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Fondue-Set mit Brennpaste: Was die Hersteller über den Brennstoff sagen

Ein Fondue-Set mit Brennpaste ist zwei Käufe in einem: ein Gerät und ein Verbrauchsstoff. Wir haben nachgesehen, was die Hersteller über den Stoff schreiben — und was sie ausgerechnet dort verschweigen, wo die Flamme unter dem Öl steht.

Dr. Michael NiestrojVeröffentlicht 18. September 2026Aktualisiert 18. September 20269 Min. Lesezeit
Gehört zum VergleichFondue für 6 Personen: 6 elektrische Sets im Vergleich6 weitere Fragen dazu am Ende des Beitrags
Inhalt · 8 Abschnitte
  1. 01Eines von drei Häusern nennt eine Zeit
  2. 02Kela beziffert — und liefert gleich zwei Zahlen für dieselbe Kartusche
  3. 03Was in der Paste ist, steht nur bei Spring — und nur in einem PDF
  4. 04Ein Etikett, zwei Gefahrennummern
  5. 05WMF legt eine Dose bei und verkauft keine zweite
  6. 06Spiritus und Gas: was es gibt und was es nicht gibt
  7. 07Drei Fehlalarme, die wir selbst hatten
  8. 08Was das für die Kaufentscheidung heißt

Ein Fondue-Set mit Brennpaste ist zwei Käufe in einem. Man kauft ein Gerät — Topf, Rechaud, Brenner, Gabeln —, und man kauft einen Verbrauchsstoff, der nach jedem Abend nachgekauft sein will. Über das Gerät schreiben die Hersteller ausführlich: Stahlsorte, Maße, Teilezahl. Über den Stoff schreiben sie erstaunlich wenig.

Unser Vergleich umfasst sechs elektrische Fondue-Sets. Drei der sechs Häuser — Kela, Spring und WMF — führen daneben auch klassische Sets mit Pastenbrenner. Nur diese drei können über Brennpaste überhaupt etwas sagen, und nur über diese drei sagen wir hier etwas. In den Sortimenten von Rommelsbacher, Tefal und Klarstein haben wir bei der Durchsicht der Kataloge am 16. September 2026 kein Set mit Pastenbrenner gefunden; eine Lücke bei einem Haus, das die Warengruppe gar nicht führt, wäre ohnehin kein Befund.

Gefragt haben wir drei Dinge, die vor dem Kauf zählen: Wie lange brennt eine Füllung? Was ist drin? Wie heiß wird es?

Eines von drei Häusern nennt eine Zeit

HausBrennstoff zum NachkaufenBrenndauer je FüllungWas drinstehtTemperatur
Kelaja — ein Artikel („Brennpaste Magma“, Art. 63018)ca. 60 Min. offen / ca. 90 Min. geschlossenDatenfeld „Material: Ethanol“
Springja — drei Gebinde (3 × 80 g, 200-g-Dose, 800-g-Flasche)Ethanol, Polyacrylsäure, Farbstoff
WMFnein — kein Brennstoffartikel im Katalog

Das Wichtigste in Kürze

Häuser mit einer Brenndauer-Angabe
1 von 3
Häuser, die den Inhaltsstoff nennen
2 von 3
Häuser mit einer Temperaturangabe zur Flamme
0 von 3

Das Muster ist dasselbe wie bei den elektrischen Geräten, nur eine Etage tiefer. Dort nennt eines von sechs Häusern eine Temperatur in Grad; hier nennt keines von dreien eine. Was die Flamme unter dem Topf leistet, ist in dieser Warengruppe eine unbezifferte Größe — und sie entscheidet darüber, ob Öl auf Frittiertemperatur kommt oder Fleisch darin nur zieht.

Kela beziffert — und liefert gleich zwei Zahlen für dieselbe Kartusche

Kela ist das einzige der drei Häuser, das eine Brenndauer veröffentlicht. Sie steht auf der Produktseite der Brennpaste, nicht bei den Sets:

Brenndauer von einer Brennpaste: bei geöffneter Luftzufuhr ca. 60 Minuten, bei geschlossener Luftzufuhr ca. 90 Min.
kela, Produktseite „Brennpaste Magma“ (Art. 63018)

Das ist eine ehrliche Angabe, und zwar gerade weil es zwei Zahlen sind: Die Dauer hängt am Schieber des Brenners. Wer groß einstellt, ist in einer Stunde durch; wer klein einstellt, kommt auf anderthalb. Springs Sicherheitsetikett beschreibt denselben Mechanismus von der anderen Seite — „Löcher offen = große Flamme, Löcher geschlossen = kleine Flamme“ —, nennt aber keine Minute dazu. Zusammengenommen ergibt sich aus zwei Häusern eine Auskunft, die kein einzelnes gibt.

