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RatgeberDatenanalysefleischfondue wie viel fleisch pro person

Fleischfondue: Wie viel Fleisch pro Person — und wie viel muss in den Topf?

„Wie viel pro Person?“ ist die häufigste Frage vor einem Fondue-Abend — und die Hersteller beantworten sie an zwei verschiedenen Stellen unterschiedlich. Wir haben die Füllmengen und die Rezepte von sechs Häusern nebeneinandergelegt.

Dr. Michael NiestrojVeröffentlicht 18. September 2026Aktualisiert 18. September 20268 Min. Lesezeit
Gehört zum VergleichFondue für 6 Personen: 6 elektrische Sets im Vergleich4 weitere Fragen dazu am Ende des Beitrags
Inhalt · 6 Abschnitte
  1. 01Was die sechs Häuser über die Menge sagen
  2. 02Zwei Häuser sagen, wie wenig hinein muss — und nennen dieselbe Zahl
  3. 03Tefal stellt sich die Frage selbst — und verweist ins Leere
  4. 04Die zwei Häuser mit Rezepten sind sich nicht einig — Faktor zwei bis drei
  5. 05Gramm ist keine Füllhöhe
  6. 06Was das für die Kaufentscheidung heißt

Die Frage „wie viel pro Person?“ hat bei einem Fondue zwei Hälften, und sie werden fast immer verwechselt.

Die erste Hälfte ist die Einkaufsliste: Wie viel Fleisch, Käse oder Schokolade brauchen sechs Leute? Die zweite Hälfte ist die Füllmenge: Wie viel Öl, Brühe oder Wein muss überhaupt in den Topf, damit das Gerät arbeiten kann — und wie viel darf höchstens hinein?

Die zweite Frage ist die technische, und sie entscheidet über die erste. Ein Topf, der mindestens 0,8 Liter Öl braucht, braucht diese 0,8 Liter auch dann, wenn nur zwei Leute am Tisch sitzen. Wir haben für alle sechs Geräte unseres Vergleichs nachgesehen, was die Hersteller zu beiden Hälften sagen — in den Datentabellen, in den Bedienungsanleitungen und in den Rezepten, die manche mitliefern.

Was die sechs Häuser über die Menge sagen

GerätTopfinhaltUntergrenze beziffert?Rezepte in der AnleitungZu Amazon
Rommelsbacher F 12002,5 l Fassung, 1,2 l nutzbarja — 0,8 l bzw. 200 g Schokoladevier, ohne PersonenzahlPreis auf Amazon prüfenAnzeige
WMF Lono1,2 lja — MIN 0,8 lkeinePreis auf Amazon prüfenAnzeige
Kela Simplon 669801,7 l Fassungsvolumennein — Marke nicht beziffertkeinePreis auf Amazon prüfenAnzeige
Spring PROFESSIONAL1,4 l (nur Produktseite)nein — Marke nicht beziffertdrei, mit PersonenzahlPreis auf Amazon prüfenAnzeige
Klarstein Bambus1,3 l oder 2 lneinkeinePreis auf Amazon prüfenAnzeige
Tefal EF2658keine Angabeneinkeine lesbare AnleitungPreis auf Amazon prüfenAnzeige

Bilder: Keck & Lang GmbH / kela (Herstellerbild) · Klarstein / Chal-Tec GmbH (Herstellerbild) · Rommelsbacher ElektroHausgeräte (Herstellerbild) · Spring International / Küchenprofi Group (Herstellerbild) · Tefal / Groupe SEB (Herstellerbild) · WMF Business Unit Consumer GmbH (Herstellerbild)

Das Wichtigste in Kürze

Häuser mit bezifferter Untergrenze
2 von 6
Häuser, die nur auf eine unbezifferte MIN-Marke verweisen
3 von 6
Häuser mit Rezepten und Mengen in der Anleitung
2 von 5 lesbaren

Eine Markierung im Topfinneren belegen überhaupt nur vier der sechs Häuser — und nur zwei davon sagen, wo sie liegt. Rommelsbacher und WMF beziffern sie; Kela verweist in der Anleitung auf die „Minimum bzw. Maximum Markierung im Topf“, ohne eine Zahl, und Spring nennt die MAX-Marke an vier Stellen und beziffert sie nie. Bei den beiden übrigen ist nicht einmal belegt, dass es eine gibt: In Klarsteins Bedienungsanleitung kommt das Wort überhaupt nicht vor — dort bezeichnen „MIN“ und „MAX“ etwas ganz anderes, nämlich die beiden Stellungen des Leistungsreglers —, und Tefal erwähnt Markierungen ausschließlich in einer allgemeinen Hersteller-FAQ, die selbst offenlässt, ob dieser Topf welche hat.

