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RatgeberDatenanalysegute pfannen für induktion

Gute Pfannen für Induktion: Die Zahl, auf die es ankommt

Bei Induktion zählt nicht, wie groß die Pfanne ist, sondern wie groß ihr Boden ist — und der ist bei einer 24er Pfanne nur 17 bis 18,5 Zentimeter breit. Was das für die Wahl der Kochzone bedeutet und warum Eisen und Edelstahl aus verschiedenen Gründen funktionieren.

Dr. Michael NiestrojVeröffentlicht 02. September 2026Aktualisiert 02. September 20263 Min. Lesezeit
Gehört zum VergleichPfannen ohne Beschichtung: 4 Pfannen im VergleichWer eine Pfanne ohne Beschichtung sucht, hat die Wahl zwischen zwei Werkstoffen, die Gegensätzliches verlangen: Edelstahl ist pflegeleicht und verspricht keine Antihaftwirkung. Eisen entwickelt eine — dafür muss es eingebrannt werden und darf nie nass stehen bleiben.Zum Vergleich

3 weitere Fragen dazu

Inhalt · 5 Abschnitte
  1. 01Erstens: Es zählt die Bodenauflage, nicht der Durchmesser
  2. 02Zweitens: Nicht jedes Metall funktioniert von selbst
  3. 03Der Widerspruch, über den man stolpern kann
  4. 04Was Induktion mit unbeschichteten Pfannen macht
  5. 05Die drei Angaben, nach denen du suchen solltest

Beim Induktionsfeld entsteht die Wärme nicht unter der Pfanne, sondern im Pfannenboden selbst. Daraus folgen zwei Dinge, die beim Kauf regelmäßig übersehen werden.

Erstens: Es zählt die Bodenauflage, nicht der Durchmesser

Eine Pfanne wird nach ihrem oberen Rand benannt. Geheizt wird aber nur die Fläche, die tatsächlich auf dem Feld aufliegt — und die ist deutlich kleiner:

Pfanne (alle 24 cm)Bodenauflage
Turk, beide Ausführungen17 cm
Fissler, beide Ausführungen18,5 cm

Das Wichtigste in Kürze

Pfannendurchmesser
24 cm
Geheizte Fläche
17 bis 18,5 cm

Das sind gut sechs Zentimeter Unterschied zwischen dem, was man kauft, und dem, was heizt. Wer eine 24er Pfanne auf eine große Kochzone stellt, heizt einen Ring aus Glaskeramik mit, der nichts trägt — und wer sie auf eine zu kleine stellt, bekommt einen heißen Fleck in der Mitte und kalte Ränder.

Genau ein Hersteller in unserem Feld schreibt die Konsequenz hin. Turk setzt neben die Zahl den Satz: „Nicht größer als deine Herdplatte.“ Fissler geht den anderen Weg und nennt eine empfohlene Kochplattengröße — allerdings mit einem Widerspruch, auf den wir gleich kommen.

Zweitens: Nicht jedes Metall funktioniert von selbst

Das ist der Punkt, an dem sich unsere zwei Werkstoffe unterscheiden — und man sieht es daran, wie die Hersteller darüber reden.

Eisen braucht nichts. Turk führt für beide Pfannen schlicht auf: „Alle. Induktion, Elektro (Glaskeramik), Gas, Backofen, Grill, offenes Feuer.“ Kein besonderer Bodenaufbau, keine Erklärung — es funktioniert einfach.

Edelstahl braucht einen Boden. Fissler nennt die Induktionseignung nicht als Eigenschaft des Materials, sondern als Leistung einer Konstruktion: den „CookStar Allherdboden“ mit 6,5 Millimetern Stärke, der laut Hersteller „für alle Herdarten geeignet ist, einschließlich Induktion“. Ohne diesen Boden wäre die Frage nicht so einfach zu beantworten.

Für den Kauf heißt das: Bei einer Eisen- oder Gusseisenpfanne muss man nicht nachsehen. Bei einer Edelstahlpfanne schon.

Der Widerspruch, über den man stolpern kann

Ein Fund aus unserer Recherche, der genau in diesen Zusammenhang gehört: Fissler nennt für zwei baugleiche Pfannen — identischer Bodendurchmesser von 18,5 Zentimetern, identisches Gewicht, identische Bodenstärke — zwei verschiedene empfohlene Kochplattengrößen. Bei der glatten Ausführung stehen 21,0 Zentimeter, bei der Novogrill-Ausführung 18,0.

Beides zusammen kann nicht stimmen. Wer danach seine Kochzone auswählt, sollte sich an der Bodenauflage orientieren, die bei beiden gleich ist.

Was Induktion mit unbeschichteten Pfannen macht

Ein Punkt, den man bei Eisen kennen sollte, und der Hersteller sagt ihn selbst. In Turks eigener Anleitung zum Einbrennen steht zur Herdart: „Auf Induktion heizt die Pfanne besonders schnell, geh also etwas vorsichtiger mit der Stufe um.“

Das gilt nicht nur beim Einbrennen. Induktion bringt die Leistung sehr direkt in den Boden, und eine Eisenpfanne ohne dicken Mehrschichtboden nimmt sie ungebremst an. Wer von Gas oder Ceran kommt, arbeitet auf Induktion in der Regel eine Stufe niedriger als gewohnt.