Daraus lässt sich der Verbrauch für einen Abend ausrechnen. Kela nennt 80 Gramm je Kartusche:

Das Wichtigste in Kürze

Verbrauch bei offener Luftzufuhr
rund 1,33 g je Minute
Kartuschen für einen dreistündigen Abend
3
Kartuschen in einer Packung
3

Auf derselben Seite steht allerdings auch ein Widerspruch, und er betrifft genau diese Rechnung. Der Beschreibungstext nennt „drei praktische Kartuschen à 80 g pro Packung“. Das Datenfeld darunter führt „Inhalt: 80.00 g“ und „Größe: 80 g“ — als wäre eine einzelne Kartusche der Artikel. Für „reicht eine Packung für heute Abend?“ ist das der Unterschied zwischen einer Stunde und drei.

Ein drittes Feld entscheidet die Sache nach unserem Verständnis zugunsten des Textes: „Gewicht: 0,272 kg“. Drei Kartuschen zu 80 Gramm wiegen 240 Gramm, die restlichen 32 Gramm sind Becher und Verpackung. Belegt ist das nicht — es ist ein Schluss aus drei Feldern, von denen zwei einander widersprechen.

Was in der Paste ist, steht nur bei Spring — und nur in einem PDF

Spring führt drei Gebinde derselben Brennpaste, und auf keiner der drei Produktseiten steht, was darin ist. Der Inhalt steht ausschließlich im Sicherheitsetikett, das als PDF hinter den Produkt-Downloads liegt:

INHALT: Ethanol, Polyacrylsäure, Farbstoff; 3 Becher à 80 g / 95 ml
Spring International GmbH, Sicherheitsetikett „SPRING FIRE Sicherheits-Brennpaste 3 × 80 g“

Das ist die vollständigste Stoffauskunft des Feldes — und die einzige, die auch die Menge in Millilitern nennt. Kela kommt mit einem einzigen Wort aus: Das Datenfeld „Material“ der Magma-Seite lautet „Ethanol“. WMF schweigt dazu ganz.

Damit ist die häufigste Frage zum Thema beantwortbar: Brennpaste ist Alkohol, kein eigener Spezialstoff. Was sie von flüssigem Brennspiritus unterscheidet, ist nicht in erster Linie der Brennstoff, sondern die Form. Auf demselben Etikett heißt das Produkt in zwei der sechs Sprachfassungen ausdrücklich Gel — französisch „Gel combustible de sécurité“, spanisch „Gel combustible de seguridad“, während der deutsche Kopf „Sicherheits-Brennpaste“ lautet. Geliefert wird es in geschlossenen Bechern, deren Deckelfolie laut Gebrauchsanweisung erst abgezogen wird, wenn der Becher im Brenner liegt.

Auf diese Form sind die Brenner ausgelegt, und beide Häuser sagen das mit Nachdruck. Kela nennt sein Bauteil durchgehend „Sicherheitspastenbrenner“ und stellt auf jede Brenner-Seite denselben Satz:

Achtung: Der Sicherheitspastenbrenner darf nur mit Brennpaste befüllt werden.
kela, Produktseiten „Pastenbrenner-Set Vesuv“ und „Pastenbrenner-Set Vulcano“

Ein Etikett, zwei Gefahrennummern

Beim Lesen des Etiketts ist uns eine Ungereimtheit aufgefallen, die wir nicht auflösen, sondern nur berichten können. Das Sicherheitsetikett trägt denselben Warnhinweis in sechs Sprachen. Die Nummer davor ist nicht überall dieselbe:

SprachfassungNummerDer Satz daneben
deutsch, englisch, französischH225„Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar“
italienisch, spanisch, niederländischH228„Liquido e vapore altamente infiammabili“ — dieselbe Aussage

Der Satz ist in allen sechs Fassungen derselbe; die Nummer ist es in dreien nicht. Welche der beiden die richtige ist, sagen wir ausdrücklich nicht: Die amtliche Liste der Gefahrenhinweise wollten wir an der Primärquelle nachlesen, und der Zugang dorthin war an diesem Tag nicht zu bekommen — die Datenbank der EU antwortete auf drei Anfragen mit einer leeren Seite. Wir berichten also nur, was auf dem Etikett selbst steht.

Bemerkenswert ist es trotzdem. Bei diesem Haus haben wir dieselbe Beobachtung schon einmal gemacht: In der Geräteanleitung steht der im Feld einmalige Satz, verbindlich bleibe allein der deutsche Text. Auf dem Etikett des Brennstoffs steht keine solche Klausel.