Zwei Häuser sagen, wie wenig hinein muss — und nennen dieselbe Zahl

Der eigentliche Befund steckt in einer Zeile, die man leicht überliest. Rommelsbacher führt in den Technischen Daten seiner Anleitung nicht eine Füllmenge, sondern zwei:

max. Füllmenge für Topf: 1,2 Liter · min. Füllmenge für Topf: 0,8 Liter bzw. 200 g Schokolade
Rommelsbacher, Bedienungsanleitung F 1200, Technische Daten (Seite 35, deutscher Teil)

WMF nennt genau dieselbe Spanne, und zwar im Lieferumfang auf der Produktseite — „1 1,2 l-Fonduetopf (min. 0,8 l)“ — sowie wortgleich in der Anleitung als „Mindestmarke (MIN 0,8 l)“ und „Höchstmarke (MAX 1,2 l)“.

Zwei Häuser, dieselben zwei Zahlen. Interessant wird es bei dem, was sie damit bewerben: Der Rommelsbacher liefert sechs Gabeln mit, der WMF acht. Daraus lässt sich ausrechnen, wie viel Flüssigkeit je Esser im Topf steht — und das Ergebnis ist bei gleichem Topfinhalt verschieden:

Das Wichtigste in Kürze

Rommelsbacher, voll — 1,2 l auf 6 Gabeln
rund 200 ml je Esser
WMF Lono, voll — 1,2 l auf 8 Gabeln
rund 150 ml je Esser
Rommelsbacher, Untergrenze — 0,8 l auf 6 Gabeln
rund 133 ml je Esser
WMF Lono, Untergrenze — 0,8 l auf 8 Gabeln
rund 100 ml je Esser

Zwei Dinge folgen daraus. Erstens: Dass ein Set acht Gabeln hat, heißt nicht, dass mehr hineinpasst — beim WMF ist der Topf derselbe wie beim Sechser-Set des anderen Hauses. Zweitens, und praktisch wichtiger: Die Untergrenze liegt bei zwei Drittel der Höchstmenge. Wer zu zweit fonduen will, erhitzt trotzdem 0,8 Liter Öl, also 67 Prozent der Menge, die für sechs oder acht gedacht ist. Kleine Runde heißt bei diesen Geräten nicht kleine Füllung.

Einen Unterschied gibt es trotzdem, und er betrifft nicht die Zahl, sondern ihre Erreichbarkeit: Bei WMF steht die Untergrenze im Lieferumfang der Produktseite, also vor dem Kauf und ohne PDF. Bei Rommelsbacher steht sie nur in der Bedienungsanleitung; die Produktseite nennt allein die Obergrenze von 1,2 Litern Nutzvolumen. Dieselbe Auskunft, zwei Grade an Zugänglichkeit.

Tefal stellt sich die Frage selbst — und verweist ins Leere

Das Tefal-Gerät ist hier der Sonderfall, und er ist der lehrreichste. Auf seiner Produktseite steht eine Hersteller-FAQ, die genau die Frage dieses Ratgebers aufwirft:

Frage: „Welche Menge Brühe oder Fett muss hinzugegeben werden?“ — Antwort: „Beim Befüllen des Topfes mit Brühe oder Fett die Markierungen für die minimale und maximale Füllmenge auf der Innenseite beachten. Sehen Sie in der Bedienungsanleitung nach, wenn im Topf keine Markierungen vorhanden sind.“
Tefal, Produktseite EF2658, Hersteller-FAQ

Die Antwort ist an sich vernünftig: erst die Marken, im Zweifel die Anleitung. Nur ist die Anleitung für dieses Gerät vor dem Kauf nicht zu bekommen. Beide auf der Seite verlinkten PDFs tragen fremde Artikelnummern, und eines beschreibt ein anderes Fondue — mit sechs Sieben statt acht Gabeln. Wir sagen deshalb ausdrücklich nicht, Tefal nenne keine Füllmenge; wir sagen, dass der Weg, auf den der Hersteller verweist, ins Leere führt. Eine Volumenangabe steht auch in der Merkmalstabelle nicht — von 26 Feldern beschreibt keines Füllmenge, Durchmesser, Maße oder Gewicht.

Die zwei Häuser mit Rezepten sind sich nicht einig — Faktor zwei bis drei

Damit zur ersten Hälfte der Frage, der Einkaufsliste. Fünf der sechs Anleitungen sind lesbar, und zwei davon liefern Rezepte mit Mengen: Rommelsbacher vier, Spring drei. In den Anleitungen von WMF, Kela und Klarstein kommt das Wort „Rezept“ nicht vor.

