Kundendienst“, der Entsorgungsabschnitt beschreibt zwölf Seiten später Schritt für Schritt, wie der Besitzer ihn selbst ausbaut. (Herstellerangabe)

  • Einsatzgrenzen: sagt der Hersteller, wofür das Gerät nicht taugt?Gewicht 8 %85

    Das stärkste Kriterium dieses Geräts und der deutlichste Abstand zum Rest des Feldes — nicht weil Dreame mehr verbietet, sondern weil die Auskunft vor dem Kauf ohne Umweg zu finden ist. Die Anleitung ist über eine eigene Handbuchseite des Herstellers verlinkt, ein echtes Text-PDF, und sie grenzt selbst ein: „Dieses Produkt ist nur für die Bodenreinigung in Wohnräumen geeignet. Verwenden Sie es nicht im Freien, auf anderen Oberflächen als Bodenbeläge oder in einer gewerblichen oder industriellen Umgebung.“ Dazu ein Betriebstemperaturbereich (über 0 °C, unter 40 °C), den sonst niemand nennt, und eine konkrete Verbotsliste: keine brennenden Gegenstände, keine entflammbaren oder brennbaren Flüssigkeiten, keine ätzenden Gase, keine unverdünnten Säuren oder Lösungsmittel, keine harten oder scharfen Gegenstände, keine Steine oder großen Papierstücke. Kein Betrieb über einer freistehenden Kante ohne Schutzbarriere. Kabel und zerbrechliche Gegenstände vorher entfernen. Kinder unter 8 Jahren nur unter Aufsicht. Zwei Einschränkungen betreffen ausgerechnet Funktionen, mit denen geworben wird: „Es wird nicht empfohlen, die Wischfunktion auf Teppichen zu verwenden“, und die Ladestation soll auf Fliesen oder Marmor stehen, damit Wasserflecken Holzböden oder Teppiche nicht nässen. Abzug allein dafür, dass keiner dieser Sätze auf der Verkaufsseite steht — man muss die Anleitung öffnen, um sie zu finden. (Herstellerangabe)

  • Vollständigkeit und Auffindbarkeit der HerstellerangabenGewicht 8 %85

    Die beste Datenlage dieses Vergleichs, in beiden Hausquellen und an beiden Enden. Die Produktseite trägt eine vollständige Datentabelle: Modellname, Maße und Gewicht von Roboter UND Ladestation getrennt, maximale Saugleistung, Bürstentyp, Mopptyp, beide Volumina, Türschwellenhöhe, Akkukapazität — und sogar eine Zeile für eine Funktion, die das Gerät nicht hat („Ausfahrbare Seitenbürste ד). Darunter stehen fünf Haftungsausschlüsse, die zu jeder beworbenen Zahl die Herkunft nennen, einschließlich des Vorbehalts, die Maße könnten um bis zu 2 mm abweichen. Dazu ein Block „Produktsicherheitsinformationen“ mit Modellnummer RLD35GA, Herstellername und vollständiger Anschrift. Die Anleitung ist verlinkt, 98 Seiten stark, ein echtes Text-PDF und ergänzt eine Spezifikationstabelle (Ladezeit, Bemessungsspannung und -leistung, elektrische Werte der Ladestation, Akkumodell mit beiden Kapazitäten und Wattstunden), eine Wartungstabelle, ein Sicherheitskapitel, die Laserklasse mit Norm und die EU-Konformitätserklärung mit Fundstelle. Die EAN steht im Shopify-Datensatz, der Preis im Klartext auf der Seite. Vier Abzüge halten die Note unter 95: kein dB-Wert und keine Flächenangabe; zwei Kapazitätsangaben für denselben Akku ohne Erklärung; der Widerspruch zum Akkutausch innerhalb derselben Anleitung; und drei verschiedene Namen für dasselbe Navigationsverfahren. Der Inhalt stimmt und ist auffindbar — er ist nur an den Rändern unsauber. (Datenlage)

Gesamtnote = gewichteter Mittelwert, auf ganze Punkte gerundet. Die Gewichte gelten für alle Geräte einer Kategorie gleich und stehen in der Methodik.

Wer die Gewichte anders setzt, kommt zu einer anderen Reihenfolge. Wer allein auf die Ersatzteile sieht, hat den AEG vorn; wer die Belegbarkeit der Saugleistung zum Hauptkriterium macht, den Xiaomi; wer nur die Handgriffe zählt und dem Hersteller glaubt, den iRobot. Genau deshalb stehen die Gewichte hier.