WMF legt eine Dose bei und verkauft keine zweite

WMF beschreibt seinen Pastenbrenner in zwei Sätzen, und beide kommen ohne Zahl aus:

Der Pastenbrenner mit halbrundem Deckel und einer Dose Brennpaste sorgt für dauerhafte Wärme. […] Für die nötige Hitze sorgt dabei ein klassisches Brennersystem mit Brennpaste.
WMF, Produktseite „Allegro Party Fondue-Set, 11-teilig“

„Dauerhafte Wärme“ und „lang anhaltende Wärme“ sind keine Zeitangaben, und „eine Dose“ ist keine Menge. Wie groß die Dose ist, wie lange sie reicht, was darin ist — nichts davon steht auf der Seite. Der Lieferumfang hilft auch nicht weiter: Für ein elfteiliges Set führt das Feld „Im Lieferumfang enthalten“ genau einen Eintrag, „1 Fondue“. Beim zweiten Brennerset des Hauses, dem neunteiligen Silit-Käsefondue-Set, ist der Lieferumfang vollständig aufgezählt — Topf, Rechaud, Brenner, sechs Gabeln —, aber ein Brennstoff kommt darin gar nicht vor.

Das Zweite wiegt für die Kaufentscheidung schwerer: Nachkaufen kann man bei WMF nicht. Wir haben den vollständigen deutschen Katalog des Hauses durchgesehen — 2.800 Adressen — und darin keinen einzigen Brennstoffartikel gefunden.

Das Wichtigste in Kürze

Adressen im deutschen WMF-Katalog
2.800
Davon Brennpaste, Brenngel oder Brennstoff
0
Brennstoffartikel im Sortiment von Kela
1
Brennstoffartikel im Sortiment von Spring
3

Wer ein WMF-Brennerset kauft, kauft damit die Verpflichtung, den Verbrauchsstoff woanders zu besorgen. Das ist kein Drama: Kela schreibt ausdrücklich, sein Pastenbrenner-Set eigne sich „für alle handelsüblichen Fondue Sets“, und wer den Brenner tauschen kann, kann auch den Stoff eines anderen Hauses verwenden. Es heißt aber, dass ausgerechnet das Haus mit der größten Auswahl an Fondue-Töpfen zum Thema Brennstoff nichts beiträgt.

Spiritus und Gas: was es gibt und was es nicht gibt

Zwei Nachbarfragen lassen sich mit denselben Katalogen beantworten.

Spiritusbrenner: keiner. Wir haben beide Sortimente vollständig durchsucht — Kelas deutschen Katalog mit 2.153 Adressen und die Suche im Shop von Spring. Ergebnis: kein einziger Brenner für flüssigen Spiritus, bei keinem der beiden Häuser. Kela führt zwei Pastenbrenner-Sets, zwei Rechauds und eine Brennpaste; Springs Suche nach „Spiritus“ meldet wörtlich „Zu spiritus wurde kein Produkt gefunden“. Wer einen Rechaud-Einsatz mit Schwamm für Brennspiritus sucht, sucht in dieser Warengruppe ein Bauteil, das diese Häuser nicht mehr anbieten.

Gasbrenner: einer, und er ist der interessanteste Artikel des Themas. Spring führt einen FONDUE-Gasbrenner aus Edelstahl:

Der Tank lässt sich über ein Ventil am Boden leicht mit Butangas befüllen. Der leistungsstarke Brenner hält das Fett oder die Brühe lange heiß, der markante Geruch nach Brennspiritus entfällt. […] Brennt die Flamme blau, ist das Gerät optimal eingestellt.
Spring, Produktseite „FONDUE - Gasbrenner“

Zwei Dinge daran sind bemerkenswert. Erstens ist die blaue Flamme die einzige prüfbare Einstellhilfe, die uns in diesem ganzen Thema begegnet ist — man kann sie ansehen, anders als „dauerhafte Wärme“. Zweitens wirbt hier ein Haus mit dem Wegfall des Spiritusgeruchs, dessen eigene Brennpaste laut eigenem Etikett aus Ethanol besteht — also aus demselben Alkohol. Wie stark eine gelierte Paste im geschlossenen Becher riecht, sagt Spring nirgends; wir behaupten deshalb weder, der Vergleich sei unfair, noch, er treffe zu. Festhalten lässt sich nur, dass derselbe Hersteller beide Brennstoffe verkauft und nur bei einem von beiden über den Geruch spricht.

Eine Brenndauer, einen Tankinhalt oder eine Leistung nennt auch die Gasbrenner-Seite nicht.