Der Unterschied zwischen den beiden beginnt schon davor: Spring schreibt zu jedem Rezept eine Personenzahl, Rommelsbacher zu keinem.

Fondue-ArtSpring PROFESSIONALRommelsbacher F 1200
Käse900 g Gruyère + 100 g Appenzeller + 400 ml Weißwein — für 4–5 Personenje 250 g Emmentaler und Greyerzer + 200 ml Weißwein — ohne Personenzahl
Schokolade800 g Zartbitterschokolade + 500 ml Sahne + 50 ml Öl — für ca. 8 Personen300 g Schokolade + 200 ml Sahne — ohne Personenzahl
Fleisch / Brüheje 300 g Hähnchen-, Kalbs- und Schweinefilet — für 4 Personen„je 200 g Rinderfilet, Schweinefilet, Kalbfleisch, Hühnerbrust oder Kalbsleber“

Rechnet man Springs Angaben auf den einzelnen Esser herunter und Rommelsbachers auf seine sechs Gabeln, liegen die beiden Häuser weit auseinander:

Das Wichtigste in Kürze

Käse je Person — Spring 200 bis 250 g, Rommelsbacher rund 83 g
Schokolade je Person — Spring 100 g, Rommelsbacher 50 g
Fleisch je Person — Spring 225 g, Rommelsbacher nicht bestimmbar

Beim Käse ist das der Faktor 2,4 bis 3. Das ist kein Rundungsunterschied, sondern eine andere Vorstellung davon, was ein Fondue ist — und beide Häuser verkaufen Geräte mit annähernd gleich großem Topf.

Bei der Fleischmenge, der Frage, mit der dieser Ratgeber überschrieben ist, gibt es von genau einem Haus eine ableitbare Zahl: 225 Gramm je Person, aus Springs Rezept für vier. Rommelsbachers Angabe lässt sich nicht auflösen. „Je 200 g Rinderfilet, Schweinefilet, Kalbfleisch, Hühnerbrust oder Kalbsleber“ kann 200 Gramm insgesamt bedeuten oder 200 Gramm je Sorte, also 1.000 Gramm. Der Hersteller sagt nicht, was gemeint ist, und eine Personenzahl steht auch nicht dabei. „Je … oder …“ ist keine Menge.

Gramm ist keine Füllhöhe

Und hier schließt sich der Kreis zur technischen Hälfte. Die Häuser geben die Füllgrenzen in Litern an und ihre Rezepte in Gramm. Eine Umrechnung liefert keines — mit einer einzigen Ausnahme, und die ist zugleich der schönste Widerspruch dieses Themas.

Rommelsbacher baut die Brücke für Schokolade: „min. Füllmenge für Topf: 0,8 Liter bzw. 200 g Schokolade“. Das ist die einzige Grammangabe zur Füllmenge im ganzen Feld. Sein eigenes Schokoladenrezept nennt dann 300 Gramm — die Hälfte mehr als die eigene Untergrenze. Das ist kein Fehler, sondern der Normalfall: Die Untergrenze ist ein technisches Minimum, das Rezept eine Empfehlung. Nur merkt man daran, wie weit die beiden Angaben auseinanderliegen, die derselbe Hersteller in dasselbe Heft schreibt.

Bei Spring lässt sich die Probe gar nicht rechnen. Sein Käserezept verlangt 1.000 Gramm Käse und 400 Milliliter Wein; der Topf ist mit 1,4 Litern angegeben, und diese Angabe steht nur in der Eigenschaftstabelle der Produktseite — in den Technischen Daten der 84-seitigen Anleitung fehlt ein Volumenfeld ganz. Ob 1.000 Gramm Käse unter die MAX-Marke passen, die die Anleitung an vier Stellen anmahnt und nirgends beziffert, ist aus Herstellerangaben nicht zu bestimmen.