Bei der Edelstahlpfanne mit 6,5 Millimeter Boden ist das anders: Die Masse dämpft, die Pfanne heizt langsamer auf und hält die Temperatur besser, wenn kaltes Bratgut hineinkommt. Das ist der praktische Gegenwert für das höhere Gewicht.

Die drei Angaben, nach denen du suchen solltest

  • Bodenauflage in Zentimetern. Alle vier Pfannen in unserem Vergleich nennen sie. Sie ist die Zahl, die zur Kochzone passen muss.
  • Ein ausdrückliches „für Induktion geeignet“. Bei Edelstahl unverzichtbar, bei Eisen und Gusseisen selbstverständlich.
  • Die Materialstärke des Bodens. Sie sagt, wie ruhig die Pfanne die Temperatur hält. In unserem Feld nennt sie nur ein Hersteller — 6,5 Millimeter —, die beiden Eisenpfannen gar nicht.

Alle vier Pfannen mit Noten und vollständiger Matrix stehen in der Bestenliste der Pfannen ohne Beschichtung. Was PFAS und PTFE bezeichnen und was die Hersteller dazu sagen, klärt der Ratgeber zu Pfannen ohne PFAS.

Häufige Fragen

Welche Pfanne eignet sich für Induktion?
Jede, deren Boden magnetisch ist. Eisen- und Gusseisenpfannen sind es von sich aus — Turk führt für seine Pfannen schlicht „Alle“ Herdarten auf, ohne besonderen Bodenaufbau. Bei Edelstahlpfannen hängt es an der Konstruktion: Fissler nennt seinen 6,5 Millimeter starken CookStar-Allherdboden ausdrücklich als das, was die Pfanne für Induktion geeignet macht. Der zuverlässigste Test kostet zehn Sekunden: Bleibt ein Kühlschrankmagnet am Boden haften, funktioniert die Pfanne.
Welche Größe sollte eine Induktionspfanne haben?
Entscheidend ist nicht der Pfannendurchmesser, sondern die Bodenauflage — und die ist deutlich kleiner. Bei den vier von uns geprüften 24-Zentimeter-Pfannen misst der Boden 17 beziehungsweise 18,5 Zentimeter. Diese Zahl sollte zur Kochzone passen: Eine Pfanne mit 17 Zentimeter Boden gehört auf eine 18er Zone. Turk schreibt als einziger Hersteller die Regel dazu: „Nicht größer als deine Herdplatte.“ Auf einer zu großen Zone heizt man Glaskeramik mit, auf einer zu kleinen bekommt man einen heißen Fleck in der Mitte.
Funktionieren Eisenpfannen auf Induktion?
Ja, und sie sind sogar der unkomplizierteste Fall — Eisen ist magnetisch, es braucht keinen speziellen Boden. Turk gibt beide Pfannen für alle Herdarten frei, einschließlich Induktion, Grill und offenem Feuer. Zu beachten ist nur eines, und der Hersteller sagt es selbst: „Auf Induktion heizt die Pfanne besonders schnell, geh also etwas vorsichtiger mit der Stufe um.“ Wer von Gas oder Ceran umsteigt, arbeitet in der Regel eine Stufe niedriger als gewohnt.
Warum brummt oder summt meine Pfanne auf dem Induktionsfeld?
Das ist ein bekanntes Verhalten bei Pfannen mit Mehrschichtboden: Die Schichten aus verschiedenen Metallen werden vom Wechselfeld unterschiedlich stark angeregt. Es tritt vor allem auf hoher Leistungsstufe auf und wird leiser, wenn man herunterregelt. Ein Mangel ist es nicht. Bei einer massiven Eisenpfanne aus einem einzigen Werkstoff tritt es entsprechend seltener auf — sie hat keine Schichten, die gegeneinander arbeiten könnten.
Wie dick sollte der Boden einer Induktionspfanne sein?
Je dicker, desto ruhiger hält die Pfanne die Temperatur — und das ist bei Induktion wichtiger als bei anderen Herdarten, weil die Leistung sehr direkt in den Boden geht. In unserem Feld nennt genau ein Hersteller einen Wert: Fissler gibt 6,5 Millimeter für den CookStar-Boden an. Die beiden Eisenpfannen veröffentlichen keine Materialstärke, was die auffälligste Lücke dieses Vergleichs ist: Gerade bei Eisen entscheidet sie darüber, wie stark die Temperatur einbricht, wenn kaltes Fleisch in die Pfanne kommt.
Dr. Michael Niestroj, Herausgeber & verantwortlicher Redakteur

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Michael verantwortet Warenrat redaktionell und technisch. Sein Ansatz kommt aus der Softwareentwicklung und der Datenanalyse: Eine Kaufempfehlung ist nur so viel wert wie die Rechnung dahinter. Deshalb steht bei jedem Gerät offen, welche Kriterien mit welchem Gewicht in die Note eingeflossen sind und woher jede Zahl kommt — Herstellerangabe, Norm, Bedienungsanleitung, zitierter Fremdtest oder eigene Messung. Und wenn eine Einschätzung falsch war, wird sie sichtbar korrigiert statt still überschrieben.

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