Alle sechs Geräte arbeiten beutellos — womit der Filter dasselbe Verschleißteil ist wie beim handgeführten Sauger. Was das für die Pflege heißt, steht im Ratgeber zur Filterpflege beutelloser Sauger. Die vollständigen Regeln stehen in der Methodik.

Häufige Fragen

Welcher Saugroboter ohne Absaugstation ist der beste?
Nach unserer Matrix der Dreame D20 mit 71 von 100 Punkten, vor dem Medion X41 SW mit 59 und dem AEG 7000 AR71HW1DG mit 56. Der Dreame gewinnt, weil er als einziges Gerät alle vier Größen veröffentlicht, die den Aufwand ohne Station bestimmen: 700 Milliliter Staubbehälter — das Doppelte des kleinsten Geräts im Vergleich —, 285 Minuten Laufzeit, rund sechs Stunden Ladezeit und die Zusage, dass der Roboter nach dem Laden dort weitermacht, wo er aufgehört hat. Wenn dir wichtiger ist, dass du die Absaugstation später nachrüsten kannst, ist der Medion die bessere Wahl: Er ist das einzige Gerät im Vergleich, für das der Hersteller die Station einzeln verkauft — und er kostet eine Preisklasse weniger.
Was ist der Unterschied zwischen Ladestation und Absaugstation?
Eine Ladestation ist ein flacher Teller mit Kontakten, zu dem der Roboter zum Aufladen zurückfährt. Eine Absaugstation ist ein Turm, der den Bordbehälter nach jeder Fahrt in einen großen Beutel oder Behälter entleert. Vier der sechs Geräte in diesem Vergleich haben eine Ladestation, eines gar keine Station, und beim iRobot sitzt eine Art Station im Roboter selbst: ein Verdichter, der den Schmutz zusammenpresst. Wer nach „ohne Absaugstation“ sucht, sollte deshalb im Lieferumfang nachsehen, welche der beiden gemeint ist — die Begriffe werden im Handel durcheinandergeworfen, und AEG ist das einzige Haus in diesem Vergleich, das die Linie in der eigenen FAQ zieht: „Die Roboter ohne Absaugstation sind beutellos.“
Wie oft muss ich einen Saugroboter ohne Absaugstation entleeren?
Das sagen die Hersteller nicht verlässlich. Drei der sechs Geräte nennen überhaupt ein Intervall, und keines davon nennt eine Bedingung dazu: iRobot schreibt „bis zu 60 Tage“ ohne Volumen- oder Flächenangabe, Xiaomi „einfach am Wochenende leeren“ ohne Wohnungsgröße, Medion verlangt in der Anleitung „nach jeder Benutzung“. Rechnen lässt es sich nur bei zwei Geräten, weil nur zwei Häuser Behältervolumen und Fläche zusammen veröffentlichen: Severin kommt auf 3,5 Milliliter Behälter je Quadratmeter, AEG auf 2,0. Als grobe Orientierung gilt: Je kleiner der Behälter und je größer die Wohnung, desto öfter — und 0,28 bis 0,7 Liter ist eine Spanne von Faktor 2,5 innerhalb dieses Vergleichs.
Kann ich eine Absaugstation später nachrüsten?
Bei fünf der sechs Geräte nicht. Xiaomi, Dreame und AEG führen die Absaugung jeweils in einem anderen Gerät — Dreame trennt das sogar im Modellnamen (D20, D20 Pro Plus, D20 Air Plus) —, und im gesamten deutschen Dreame-Zubehör steht keine Station als einzeln bestellbares Teil. Der Severin hat gar keine Station, und beim iRobot ersetzt der Verdichter im Gehäuse die Entleerungsstation. Die Ausnahme ist Medion: Das Haus verkauft die „Absaugstation MD 12035“ mit 2 Litern und automatischem Entleeren einzeln und nennt dabei ausdrücklich unser Modell. Ein anderer Hersteller derselben Klasse, Roborock, schreibt die Regel für sein Einstiegsgerät wörtlich hin: „Die Dockingstation des Q7 L5+ ist nicht separat erhältlich.“
Sagen die Pascal-Angaben etwas über die Saugleistung?
Nur zusammen mit ihrer Fußnote — und die fehlt meistens. Vier der sechs Geräte nennen einen Pascal-Wert, zwischen 4.000 und 13.000, also Faktor 3,25. Die Belegqualität läuft dabei genau andersherum als die Höhe der Zahl: Die größte Angabe (Dreame, 13.000 Pa) beruht auf „Daten aus unserem internen Labor“ ohne Messpunkt und ohne Messgerät, die kleinste (AEG, 4.000 Pa) trägt als einzige eine Norm (IEC 60312-1, mit benannten Partikelgrößen und Belägen), und Xiaomi druckt für seine 5.000 Pa das vollständige Messverfahren ab. Medions 8.000 Pa kommen ganz ohne Bedingung und stehen in der eigenen 162-seitigen Anleitung kein einziges Mal. Keine dieser Zahlen ist von einer unabhängigen Stelle geprüft — eine Zertifikatsnummer nennt in diesem Vergleich kein einziges Haus.
Gibt es einen Saugroboter ohne App und ohne WLAN?
In diesem Vergleich genau einen: den Severin RB 7025. In seinen 196 Anleitungsseiten kommen App, WLAN und Bluetooth kein einziges Mal vor, gestartet wird an einem Ein-/Aus-Schalter. Der Preis dafür ist hoch: keine Kartierung, kein Zeitplan, kein Zurückfahren zum Laden — nach 90 Minuten hält das Gerät an und piept, bis jemand es ausschaltet und ansteckt. Die halbe Lösung ist der Medion X41 SW: Er hat eine App, liegt aber mit einer Fernbedienung im Karton, mit der sich Programm, Wischfeuchte und Saugstufe ohne Smartphone wählen lassen. Bei den übrigen vier Geräten laufen Karten, Zonen und Zeitpläne ausschließlich über die App des Herstellers.
Warum stehen hier sechs Geräte von sechs verschiedenen Herstellern?
Weil kein Haus mehr als zwei Geräte tragen soll und weil die Klasse breit ist — anders als bei anderen Schnitten dieser Geräteklasse. Zum Vergleich haben wir vor dem Bauen zwölf Häuser durchgesehen: Saugroboter ohne Wischfunktion führen nur drei von zwölf, ohne App sogar nur eines. Ohne Absaugstation dagegen führen alle großen Häuser etwas, und mehrere benennen den Unterschied selbst im Modellnamen. Zwei Geräte haben wir trotz fertiger Recherche nicht aufgenommen: den Roborock Q7 L5, weil er im eigenen Shop ausverkauft ist und die naheliegende Amazon-Nummer beim Abruf ein anderes Gerät zeigt, und ein zweites AEG-Modell, weil der Hersteller dafür zwei Beträge in zwei verschiedenen Preisklassen führt und sich die Klasse damit nicht eindeutig belegen lässt.
Themenwelt