Drei Fehlalarme, die wir selbst hatten

Wer diese Zahlen nachprüfen will, läuft in dieselben Fallen wie wir. Alle drei sind Suchtreffer, die nach Antwort aussehen und keine sind.

Der Querverkauf. Auf Kelas Pastenbrenner-Seite Vulcano stehen zwei Temperaturangaben, 250 °C und „erhitzbar bis 300° C“. Beide gehören zu einem quer verlinkten Heißer-Stein-Set weiter unten auf derselben Seite, nicht zum Brenner. Deshalb steht in unserer Tabelle bei der Temperatur ein Strich und keine Zahl.

Der Teilstring. Im WMF-Katalog trifft die Suche nach „paste“ genau einmal — ein Rezept für Bohnenpaste — und „gel“ 44-mal: Gugelhupf, Spargel, Riegel, Geflügel. Eine Trefferzahl allein sagt hier gar nichts.

Das gleiche Wort für zwei Bauarten. „Rechaud“ steht 58-mal in Springs Anleitung zum elektrischen Gerät und meint dort ausnahmslos das Unterteil mit Stecker — der Lieferumfang nennt es „1 x Rechaud, elektrisch“. In der Brennerwelt heißt dasselbe Wort: der Ständer über der Flamme. Wer nach „Rechaud“ sucht, sucht zwei verschiedene Dinge auf einmal.

In den fünf lesbaren Bedienungsanleitungen der verglichenen Geräte — zusammen 257 Seiten — kommt kein einziges Brennstoffwort vor. Das ist keine Auslassung, sondern der Normalfall: Es sind elektrische Geräte.

Was das für die Kaufentscheidung heißt

  • Das Set soll mit Brennpaste laufen. Dann ist die Frage nach dem Nachschub Teil der Kaufentscheidung, nicht ein Detail danach. Zwei der drei Häuser verkaufen den Stoff selbst, eines nicht. Wer wissen will, wie lange eine Füllung hält, findet die Angabe bei genau einem Haus — und sollte einkalkulieren, dass eine Dreierpackung bei großer Flamme einen einzigen langen Abend trägt.
  • Es geht um Öl- oder Fleischfondue. Dann ist die Temperatur die entscheidende Größe, und auf der Brennerseite gibt es dazu von keinem der drei Häuser eine Zahl. Der Schieber regelt die Flamme, nicht das Fett; wie heiß das Öl dabei wird, hängt an Füllmenge, Topf und Raumluft und steht nirgends geschrieben.
  • Eine Zahl wäre schön. Die gibt es in dieser Warengruppe nur auf der elektrischen Seite, und auch dort nur einmal: Ein einziges der sechs verglichenen Geräte veröffentlicht eine bezifferte Temperaturskala statt MIN und MAX. Welches, und was die anderen fünf stattdessen anbieten, steht in der Bestenliste der Fondue-Sets für 6 Personen.

Ob der Topf eines elektrischen Sets auch ohne sein Gerät auf eine Wärmequelle darf, ist die verwandte Frage von der anderen Seite — sie steht im Ratgeber Fondue ohne Strom und wird hier nicht wiederholt.