Was das für die Kaufentscheidung heißt

  • Sie wollen wissen, wie viel Sie einkaufen müssen. Dann erwarten Sie diese Auskunft nicht vom Gerät. Zwei von fünf lesbaren Anleitungen liefern überhaupt Rezepte, und die beiden sind sich beim Käse um den Faktor zwei bis drei uneinig. Wer eine Hausmarke braucht, findet die einzige mit Personenzahl bei Spring: rund 225 Gramm Fleisch, 200 bis 250 Gramm Käse oder 100 Gramm Schokolade je Esser.
  • Sie wollen wissen, wie viel in den Topf muss. Das ist die härtere Zahl, und es gibt sie bei zwei von sechs Häusern — beide mit 0,8 Litern Untergrenze und 1,2 Litern Obergrenze. Bei Kela und Spring bleibt nur die Marke im Topfinneren, deren Wert der Hersteller nicht nennt — und bei Klarstein und Tefal ist nicht einmal belegt, dass es eine gibt.
  • Sie kochen oft für zwei oder drei. Dann ist die Untergrenze die Zahl, auf die es ankommt: 0,8 Liter Öl oder Brühe werden fällig, egal wie viele mitessen. Ob es Geräte gibt, die für kleine Runden gebaut sind, beantwortet dieser Ratgeber nicht — das Feld unseres Vergleichs beginnt bei sechs Gabeln.
  • Sie wollen die Menge vorher nachlesen können. Dann zählt nicht nur, ob ein Haus die Zahl nennt, sondern wo. Nur bei einem Gerät stehen beide Füllgrenzen schon im Lieferumfang der Produktseite.

Wie heiß es im Topf dabei wird, ist die andere große Auskunftsfrage dieser Geräteklasse — und dort liegt die Lage noch dünner. Welches der sechs Häuser eine Temperatur in Grad veröffentlicht und was die anderen fünf stattdessen anbieten, steht in der Bestenliste der Fondue-Sets für 6 Personen. Ob der Topf auch ohne sein Gerät auf eine Wärmequelle darf, klärt Fondue ohne Strom.