Die 2 Fragen zu diesem Vergleich

Jeder Ratgeber beantwortet eine Frage, die Leser zu diesem Gerät tatsächlich stellen — und führt zurück zu diesem Vergleich.

  1. 1Beutellos saugen: der Filter entscheidet über die SaugleistungBeutellos klingt nach weniger Aufwand und weniger Folgekosten. Beides stimmt — nur wandert die Arbeit an eine andere Stelle: an den Filter. Und über den schweigt die Hälfte der Hersteller.4 Min. Lesezeit
  2. 2Saugroboter ohne Wischfunktion: zwölf Häuser, drei Geräte — und der Name hilft nichtWer ausdrücklich keinen Wischmopp will, sucht eine Bauart, die die Branche gerade abschafft: Von zwölf Herstellern führen noch drei ein Gerät ohne Wischfunktion — und zwei davon liefern es nur mit Absaugstation. Bleibt eines. Dazu ein Befund, der die Suche selbst erschwert: Das Wort „Saugroboter“ im Produktnamen sagt nichts darüber, ob das Gerät wischt.8 Min. Lesezeit
Dr. Michael Niestroj, Herausgeber & verantwortlicher Redakteur

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Wie dieses Urteil entstanden ist

Bewertungsgrundlage: Datenanalyse aus Herstellerangaben, Bedienungsanleitungen, Normwerten und ausgewerteten Fremdtests — kein eigener Praxistest. Deshalb schreiben wir „Empfehlung“ und nicht „Testsieger“.

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Bildnachweise

Kärcher (Herstellerbild) · Rowenta (Herstellerbild, freigestellt auf weißem Grund)