Häufige Fragen

Wie lange brennt eine Brennpaste?
Von den drei Häusern, die in unserem Vergleich Sets mit Pastenbrenner führen, beziffert es genau eines. Kela gibt für seine Brennpaste Magma an: bei geöffneter Luftzufuhr ca. 60 Minuten, bei geschlossener ca. 90 Minuten. Die Spanne ist kein Widerspruch, sondern die Folge des Schiebers am Brenner — große Flamme, kürzere Dauer. Spring verkauft drei Gebinde derselben Paste und nennt keine Minute; sein Sicherheitsetikett beschreibt nur die Richtung der Regelung („Löcher offen = große Flamme“). WMF beschreibt seinen Brenner als Quelle „dauerhafter Wärme“ und verkauft gar keinen Brennstoff. Wer mit einer Zahl planen will, hat also genau eine, und sie stammt von einem Hersteller, dessen Paste in fremde Brenner passen soll.
Was ist in Brennpaste drin?
Ethanol, also Alkohol, verdickt zu einem Gel. Am genauesten sagt es Spring — allerdings nicht auf der Produktseite, sondern nur im Sicherheitsetikett als PDF: „Ethanol, Polyacrylsäure, Farbstoff; 3 Becher à 80 g / 95 ml“. Polyacrylsäure ist das Verdickungsmittel; sie macht aus dem flüssigen Alkohol die Paste, die im Becher bleibt. Kela nennt im Datenfeld „Material“ seiner Brennpaste ebenfalls Ethanol, ohne weitere Bestandteile. WMF macht zum Inhalt keine Angabe. Zwei von drei Häusern nennen den Stoff also — aber keines von beiden auf der Seite, auf der man ihn zuerst suchen würde.
Kann man Brennspiritus statt Brennpaste in den Brenner füllen?
Die Hersteller schließen das aus. Kela schreibt auf jeder Brenner-Produktseite denselben Satz: „Achtung: Der Sicherheitspastenbrenner darf nur mit Brennpaste befüllt werden“, und empfiehlt dazu eine bestimmte Artikelnummer. Springs Etikett sagt „Nur im Brenner verwenden“ und beschreibt das Einlegen eines geschlossenen Bechers, dessen Deckelfolie erst im Brenner abgezogen wird. Der Brennstoff ist in beiden Fällen Alkohol; der Unterschied liegt in der Form — auf Springs Etikett heißt das Produkt in der französischen und der spanischen Fassung ausdrücklich „Gel combustible“. Warum nur diese Form zulässig ist, begründet keines der beiden Häuser; beide führen stattdessen das Wort „Sicherheit“ im Produktnamen, und beide beschreiben ausschließlich das Einlegen eines geschlossenen Bechers. Einen Brenner für flüssigen Spiritus haben wir in den Sortimenten beider Häuser nicht gefunden: Kelas deutscher Katalog umfasst 2.153 Adressen und führt keinen, Springs Shopsuche meldet zu „Spiritus“ null Produkte.
Wie viel Brennpaste braucht man für einen Fondue-Abend?
Das lässt sich aus Kelas Angaben ausrechnen, und die Rechnung ist unsere, nicht die des Herstellers. Kela nennt 80 Gramm je Kartusche und eine Brenndauer von etwa 60 Minuten bei offener Luftzufuhr. Ein dreistündiger Abend verbraucht damit drei Kartuschen — also genau eine Dreierpackung. Bei geschlossener Luftzufuhr und den dann angegebenen 90 Minuten sind es zwei. Wer also einmal für Gäste kocht und annimmt, eine Packung halte mehrere Abende, plant unter Umständen zu knapp. Für die anderen beiden Häuser lässt sich dieselbe Rechnung nicht aufmachen: Spring nennt keine Brenndauer, WMF weder Dauer noch Menge.
Gibt es Fondue-Sets mit Gasbrenner?
Ja, aber nur ein Haus in unserem Feld führt einen: Spring verkauft einen FONDUE-Gasbrenner aus poliertem Edelstahl, dessen Tank über ein Ventil am Boden mit Butangas befüllt wird. Der Hersteller hebt zwei Dinge hervor — die stufenlose Regelung und eine Einstellhilfe, die man tatsächlich ansehen kann: „Brennt die Flamme blau, ist das Gerät optimal eingestellt.“ Eine Brenndauer, einen Tankinhalt oder eine Leistung nennt auch diese Seite nicht. Nicht zu verwechseln ist der Gourmet-Gasbrenner von Kela: Der ist laut Produktseite Crème-brûlée-Ausstattung und wird mit Feuerzeuggas gefüllt, also ein Flambierbrenner und kein Fondue-Brenner.
Wird ein Fondue mit Brennpaste heiß genug für Öl?
Diese Frage können wir nicht beantworten, und das ist selbst der Befund: Keines der drei Häuser veröffentlicht zu seinem Pastenbrenner eine Temperatur, eine Heizleistung oder irgendeine andere Größe, aus der sich die Hitze abschätzen ließe. Angegeben sind Material, Maße und bei einem Haus die Brenndauer. Wie heiß das Öl im Topf tatsächlich wird, hängt zudem an der Füllmenge, am Topfboden und daran, wie weit der Schieber offen steht. Auf der elektrischen Seite sieht es kaum besser aus, aber nicht gleich: Dort nennen alle sechs verglichenen Geräte wenigstens eine Leistung in Watt — eine vergleichbare Zahl, wenn auch keine Hitzeangabe —, und ein einziges Gerät veröffentlicht eine bezifferte Temperaturskala. Wer eine nachlesbare Temperatur will, findet sie in dieser Warengruppe nur dort.
Gehört zum VergleichFondue für 6 Personen: 6 elektrische Sets im VergleichAlle sechs Geräte werben mit geregelter Hitze. Nachlesen kann man sie bei genau einem. Sechs elektrische Fondue-Sets aus sechs Häusern — und die Frage, wie viel für sechs Personen wirklich in den Topf darf, beantworten nur zwei davon.Zum Vergleich

6 weitere Fragen dazu

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