Häufige Fragen

Wie viel Fleisch braucht man pro Person beim Fleischfondue?
Von den sechs Häusern unseres Vergleichs lässt sich diese Zahl bei genau einem ableiten. Spring legt seiner Anleitung ein Rezept für „Fondue Chinoise (4 Personen)“ bei, das je 300 Gramm Hähnchenbrust-, Kalbs- und Schweinefilet vorsieht — zusammen 900 Gramm, also rund 225 Gramm je Person. Rommelsbacher nennt in seinem Fleischrezept „je 200 g Rinderfilet, Schweinefilet, Kalbfleisch, Hühnerbrust oder Kalbsleber“ und dazu keine Personenzahl; ob 200 Gramm die Gesamtmenge sind oder 200 Gramm je Sorte, sagt er nicht. Die übrigen vier Häuser machen zur Fleischmenge keine Angabe: WMF, Kela und Klarstein legen ihren Anleitungen gar keine Rezepte bei, und bei Tefal ist vor dem Kauf keine gerätebezogene Anleitung abrufbar. Wir nennen deshalb eine Herstellerzahl und keinen Durchschnitt — ein Mittelwert aus einer einzigen Angabe wäre keiner.
Wie viel Öl oder Brühe muss mindestens in den Fonduetopf?
Zwei der sechs Häuser beziffern das, und beide nennen dieselbe Zahl: 0,8 Liter. Rommelsbacher schreibt in die Technischen Daten seiner Anleitung „min. Füllmenge für Topf: 0,8 Liter“ und als Obergrenze 1,2 Liter; WMF nennt „MIN 0,8 l“ und „MAX 1,2 l“ sowohl im Lieferumfang der Produktseite als auch in der Anleitung. Die anderen vier Geräte haben ebenfalls eine Markierung im Topf, aber keine Zahl dazu: Kela und Spring verweisen in ihren Anleitungen auf die MIN- und MAX-Marken, ohne sie zu beziffern, Klarstein nennt nur eine Höchstmenge — und die in zwei einander widersprechenden Fassungen —, und bei Tefal ist die Anleitung für dieses Gerät nicht lesbar. Praktisch heißt die Untergrenze: Sie erhitzen rund zwei Drittel der Höchstmenge auch dann, wenn nur zwei Leute mitessen.
Wie viel Schokolade braucht man für ein Schokofondue?
Hier gibt es zwei Herstellerangaben, und sie liegen um das Doppelte auseinander. Springs Rezept „Schokoladenfondue (ca. 8 Personen)“ nennt 800 Gramm Zartbitterschokolade, 500 Milliliter Sahne und 50 Milliliter Pflanzenöl — rund 100 Gramm Schokolade je Esser. Rommelsbachers Schokoladenrezept nennt 300 Gramm Schokolade und 200 Milliliter Sahne bei sechs mitgelieferten Gabeln, also rund 50 Gramm je Esser. Dieselbe Anleitung nennt außerdem die einzige Grammangabe zur Füllmenge, die uns im ganzen Feld begegnet ist: „min. Füllmenge für Topf: 0,8 Liter bzw. 200 g Schokolade“. Damit gibt ein Haus für dasselbe Gerät zwei Zahlen — 200 Gramm als technisches Minimum, 300 Gramm im eigenen Rezept. Ein Widerspruch ist das nicht, aber es zeigt, dass die Untergrenze keine Portionsempfehlung ist.
Welche Topfgröße ist für sechs Personen richtig?
Die Frage lässt sich mit den Herstellerangaben nur teilweise beantworten, und das liegt an einer Lücke: Kein Haus schreibt, wie viel Flüssigkeit je Esser vorgesehen ist. Rechnet man die veröffentlichten Volumen auf die mitgelieferten Gabeln um, reicht die Spanne bei den eindeutigen Angaben von rund 150 bis rund 283 Millilitern je Esser — beim WMF Lono sind 1,2 Liter auf acht Gabeln der niedrigste Wert, beim Kela Simplon 1,7 Liter auf sechs Gabeln der höchste. Eindeutig sind die Angaben aber nicht überall: Klarstein käme je nach Sprachfassung seiner Anleitung auf rund 217 oder rund 333 Milliliter, und bei Tefal fehlt jede Volumenangabe. Alle diese Zahlen sind unsere Divisionen aus zwei Herstellerangaben, nicht Angaben der Hersteller. Und sie haben einen Haken: Bei vier von sechs Geräten ist unbekannt, wie viel des angegebenen Volumens tatsächlich einfüllbar ist. Rommelsbacher ist das einzige Haus, das Fassungsvermögen und Nutzvolumen getrennt ausweist — 2,5 Liter gegen 1,2 Liter, also weniger als die Hälfte.
Warum steht auf der Packung ein größeres Volumen als im Topf passt?
Weil zwei verschiedene Dinge gemessen werden. Das Fassungsvermögen ist der Rauminhalt des Topfes bis zum Rand; die nutzbare Füllmenge endet an der MAX-Marke, die weit darunter liegt — bei heißem Öl aus einem guten Grund. Nur ein Haus unseres Vergleichs weist beide Zahlen getrennt aus: Rommelsbacher nennt 2,5 Liter Fassungsvermögen und „max. 1,2 Litern Nutzvolumen“, also 48 Prozent davon. Bei Kela steht ausschließlich das Fassungsvolumen von 1,7 Litern, bei Klarstein eine „Max. Füllmenge“, die je Sprachfassung der Anleitung 1,3 oder 2 Liter beträgt. Wer Volumenangaben verschiedener Geräte vergleicht, vergleicht deshalb oft ungleiche Größen — und sollte prüfen, welche der beiden dasteht, bevor er den größeren Topf für den größeren hält.
Wie lange dauert es, bis so viel Öl heiß ist?
Eine Zeit nennt nur ein Haus, und es nennt eine Spanne: „Je nach Menge und Beschaffenheit der zu erhitzenden Lebensmittel sowie der gewählten Temperatur benötigt das Gerät zum Aufheizen 15 bis 30 Minuten“, schreibt Rommelsbacher und empfiehlt, „rechtzeitig vor dem Beginn der geselligen Fondue-Runde mit den Vorbereitungen zu starten“. Kela benennt die Abhängigkeit, ohne sie zu beziffern — im Feld „Aufheizzeit“ seiner Datentabelle steht wörtlich „von Füllmenge abhängig“. Das ist bemerkenswert, weil dasselbe Haus die Füllmenge selbst nicht beziffert: Die Auskunft verweist auf eine Größe, die der Hersteller offenlässt. Beim Spring-Gerät stellt sich die Frage anders, weil die Flüssigkeit dort zuerst auf dem Herd zum Siedepunkt gebracht werden muss; das Rechaud hält und heizt nur nach. Für die übrigen drei Geräte haben wir keine Zeitangabe gefunden.
Gehört zum VergleichFondue für 6 Personen: 6 elektrische Sets im VergleichAlle sechs Geräte werben mit geregelter Hitze. Nachlesen kann man sie bei genau einem. Sechs elektrische Fondue-Sets aus sechs Häusern — und die Frage, wie viel für sechs Personen wirklich in den Topf darf, beantworten nur zwei davon.Zum Vergleich

4 weitere Fragen dazu

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Wie dieses Urteil entstanden ist

Bewertungsgrundlage: Datenanalyse aus Herstellerangaben, Bedienungsanleitungen, Normwerten und ausgewerteten Fremdtests — kein eigener Praxistest. Deshalb schreiben wir „Empfehlung“ und nicht „Testsieger“.

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